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Albumin in Peritonealdialyse-Flüssigkeit

Veröffentlicht: 31. Juli 2026Aktualisiert: 17. August 2026

Dieser Test misst die Albuminkonzentration in der Peritonealdialyse-Flüssigkeit, um die Peritonealmembran-Funktion und den Proteinverlust bei Dialysepatienten zu beurteilen.

Kurzfassung

{"Albumin ist ein wichtiges Bluteiweiß, das bei der Peritonealdialyse verloren gehen kann","Der Test hilft, die Funktion der Bauchfell-Membran zu überwachen","Erhöhter Albuminverlust kann auf eine geschädigte Membran oder Mangelernährung hinweisen","Regelmäßige Kontrollen sind wichtig für die Behandlung von Dialysepatienten","Das Ergebnis hilft Ärzten, die Dialyse-Therapie anzupassen"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 17. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
40599-3
Kurzcode
ALB-PDF
Synonyme
Albumin DiafP-mCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile screw-cap container or urine collection container
Einheiten
not specified
Referenz min.
0
Referenz max.
0.3
Kritischer Bereich
1.5 not specified – —
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
Bromocresol green (BCG) or Bromocresol purple (BCP) colorimetric assay
CPT
82043
SNOMED
314255001
Probenvolumen
Minimum 1 mL, preferred 5-10 mL of dialysis effluent
Probenstabilität
Refrigerated (2-8°C): up to 7 days; Frozen (-20°C): up to 3 months. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
50
Lipämie max.
300
Ikterus max.
20
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test misst die Menge an Albumin in der Flüssigkeit, die während der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) in den Bauchraum eingeführt und wieder abgelassen wird. Albumin ist ein wichtiges Eiweiß, das vom Körper produziert wird und viele lebenswichtige Funktionen hat, wie den Transport von Hormonen und Medikamenten sowie die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts im Blut.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Bei der Peritonealdialyse dient das Bauchfell (Peritoneum) als natürliche FilterMembran. Der Test wird durchgeführt, um zu überprüfen, wie gut diese Membran funktioniert und wie viel Albumin während der Dialyse verloren geht. Ein übermäßiger Verlust von Albumin kann zu Mangelernährung, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) und anderen Komplikationen führen. Die Ärzte nutzen diese Informationen, um die Dialyse-Behandlung optimal anzupassen.

Wie wird die Probe gewonnen?

Bei der Peritonealdialyse wird eine sterile Dialyselösung in den Bauchraum eingeführt. Nach einer bestimmten Verweilzeit wird diese Flüssigkeit wieder abgelassen. Ein Teil dieser abgelassenen Flüssigkeit wird für die Laboranalyse verwendet. Die Probe wird dann im Labor auf ihren Albumingehalt untersucht. Der Vorgang ist schmerzfrei und Teil des regulären Dialyse-Verfahrens.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Ergebnisse zeigen, wie viel Albumin in der Dialyse-Flüssigkeit enthalten ist. Ein niedriger Albuminwert in der abgelassenen Flüssigkeit bedeutet, dass wenig Albumin verloren geht – das ist in der Regel günstig. Ein hoher Albuminverlust kann darauf hindeuten, dass die Peritonealmembran durchlässiger geworden ist (sogenannte High-Transport-Membran) oder dass Entzündungen der Membran vorliegen. Der Arzt bewertet die Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen Laborwerten und dem klinischen Zustand des Patienten.

Reference range

Reference interval not establishednot specified

Probenart: serum

No special preparation required; specimen is peritoneal dialysis effluent collected during dialysis

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung von Albumin in der Peritonealdialyse-Flüssigkeit ist klinisch bedeutsam für die Beurteilung der Peritonealmembran-Funktion (Transportcharakteristik). Hohe Albuminverluste sind mit einem erhöhten Risiko für Mangelernährung, reduziertem Körperalbumin und schlechteren klinischen Outcomes verbunden. Der Test hilft auch bei der Unterscheidung zwischen verschiedenen Transporttypen des Peritoneums (niedrig, mittel, hoch), was für die Auswahl des optimalen Dialyse-Regimes wichtig ist. Darüber hinaus kann ein plötzlicher Anstieg des Albuminverlusts auf Komplikationen wie eine Peritonitis (Bauchfellentzündung) oder eine mechanische Problematik des Katheters hinweisen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die Analyse erfolgt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie mit dem Ergebnis rechnen können.
Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Da die Probe aus der Dialyse-Flüssigkeit gewonnen wird, ist keine spezielle Vorbereitung wie Nüchternheit erforderlich. Die Probe wird wie gewohnt während einer regulären Dialyse-Sitzung entnommen.
Was kann ich tun, wenn der Albuminverlust zu hoch ist?
Ihr Arzt wird die Therapie entsprechend anpassen. Dies kann eine Änderung der Dialyselösung, eine Anpassung der Dialyse-Frequenz oder -Verweilzeit, eine Ernährungsberatung zur Erhöhung der Proteinzufuhr oder in manchen Fällen der Wechsel zur Hämodialyse umfassen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein ist besonders wichtig.
Ist ein gewisser Albuminverlust normal?
Ja, ein gewisser Albuminverlust bei der Peritonealdialyse ist normal. Der Körper verliert täglich etwa 5-15 Gramm Albumin über die Dialyse-Flüssigkeit. Entscheidend ist, dass dieser Verlust nicht zu hoch ist und durch die Ernährung ausgeglichen werden kann. Ihr Arzt wird den für Sie optimalen Bereich festlegen.
Wie oft sollte dieser Test durchgeführt werden?
Die Häufigkeit richtet sich nach Ihrem individuellen Zustand und den klinischen Richtlinien. In der Regel wird der Test bei Neueinstellung auf Peritonealdialyse und dann in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 6-12 Monate) durchgeführt. Bei Verdacht auf Komplikationen kann der Test auch kurzfristig wiederholt werden.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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