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Ammoniak im arteriellen Blut

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 17. August 2026

Dieser Test misst die Konzentration von Ammoniak in Ihrem arteriellen Blut und hilft bei der Diagnose von Stoffwechselstörungen.

Kurzfassung

{"Ammoniak ist ein Abfallprodukt des Eiweißstoffwechsels","Erhöhte Werte können auf Leber- oder Nierenerkrankungen hinweisen","Der Test wird meist aus einer Arterie entnommen","Normale Werte liegen zwischen 15-45 μmol/L","Ernährung und Medikamente können das Ergebnis beeinflussen"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 17. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
93684-9
Kurzcode
Ammonia BldA-sCnc
Synonyme
Ammonia BldA-sCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
whole-blood
Probenbehälter
Lavender-top (EDTA)
Einheiten
N/A
Kritischer Bereich
— – 200 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
3 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h
Hämolyse max.
0
Lipämie max.
0
Ikterus max.
0
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Ammoniak-Bluttest misst die Menge an Ammoniak (NH3) in Ihrem arteriellen Blut. Ammoniak entsteht beim Abbau von Proteinen im Körper und wird normalerweise von der Leber verarbeitet und von den Nieren ausgeschieden. Wenn diese Organe nicht richtig funktionieren, kann sich Ammoniak im Blut ansammeln und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Arterie (meist am Handgelenk oder in der Leiste) entnommen. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Fachpersonal. Es ist wichtig, dass Sie vor dem Test nüchtern sind (6-12 Stunden nichts essen), nicht rauchen und bestimmte Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem Arzt absetzen, da diese das Ergebnis beeinflussen können. Das Blut wird in einem speziellen Röhrchen auf Eis gekühlt und schnell ins Labor transportiert.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Normalwerte liegen typischerweise zwischen 15-45 μmol/L (Mikromol pro Liter). Erhöhte Werte (Hyperammonämie) können auf Leberzirrhose, Leberversagen, Niereninsuffizienz, angeborene Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente hinweisen. Stark erhöhte Werte können zu neurologischen Symptomen wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder sogar Koma führen. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Kontext Ihrer Gesamtsituation bewerten.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung von Ammoniak im arteriellen Blut ist wichtig für die Diagnose und Überwachung von Lebererkrankungen, insbesondere bei Verdacht auf hepatische Enzephalopathie. Der Test wird auch bei angeborenen Stoffwechselstörungen (z.B. Harnstoffzyklusdefekte) eingesetzt, um die Wirksamkeit einer Behandlung zu überprüfen. Bei Patienten mit Leberzirrhose dient der Ammoniakwert als einer der Marker zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs und zur Erkennung eines drohenden Leberversagens.

Häufige Fragen

Warum wird arterielles Blut statt venöses Blut verwendet?
Arterielles Blut gibt einen genaueren Wert der Ammoniakkonzentration wider, die tatsächlich zu den Organen transportiert wird. Venöses Blut kann durch die Aufnahme von Ammoniak aus dem Gewebe beeinflusst sein, was zu falsch hohen Werten führen kann.
Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Ja, es ist wichtig, 6-12 Stunden vor dem Test zu fasten. Vermeiden Sie auch das Rauchen und körperliche Anstrengung vor der Blutentnahme. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, da einige (z.B. Diuretika, Valproat) die Ammoniakwerte beeinflussen können.
Was sind die Symptome eines erhöhten Ammoniakspiegels?
Zu den Symptomen gehören Verwirrtheit, Desorientiertion, Schläfrigkeit, undeutliche Sprache, Zittern und in schweren Fällen Koma. Bei chronisch erhöhten Werten können auch Persönlichkeitsveränderungen auftreten.
Wie wird ein erhöhter Ammoniakwert behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Lebererkrankungen können Lactulose und Antibiotika (z.B. Rifaximin) eingesetzt werden, um die Ammoniakproduktion zu reduzieren und die Ausscheidung zu fördern. Eine eiweißarme Ernährung kann ebenfalls helfen. Bei angeborenen Stoffwechselstörungen sind spezielle Diäten und Medikamente notwendig.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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