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Amiodaron-induzierte neutrophile IgG-Antikörper

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test weist IgG-Antikörper gegen neutrophile Granulozyten nach, die durch das Medikament Amiodaron verursacht werden können.

Kurzfassung

{"Der Test dient der Diagnose einer durch Amiodaron verursachten Neutropenie (Abnahme der weißen Blutkörperchen)","Es handelt sich um eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung des Herzmedikaments Amiodaron","Die Analyse erfolgt mittels Durchflusszytometrie aus Serum","Bei positivem Befund ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
73068-9
Kurzcode
Amiodarone (neut) IgG SerPl Ql FC
Synonyme
Amiodarone (neut) IgG SerPl Ql FC
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
flow-cytometry
CPT
82784
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test Amiodaron-induzierte neutrophile IgG-Antikörper dient dem Nachweis von spezifischen Antikörpern (IgG) gegen die eigenen neutrophilen Granulozyten (eine Art weißer Blutkörperchen), die durch die Einnahme des Medikaments Amiodaron gebildet werden. neutrophile Granulozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen. Bei diesem Test wird mittels Durchflusszytometrie untersucht, ob im Serum des Patienten Antikörper vorhanden sind, die sich gegen diese Zellen richten.

Amiodaron ist ein häufig eingesetztes Medikament zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmikum). Eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkung dieses Medikaments ist die Neutropenie, bei der die Anzahl der neutrophilen Granulozyten im Blut gefährlich sinkt. Dies kann zu schweren Infektionen führen.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Der Nachweis von Amiodaron-induzierten neutrophilen IgG-Antikörpern ist klinisch bedeutsam für die Diagnose einer medikamenteninduzierten Neutropenie oder Agranulozytose. Bei Patienten unter Amiodaron-Therapie, die Symptome wie Fieber, Halsschmerzen, Infektionen oder ungewöhnliche Müdigkeit entwickeln, kann dieser Test helfen, die Ursache der niedrigen Neutrophilenzahl zu identifizieren. Ein positiver Befund bestätigt, dass das Immunsystem des Patienten Antikörper gegen die eigenen neutrophilen Granulozyten bildet, was durch Amiodaron ausgelöst wurde. In diesem Fall muss das Medikament in Absprache mit dem Arzt sofort abgesetzt und eine alternative Therapie eingeleitet werden.

Häufige Fragen

Warum wird dieser Test durchgeführt?
Dieser Test wird durchgeführt, wenn ein Patient unter Amiodaron-Therapie Symptome einer Neutropenie entwickelt, wie z.B. Fieber, wiederholte Infektionen, Geschwüre im Mund oder starke Müdigkeit. Er hilft dem Arzt zu unterscheiden, ob die Neutropenie durch eine Nebenwirkung von Amiodaron oder durch andere Ursachen (z.B. Infektionen, andere Medikamente, Knochenmarkerkrankungen) verursacht wird.
Wie wird der Test durchgeführt?
Für den Test wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen. Das Serum wird dann im Labor mittels Durchflusszytometrie (Flow Cytometry) analysiert. Diese Methode ermöglicht die präzise Identifizierung und Quantifizierung von IgG-Antikörpern, die an der Oberfläche der neutrophilen Granulozyten gebunden sind.
Was bedeutet ein positiver Befund?
Ein positiver Befund bedeutet, dass IgG-Antikörper gegen neutrophile Granulozyten im Blut nachgewiesen wurden. Dies bestätigt die Diagnose einer Amiodaron-induzierten Neutropenie. In diesem Fall ist es wichtig, sofort einen Arzt zu kontaktieren, da das Medikament abgesetzt werden muss, um schwere Infektionen zu verhindern. Die Behandlung muss immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Wie häufig ist diese Nebenwirkung von Amiodaron?
Eine durch Amiodaron verursachte Neutropenie ist eine seltene Nebenwirkung, die bei etwa 1-2 % der behandelten Patienten auftritt. Sie tritt usually innerhalb der ersten Wochen bis Monate der Behandlung auf. Regelmäßige Blutbildkontrollen werden daher bei Patienten unter Amiodaron-Therapie empfohlen, insbesondere in den ersten Behandlungsmonaten.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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