Aspergillus fumigatus Resistenzmutationen (TR34/TR46)
Dieser Test identifiziert genetische Resistenzmutationen im CYP51A-Gen des Pilzes Aspergillus fumigatus, um die Wirksamkeit von Antipilzmitteln (Azol-Therapie) zu beurteilen.
Detektiert spezifische Genmutationen (TR34 und TR46), die Azol-Resistenz verursachen Hilft Ärzten, die richtige Antipilztherapie auszuwählen Wird bei Verdacht auf invasive Aspergillose oder Therapieversagen durchgeführt Ergebnis liegt innerhalb weniger Tage vor Besonders wichtig bei immungeschwächten Patienten
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 111821-5
- Kurzcode
- A.fmg CYP51A TR34/TR46 mt BAL NAA+probe
- Synonyme
- A.fmg CYP51A TR34/TR46 mt BAL NAA+probe
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- probe-amp-tar
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Dieser Labor test untersucht, ob der Schimmelpilz Aspergillus fumigatus bestimmte genetische Veränderungen (Mutationen) aufweist. Diese Mutationen namens TR34 und TR46 befinden sich im sogenannten CYP51A-Gen und können dazu führen, dass wichtige Antipilzmittel (Azol-Antimykotika wie Voriconazol oder Itraconazol) nicht mehr wirken. Der Test nutzt ein Verfahren namens Nukleinsäure-Amplifikation (NAA), um die DNS des Pilzes zu vervielfältigen und die Mutationen nachzuweisen.
Wie wird die Probe gewonnen?
Die Probe wird meist durch eine Bronchoskopie gewonnen, wobei eine Spülung der Lungenbläschen (bronchoalveoläre Lavage/BAL) entnommen wird. Manchmal kann auch eine Blutprobe (Serum) oder Gewebeprobe verwendet werden. Die Probenentnahme wird vom behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus durchgeführt.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Wenn die Mutationen TR34 und/oder TR46 nachgewiesen werden, bedeutet dies, dass der Pilz wahrscheinlich resistent gegen Azol-Antimykotika ist. Der Arzt kann dann alternative Antipilzmittel wählen, die noch wirksam sind. Werden keine Mutationen gefunden, ist der Pilz vermutlich noch empfindlich gegenüber Standardtherapien.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die Resistenz gegen Azol-Antimykotika ist ein wachsendes Problem, insbesondere bei immungeschwächten Patienten mit invasiver Aspergillose (z.B. nach Organtransplantation, Chemotherapie oder bei schweren Grunderkrankungen). Der Nachweis von TR34/TR46-Mutationen ermöglicht eine frühzeitige Therapieanpassung, verbessert die Behandlungsergebnisse und kann lebensrettend sein. Der Test ist auch wichtig für die Überwachung der Ausbreitung resistenter Pilzstämme in Krankenhäusern.
Häufige Fragen
Warum wird dieser Test bei mir durchgeführt?
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Muss ich nüchtern sein?
Was passiert, wenn resistente Mutationen gefunden werden?
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Quellen
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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