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Alkalische Phosphatase im Peritonealflüssigkeit (Bauchwasser)

Veröffentlicht: 31. Juli 2026Aktualisiert: 10. August 2026

Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das hauptsächlich in Leber, Knochen und Darm vorkommt. Die Messung im Bauchwasser hilft Ärzten, die Ursache von Bauchwassereinlagerungen zu erkennen.

Kurzfassung

{"Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das aus verschiedenen Organen stammt","Erhöhte Werte im Bauchwasser können auf Lebererkrankungen oder Tumore hinweisen","Der Test hilft bei der Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Bauchwasser","Die Werte werden mit anderen Untersuchungen kombiniert für eine genaue Diagnose","Eine erhöhte alkalische Phosphatase bedeutet nicht automatisch eine schwere Erkrankung"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 10. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
40410-3
Kurzcode
ALP PF
Synonyme
ALP Prt-cCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile polypropylene specimen container for fluid collection, red-top or gold-top serum separator tube if serum sample collected concurrently
Einheiten
not specified
Referenz min.
25
Referenz max.
150
Kritischer Bereich
— – 300 not specified
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
Spectrophotometric enzymatic assay using para-nitrophenylphosphate (pNPP) substrate at 405 nm wavelength, following International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC) recommendations
CPT
84075
SNOMED
271568005
Probenvolumen
1-2 mL of peritoneal fluid minimum; 3-5 mL preferred for complete analysis
Probenstabilität
Analyze within 2-4 hours of collection. If delay exceeds 4 hours, store at 2-8°C and analyze within 24 hours. Do not freeze peritoneal fluid samples.
Hämolyse max.
0
Lipämie max.
50
Ikterus max.
40
Bearbeitungszeit
2–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test misst die Aktivität der alkalischen Phosphatase (AP) in der Peritonealflüssigkeit, auch Bauchwasser genannt. Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in vielen Geweben des Körpers vorkommt, hauptsächlich aber in der Leber, den Knochen, der Darmschleimhaut und den Nieren. Wenn Bauchwasser vorhanden ist, kann die Untersuchung der alkalischen Phosphatase wichtige Hinweise auf die Ursache der Flüssigkeitsansammlung geben.

Wie wird der Test durchgeführt?

Bei einer Bauchwasserentnahme (Parazentese) wird mit einer dünnen Nadel Flüssigkeit aus der Bauchhöhle entnommen. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung, meist am Krankenbett oder in einer Ambulanz. Die gewonnene Flüssigkeit wird dann im Labor auf den Gehalt an alkalischer Phosphatase untersucht. Der Eingriff ist generally risikoarm, though es kann selten zu Infektionen oder Blutungen kommen.

Warum ist dieser Test wichtig?

Die Bestimmung der alkalischen Phosphatase im Bauchwasser ist ein wichtiges Werkzeug zur Unterscheidung zwischen verschiedenen Ursachen einer Bauchwassereinlagerung (Aszites). Die Ergebnisse helfen Ärzten zu erkennen, ob die Flüssigkeitsansammlung durch eine Lebererkrankung, eine Krebserkrankung, eine Infektion oder andere Ursachen verursacht wird.

Reference range

None establishednot specified

Probenart: serum

No special preparation required; specimen obtained by paracentesis

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase im Bauchwasser können auf folgende Erkrankungen hinweisen: Leberzirrhose und andere Lebererkrankungen, bösartige Tumore des Bauchfells (Peritonealkarzinose), Metastasen anderer Krebsarten im Bauchraum, bakterielle Bauchfellentzündung (peritonitis) sowie Gallenwegserkrankungen. Der Arzt interpretiert die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit anderen Laborwerten und klinischen Befunden.

Normale oder niedrige Werte schließen bestimmte Erkrankungen nicht aus. Die alkalische Phosphatase im Bauchwasser wird daher stets gemeinsam mit anderen Markern wie Gesamteiweiß, Glukose, weißen Blutkörperchen und LDH (Laktatdehydrogenase) betrachtet, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Häufige Fragen

Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Für die Entnahme von Bauchwasser ist in der Regel kein Nüchternsein erforderlich. Ihr Arzt wird Ihnen jedoch spezifische Anweisungen geben, falls diese notwendig sind.
Ist die Bauchwasserentnahme schmerzhaft?
Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie verspüren möglicherweise einen kurzen Stich bei der Nadelinjektion, ansonsten sollte der Eingriff weitgehend schmerzfrei sein.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die Laboranalyse dauert in der Regel wenige Stunden bis einen Tag. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie mit dem Ergebnis rechnen können.
Was bedeutet ein erhöhter Wert?
Ein erhöhter Wert allein bedeutet keine endgültige Diagnose. Ihr Arzt wird die Ergebnisse gemeinsam mit anderen Untersuchungen auswerten, um die Ursache zu bestimmen. Viele Ursachen für erhöhte Werte sind behandelbar.
Gibt es Risiken bei der Bauchwasserentnahme?
Die Bauchwasserentnahme ist ein routinemäßiger Eingriff mit geringem Risiko. Seltene Komplikationen können Infektionen, Blutungen oder Verletzungen der inneren Organe sein. Ihr Arzt wird den Eingriff nur durchführen, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt.
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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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