Ersttrimester-Screening
Das Ersttrimester-Screening ist ein Bluttest, der werdende Mütter in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft durchführen lassen können, um das Risiko für bestimmte genetische Erkrankungen beim ungeborenen Kind zu beurteilen.
{"Bluttest zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche","Misst PAPP-A und freies β-hCG im Blut","Kombiniert mit Nackenfaltenmessung für genauere Ergebnisse","Screening auf Down-Syndrom und andere Chromosomenanomalien","Keine Diagnose, sondern nur eine Risikoeinschätzung"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 48798-3
- Kurzcode
- 1st trimester maternal scn Pnl SerPl
- Synonyme
- 1st trimester maternal scn Pnl SerPl
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist das Ersttrimester-Screening?
Das Ersttrimester-Screening, auch Ersttrimester-Test oder Ersttrimesterscreening genannt, ist ein kombinierter Test aus Blutuntersuchung und Ultraschall. Er wird üblicherweise zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der Test soll das Risiko für bestimmte Chromosomenanomalien beim ungeborenen Kind einschätzen und gibt werdenden Eltern eine Orientierung über die Gesundheit ihres Babys.
Welche Werte werden gemessen?
Bei der Blutuntersuchung werden zwei wichtige Marker analysiert: Das Schwangerschaftsassoziierte Plasmaprotein A (PAPP-A) und die freie Beta-Untereinheit des humanen Choriongonadotropins (freies β-hCG). Diese Hormone werden von der Plazenta produziert und ihre Konzentrationen können bei bestimmten Chromosomenanomalien abweichen. Zusätzlich wird bei der Ultraschalluntersuchung die Nackenfalte (Nackentransparenz) des Babys gemessen.
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Testergebnisse werden zusammen mit Ihrem Alter, dem Schwangerschaftsalter und weiteren Faktoren ausgewertet. Der Test berechnet das Risiko für das Down-Syndrom (Trisomie 21), das Edwards-Syndrom (Trisomie 18) und das Pätau-Syndrom (Trisomie 13). Ein erhöhtes Risiko bedeutet nicht, dass Ihr Baby eine Erkrankung hat – es zeigt nur, dass weitere Untersuchungen empfohlen werden können.
Wie zuverlässig ist der Test?
Das kombinierte Ersttrimester-Screening hat eine Erkennungsrate von etwa 85-90% für das Down-Syndrom. Die Rate falsch-positiver Ergebnisse liegt bei etwa 5%. Wie bei allen Screening-Tests handelt es sich um eine Risikoeinschätzung, nicht um eine definitive Diagnose. Bei auffälligen Befunden werden meist weitere diagnostische Tests angeboten.
Ist der Test sicher?
Ja, das Ersttrimester-Screening ist völlig sicher für Mutter und Kind. Die Blutentnahme ist ein einfacher Routine-Eingriff mit minimalen Beschwerden. Der Ultraschall verwendet keine Strahlung und ist völlig unbedenklich. Im Gegensatz zu invasiven diagnostischen Tests wie der Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung besteht kein Fehlgeburtsrisiko.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Das Ersttrimester-Screening ermöglicht eine frühzeitige Risikoeinschätzung für Chromosomenanomalien und gibt werdenden Eltern die Möglichkeit, sich auf mögliche weitere Untersuchungen vorzubereiten. Bei auffälligen Befunden können invasive Diagnoseverfahren wie die Chorionzottenbiopsie (10.-12. SSW) oder die Amniozentese (ab 15. SSW) angeboten werden, die eine definitive Chromosomenanalyse ermöglichen. Das Screening ist freiwillig und sollte in Ruhe mit dem betreuenden Frauenarzt besprochen werden.
Häufige Fragen
Wann sollte ich das Ersttrimester-Screening durchführen lassen?
Ist der Test schmerzhaft oder gefährlich für mein Baby?
Was passiert, wenn mein Screening-Ergebnis auffällig ist?
Muss ich das Ersttrimester-Screening durchführen lassen?
Was ist der Unterschied zwischen Screening und Diagnose?
Deckt der Test alle genetischen Erkrankungen ab?
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Quellen
- 1
- 2
- 3
Klicken Sie auf einen Link, um die vollständige Quelle zu öffnen. PubMed-Central-(PMC)-Links bieten freien Volltextzugang.
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.
Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.
Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 16. August 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen