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Alkalische Phosphatase (AP)

Veröffentlicht: 31. Juli 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das vor allem in Leber, Knochen und Gallenwegen vorkommt und häufig zur Diagnose von Leber- und Knochenkrankheiten bestimmt wird.

Kurzfassung

{"Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in verschiedenen Geweben vorkommt, hauptsächlich in Leber und Knochen.","Erhöhte Werte können auf Lebererkrankungen wie Gallenstau oder Hepatitis hinweisen.","Auch Knochenerkrankungen wie Morbus Paget können die Werte erhöhen.","Die Bestimmung erfolgt aus Blutserum im Rahmen der Leberwerte.","Der Normwert ist abhängig von Alter, Geschlecht und Schwangerschaft."}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
26010-9
Kurzcode
ALP fraction/total ratio
Synonyme
ALP Other CFr SerPl
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
SST (Serum Separator Tube) or plain red top tube
Einheiten
not specified
Referenz min.
44
Referenz max.
147
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
0–120 Jahre
Methode
Electrophoresis, Chromatography, or Immunoassay for ALP isoenzyme fractionation
CPT
84075
SNOMED
271565004
Probenvolumen
0.5-1 mL serum minimum
Probenstabilität
Room temperature: 8 hours; Refrigerated (2-8°C): 7 days; Frozen (-20°C): 30 days. Protect from light.
Hämolyse max.
50
Lipämie max.
300
Ikterus max.
20
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist die Alkalische Phosphatase?

Die Alkalische Phosphatase (AP oder ALP) ist ein Enzym, das chemische Reaktionen im Körper beschleunigt. Sie kommt in verschiedenen Geweben vor, insbesondere in der Leber, den Gallenwegen, den Knochen, dem Darm und den Nieren. Da die AP in verschiedenen Organen vorkommt, können Ärzte durch die Bestimmung der Gesamtwert und eventueller Unterfraktionen erkennen, welches Organ möglicherweise betroffen ist.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Die Bestimmung der Alkalischen Phosphatase gehört zu den routinemäßigen Leberwerten (Leberfunktionstest). Der Arzt kann diesen Test anordnen bei: Verdacht auf Lebererkrankungen wie Hepatitis oder Gallenstau, Knochenerkrankungen wie Morbus Paget oder Osteoporose, unklarem Bauchschmerz, Gelbsucht (Ikterus) oder zur Verlaufskontrolle bei bekannten Leber- oder Knochenerkrankungen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für die Messung wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen, meist aus der Armbeuge. Die Probe wird dann im Labor zentrifugiert, um das Serum zu gewinnen. Anschließend wird die Enzymaktivität im Serum gemessen. Es ist wichtig, dass Sie nüchtern zur Blutentnahme erscheinen, da Nahrungsaufnahme die Werte beeinflussen kann, insbesondere wenn die intestinale Fraktion der AP relevant ist.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Normalwerte variieren je nach Labor und Methode, liegen aber meist zwischen 20 und 140 U/L (Einheiten pro Liter). Erhöhte Werte können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen: Leber- und Gallenerkrankungen (Gallenstau, Hepatitis, Leberzirrhose, Gallensteine), Knochenerkrankungen (Morbus Paget, Knochenmetastasen, Rachitis bei Kindern), oder andere Ursachen wie Schwangerschaft, Medikamente oder Infektionen. Erniedrigte Werte sind seltener und können bei Unterernährung, Schilddrüsenunterfunktion oder bestimmten genetischen Erkrankungen auftreten.

Reference range

44-147 U/Lnot specified

Probenart: serum

No special preparation or fasting required

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die klinische Bedeutung der Alkalischen Phosphatase liegt primarily in der Differentialdiagnose von Leber- und Knochenerkrankungen. Bei isolierter Erhöhung der AP zusammen mit erhöhtem Gamma-GT oder Bilirubin deutet dies auf einen Gallenstau (Cholestase) hin. Bei gleichzeitig erhöhtem AST und ALT liegt eher eine Leberzellschädigung vor. Die Bestimmung von Isoenzymen kann helfen, die Quelle des Enzyms zu identifizieren: die Leber-Fraktion (hepatal) oder die Knochen-Fraktion (osseal). Bei Kindern und Jugendlichen sind höhere Werte normal, da das Knochenwachstum mit erhöhter AP-Aktivität einhergeht.

Häufige Fragen

Muss ich für den Test nüchtern sein?
Ja, in der Regel sollten Sie 8-12 Stunden nüchtern sein, da Nahrungsaufnahme, insbesondere fettreiche Mahlzeiten, die intestinale Fraktion der Alkalischen Phosphatase erhöhen kann. Wasser trinken ist erlaubt.
Können Medikamente die Ergebnisse beeinflussen?
Ja, verschiedene Medikamente können die AP-Werte beeinflussen. Statine, Antibiotika,,某些 Antiepileptika und Kontrazeptiva können die Werte erhöhen oder erniedrigen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Gesamtwert und Unterfraktionen?
Der Gesamtwert misst die gesamte Enzymaktivität im Blut. Die Unterfraktionen (Isoenzyme) stammen aus verschiedenen Organen: die hepatische Fraktion aus der Leber, die osseale Fraktion aus den Knochen, die intestinale Fraktion aus dem Darm und die Plazenta-Fraktion während der Schwangerschaft. Die Bestimmung der Fraktionen kann helfen, die Ursache einer Erhöhung genauer zu lokalisieren.
Sind hohe Werte immer ein Zeichen für eine ernste Erkrankung?
Nicht unbedingt. Leicht erhöhte Werte können auch bei Kindern und Jugendlichen (durch Knochenwachstum), bei Schwangeren (Plazenta-Fraktion) oder nach üppigen Mahlzeiten (intestinale Fraktion) auftreten. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen Befunden und Ihren Symptomen bewerten.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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