Quad-Test (Vierfach-Screening) in der Schwangerschaft
Der Quad-Test ist ein Bluttest während der Schwangerschaft, bei dem vier bestimmte Substanzen im Blut der Mutter gemessen werden. Anhand dieser Werte lässt sich das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen beim Kind sowie für Neuralrohrdefekte besser einschätzen.
{"Der Test wird zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt","Es werden vier Substanzen im mütterlichen Blut gemessen: AFP, hCG, Estriol und Inhibin A","Der Test ist ein Screening, keine Diagnose – auffällige Ergebnisse erfordern weitere Untersuchungen","Er kann das Risiko für Down-Syndrom, Edward-Syndrom und Neuralrohrdefekte abschätzen","Ein negatives Ergebnis bedeutet keine Garantie für ein gesundes Kind"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 49092-0
- Kurzcode
- 2nd trimester 4 screen SerPl-Imp
- Synonyme
- 2nd trimester 4 screen SerPl-Imp
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Referenz min.
- 0
- Referenz max.
- 17
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist der Quad-Test?
Der Quad-Test ist ein Bluttest, der im zweiten Trimester der Schwangerschaft (typischerweise zwischen 15-22 Wochen) durchgeführt wird. Er misst vier Substanzen im Blut der Mutter: Alpha-Fetoprotein (AFP), das humane Choriongonadotropin (hCG), Östriol und Inhibin A. Diese Substanzen werden von der Plazenta und dem ungeborenen Kind gebildet.
Worauf wird bei diesem Test untersucht?
Der Quad-Test hilft, das Risiko für folgende Erkrankungen einzuschätzen: 1) Down-Syndrom (Trisomie 21), 2) Edwards-Syndrom (Trisomie 18) und 3) Neuralrohrdefekte wie Spina bifida oder Anenzephalie. Wichtig ist: Dieser Test ist ein Screening-Test und kein diagnostischer Test – er schätzt das Risiko ab, liefert aber keine endgültige Antwort.
Wie wird der Test durchgeführt?
Eine Ärztin oder ein Arzt entnimmt eine kleine Blutprobe aus einer Vene in Ihrem Arm. Die Probe wird anschließend zur Analyse an ein Labor geschickt. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich – Sie dürfen vor dem Test normal essen und trinken.
Verstehen Ihrer Testergebnisse im Detail
Die Ergebnisse werden üblicherweise als Wahrscheinlichkeit oder Risikoverhältnis angegeben (z. B. 1 zu 1.000). Ein auffälliges Ergebnis bedeutet, dass das Risiko erhöht ist, bestätigt aber kein Problem. Umgekehrt bedeutet ein unauffälliges Ergebnis mit niedrigem Risiko, dass das Risiko geringer ist, Erkrankungen aber nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihre konkreten Ergebnisse erklären und besprechen, ob weitere Untersuchungen empfohlen werden.
Weitere Untersuchungen nach dem Test
Zeigt der Quad-Test ein erhöhtes Risiko, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zusätzliche Untersuchungen zur Bestätigung empfehlen. Dazu gehören ein detaillierter Ultraschall (besonders bei Verdacht auf Neuralrohrdefekte) oder invasivere Eingriffe wie eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese), die eine eindeutige Diagnose ermöglichen kann.
Reference range
NCBI: NSE 0-17 ng/mLN/A
No special preparation usually required. Stay well hydrated. Inform your healthcare provider of all medications and supplements you are taking.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Das Quad-Screening ermöglicht es werdenden Eltern, sich frühzeitig auf mögliche Besonderheiten vorzubereiten. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein positives Ergebnis nicht bedeutet, dass das Kind definitiv betroffen ist. Der Test dient als Entscheidungshilfe für weitere diagnostische Untersuchungen. Viele Frauen mit auffälligen Screening-Ergebnissen bringen gesunde Kinder zur Welt. Der Test kann auch bei Mehrlingsschwangerschaften durchgeführt werden, wobei die Interpretation dann komplexer ist.
Falsch-positive Ergebnisse können auftreten, weshalb der Test allein keine Diagnose stellt. Faktoren wie Diabetes der Mutter, Rauchen, ungenaues Schwangerschaftsalter oder Mehrlingsschwangerschaften können die Ergebnisse beeinflussen. Die Kombination mit einer Nackenfaltenmessung im ersten Trimester (First-Trimester-Screening) kann die Erkennungsrate verbessern.
Häufige Fragen
Ist der Quad-Test in der Schwangerschaft verpflichtend?
Bedeutet ein auffälliges Ergebnis, dass mit meinem Baby etwas nicht stimmt?
Was ist der Unterschied zwischen Screening- und diagnostischen Tests?
Kann ich den Quad-Test bei einer Zwillingsschwangerschaft machen lassen?
Wann erhalte ich meine Ergebnisse?
Quellen
- 1
- 2
- 3ACOG - Quad ScreenQuelle
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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