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Alkalische Phosphatase (AP)

Veröffentlicht: 31. Juli 2026Aktualisiert: 10. August 2026

Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in verschiedenen Geweben des Körpers vorkommt und dessen Aktivität im Blut gemessen wird.

Kurzfassung

Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das hauptsächlich in Leber, Knochen und Darm vorkommt Erhöhte Werte können auf Leber- oder Knochenerkrankungen hinweisen Die Blutuntersuchung erfolgt in der Regel nüchtern Der Test ist ein wichtiger Bestandteil der Leberfunktionsdiagnostik

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 10. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
20426-3
Kurzcode
ALP
Synonyme
ALP Bile SerPl-cCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Serum separator tube (SST/gel tube) or plain red top tube
Einheiten
not specified
Referenz min.
40
Referenz max.
129
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
0–120 Jahre
Methode
Enzymatic colorimetric assay using p-nitrophenyl phosphate (pNPP) substrate
CPT
84075
SNOMED
27018006
Probenvolumen
0.5-1.0 mL serum minimum
Probenstabilität
Room temperature: 2-3 days; Refrigerated (2-8°C): 7 days; Frozen (-20°C): 1 month. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
50
Lipämie max.
300
Ikterus max.
20
Bearbeitungszeit
1–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Die Alkalische Phosphatase (AP) ist ein Enzym, das natürlicherweise in verschiedenen Geweben des menschlichen Körpers vorkommt. Die höchsten Konzentrationen finden sich in der Leber, den Knochen, dem Darm und den Nieren. Bei einer Blutuntersuchung wird die Enzymaktivität im Serum oder Plasma gemessen, um Aufschluss über den Gesundheitszustand dieser Organe zu geben.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Der Test wird häufig als Teil eines Routine-Blutbildes oder eines Leberfunktionspanels angeordnet. Er hilft Ärzten, Erkrankungen der Leber und der Gallenwege zu erkennen. Auch bei Verdacht auf Knochenerkrankungen wie Osteomalazie oder Morbus Paget kann die Alkalische Phosphatase bestimmt werden. Darüber hinaus kann der Test zur Überwachung einer bereits bekannten Lebererkrankung oder zur Kontrolle der Wirkung bestimmter Medikamente verwendet werden.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für die Messung wird eine kleine Menge Blut aus einer Vene entnommen, in der Regel aus der Armbeuge. Die Blutprobe wird dann in ein Labor geschickt, wo die Enzymaktivität der Alkalischen Phosphatase im Serum oder Plasma bestimmt wird. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird usually von medizinischem Fachpersonal durchgeführt.

Reference range

40-129 U/Lnot specified

Probenart: serum

No fasting or special preparation required

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung der Alkalischen Phosphatase ist ein wichtiger Baustein in der Diagnostik von Lebererkrankungen. Erhöhte Werte können auf Lebererkrankungen wie Hepatitis (Leberentzündung), Gallenstauung (Cholestase) oder Leberzirrhose hinweisen. Auch Erkrankungen der Knochen wie Morbus Paget, Osteomalazie (Knochenerweichung) oder aktive Frakturheilung können zu erhöhten Werten führen. Bei Kindern und Jugendlichen sind höhere Werte normal, da der Knochenstoffwechsel in dieser Wachstumsphase aktiver ist.

Erniedrigte Werte der Alkalischen Phosphatase sind seltener und können auf Unterernährung, Magnesiummangel oder seltene genetische Erkrankungen hinweisen. Schwangerschaft, insbesondere im dritten Trimester, kann ebenfalls zu erhöhten Werten führen, was normal ist. Ihr Arzt wird die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit Ihren anderen Laborwerten und Ihren Beschwerden bewerten.

Häufige Fragen

Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Ja, in der Regel wird empfohlen, 8-12 Stunden vor der Blutabnahme nichts zu essen. Wasser trinken ist erlaubt und sollte sogar empfohlen werden, um eine gute Venenfüllung zu gewährleisten. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente können die Ergebnisse beeinflussen, daher informieren Sie Ihren Arzt über alle Präparate, die Sie einnehmen.
Was bedeuten erhöhte AP-Werte?
Erhöhte Werte können verschiedene Ursachen haben. Bei Lebererkrankungen wie Hepatitis, Gallenwegsverschluss oder Leberzirrhose sind die Werte oft deutlich erhöht. Bei Knochenerkrankungen wie Morbus Paget, Osteomalazie oder während der Heilung von Knochenbrüchen können die Werte ebenfalls ansteigen. Auch bei Kindern im Wachstum oder während einer Schwangerschaft sind höhere Werte physiologisch normal. Ihr Arzt wird die Ursache durch weitere Untersuchungen klären.
Gibt es Risiken bei der Blutentnahme?
Die Blutentnahme ist ein routinemäßiger medizinischer Eingriff mit sehr geringen Risiken. Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen sind kleine Blutungen, blaue Flecken (Hämatome) an der Einstichstelle oder in sehr seltenen Fällen eine Infektion. Bei starken Blutgerinnungsstörungen oder der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollten Sie dies dem Personal mitteilen.
Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis erhalte?
Die Laboranalyse selbst dauert meist nur wenige Stunden. Ihr Arzt erhält das Ergebnis in der Regel innerhalb von 1-3 Werktagen. Bei Routineuntersuchungen kann es etwas länger dauern, abhängig vom jeweiligen Labor und der Praxisorganisation.
Können Medikamente die Werte beeinflussen?
Ja, verschiedene Medikamente können die Alkalische Phosphatase beeinflussen. Bestimmte Antibiotika, Epilepsiemittel, Blutdruckmedikamente und Hormone können die Werte erhöhen oder erniedrigen. Auch einige pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können einen Einfluss haben. Informieren Sie Ihren Arzt immer über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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