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Gliom-Genmutationsanalyse

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test identifiziert genetische Mutationen in Hirntumorgewebe, um die Diagnose und Behandlung von Gliomen zu unterstützen.

Kurzfassung

Analyse spezifischer Genvarianten in Tumorzellen Hilft bei der Diagnosestellung und Therapieplanung Wird an Gewebeproben durchgeführt Bestimmt Prognose und Behandlungsmöglichkeiten Wichtiger Marker für personalisierte Krebstherapie

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
105588-8
Kurzcode
GLIOMA-GENE-PANEL
Synonyme
Adult type diff gli gene Mut Anl Tiss
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Formalin-fixed paraffin-embedded (FFPE) tissue block or unstained slides; sterile tissue container for fresh tissue
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Bevölkerungsgruppe
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 18 Jahre
Methode
molgen
CPT
81403
SNOMED
12615009
Probenvolumen
Not applicable - tissue specimen
Probenstabilität
FFPE tissue: stable at room temperature for years; fresh tissue: should be processed within 30 minutes to 2 hours depending on intended molecular analysis
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
168–336 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Die Gliom-Genmutationsanalyse ist eine molekulargenetische Untersuchung, die spezifische genetische Veränderungen in Hirntumorgewebe (Gliomen) nachweist. Gliome sind die häufigsten bösartigen Hirntumore bei Erwachsenen. Der Test untersucht das Tumorgewebe auf charakteristische Mutationen in bestimmten Genen, wie zum Beispiel IDH1, IDH2, 1p/19q-Kodeletion und MGMT-Promotor-Methylierung. Diese genetischen Marker liefern wichtige Informationen über die Tumorart, das Wachstumsverhalten und die wahrscheinliche Reaktion auf bestimmte Behandlungen.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Dieser Test wird durchgeführt, um Ärzten bei der genauen Diagnose eines Glioms zu helfen und die aggressivste Form der Erkrankung zu identifizieren. Die genetischen Mutationen bestimmen maßgeblich die Prognose und beeinflussen direkt die Wahl der Therapie. Bei manchen Mutationen sprechen bestimmte Medikamente (wie Temozolomid) besser an. Der Test hilft auch, zwischen verschiedenen Untergruppen von Gliomen zu unterscheiden, die unterschiedlich behandelt werden müssen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diese Analyse wird eine Gewebeprobe benötigt, die usually during einer Operation oder Biopsie entnommen wird. Das Tumorgewebe wird dann im Labor mit speziellen molekulargenetischen Methoden untersucht. Die gängigsten Verfahren sind die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) und die Sequenzierung. Der Test erfordert keine spezielle Vorbereitung Ihrerseits, da die Probe bereits während des medizinischen Eingriffs gesammelt wurde.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Ergebnisse zeigen, welche genetischen Mutationen in Ihrem Tumor vorhanden sind. Bestimmte Mutationen wie IDH1/2-Mutationen sind oft mit einer besseren Prognose verbunden. Die 1p/19q-Kodeletion zeigt ein sogenanntes oligodendrogliom an, das gut auf Chemotherapie anspricht. Die MGMT-Promotor-Methylierung sagt voraus, ob eine Chemotherapie mit Temozolomid wirksam sein wird. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen.

Reference range

Wild-type (negative) for targeted mutations; presence of specific mutations reported as detected with variant allele frequencyN/A

Probenart: serum

No specific patient preparation required for tissue collection. Surgical biopsy or resection specimen collected by neurosurgeon. Ensure proper tissue handling and fixation.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die genetische Charakterisierung von Gliomen ist entscheidend für die moderne personalisierte Krebstherapie. Sie ermöglicht eine präzise Diagnosestellung, sagt das Ansprechen auf bestimmte Therapien voraus und hilft bei der Prognoseabschätzung. Die MGMT-Promotor-Methylierung ist besonders wichtig, da sie das Ansagen auf Temozolomid-Chemotherapie und Strahlentherapie vorhersagt. IDH-Mutationen gelten als günstige Prognosefaktoren. Diese molekularen Marker sind mittlerweile Standard bei der Behandlung von Gliomen und beeinflussen wesentlich die Therapieentscheidung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die molekulargenetische Analyse von Tumorgewebe ist komplex und dauert in der Regel 1-2 Wochen. Die genaue Dauer hängt von der verwendeten Methode und dem Umfang der Untersuchung ab.
Muss ich für diesen Test nüchtern sein?
Nein, eine Nüchternheit ist nicht erforderlich. Die Gewebeprobe wird während einer Operation oder Biopsie entnommen, sodass keine zusätzliche Blutentnahme für diesen Test nötig ist.
Was passiert, wenn keine Mutationen gefunden werden?
Das Fehlen bestimmter Mutationen ist auch ein wichtiges diagnostisches Ergebnis. Es hilft, den Tumortyp genauer zu bestimmen und die Prognose einzuschätzen. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Gesamtkontext Ihrer Erkrankung interpretieren.
Kann dieser Test wiederholt werden?
Ja, bei einem Rückfall oder Fortschreiten der Erkrankung kann eine erneute genetische Analyse des Tumorgewebes sinnvoll sein, da sich die genetischen Eigenschaften des Tumors ändern können.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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