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Ammoniak im Blut (Serum) bei Dialyse

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 17. August 2026

Dieser Test misst die Ammoniakkonzentration im Blut von Dialysepatienten, um die Wirksamkeit der Dialysebehandlung zu überwachen.

Kurzfassung

{"Ammoniak ist ein giftiges Abfallprodukt, das bei Nierenversagen im Blut ansammelt","Die Dialyse entfernt Ammoniak aus dem Blut","Der Test hilft Ärzten zu prüfen, ob die Dialyse ausreichend funktioniert","Erhöhte Werte können auf eine unzureichende Dialyse oder Leberprobleme hinweisen","Die Blutentnahme erfolgt meist vor und nach einer Dialysebehandlung"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 17. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
54349-6
Kurzcode
Ammonia Dial fld-mCnc
Synonyme
Ammonia Dial fld-mCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Kritischer Bereich
— – 200 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Ammoniak-Test im Serum misst die Menge an Ammoniak (Ammoniak = Ammonium) in Ihrem Blut. Ammoniak ist ein Stoffwechselabfallprodukt, das normalerweise von der Leber abgebaut und von den Nieren ausgeschieden wird. Bei Patienten mit Nierenversagen, die sich einer Dialyse unterziehen, können sich hohe Ammoniakwerte im Blut ansammeln, weil die Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten und die Dialyse diese Giftstoffe entfernen muss.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Dieser Test wird hauptsächlich bei Patienten mit chronischem Nierenversagen durchgeführt, die sich regelmäßig einer Dialyse unterziehen. Er dient dazu: die Effektivität der Dialysebehandlung zu überprüfen, festzustellen, ob genügend Giftstoffe aus dem Blut entfernt werden, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und die Behandlungseinstellung zu optimieren. Ihr Arzt kann anhand der Ergebnisse entscheiden, ob die Dialysedauer oder -häufigkeit angepasst werden muss.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Vene (in der Regel aus dem Arm) entnommen. Die Blutentnahme erfolgt meistens zu zwei Zeitpunkten: direkt vor einer Dialysebehandlung und unmittelbar danach. Dies ermöglicht einen Vergleich und zeigt, wie effektiv die Dialyse den Ammoniak entfernt hat. Die Blutprobe wird dann in einem Labor analysiert, um die Ammoniakkonzentration zu bestimmen. Es ist wichtig, dass Sie vor der Blutentnahme nüchtern sind, da Nahrung die Ammoniakwerte beeinflussen kann.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Ergebnisse zeigen die Ammoniakkonzentration in Ihrer Blutprobe. Normalerweise liegen die Werte bei Dialysepatienten nach einer Behandlung unter einem bestimmten Grenzwert. Wenn die Ammoniakwerte auch nach der Dialyse noch erhöht sind, kann dies bedeuten, dass die Dialyse nicht ausreichend wirkt oder dass zusätzliche Probleme vorliegen. Sehr hohe Ammoniakwerte können zu Symptomen wie Verwirrtheit, Müdigkeit, Zittern oder in schweren Fällen zu Bewusstseinsstörungen führen. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Zusammenhang mit Ihrem Gesamtzustand und anderen Laborwerten interpretieren.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Messung von Ammoniak im Serum bei Dialysepatienten ist von großer klinischer Bedeutung. Erhöhte Ammoniakwerte können auf eine unzureichende Dialysebehandlung hinweisen, was eine Anpassung der Therapie erfordert. Darüber hinaus können hohe Ammoniakwerte auch auf Leberfunktionsstörungen hinweisen, da die Leber normalerweise Ammoniak abbaut. Chronisch erhöhte Ammoniakwerte können zu einer hepatischen Enzephalopathie führen, die das Gehirn beeinträchtigt und Symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten, Persönlichkeitsveränderungen und in schweren Fällen Koma verursachen kann. Die regelmäßige Überwachung der Ammoniakwerte hilft, Komplikationen zu vermeiden und die Dialysetherapie zu optimieren.

Häufige Fragen

Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Ja, für zuverlässige Ergebnisse sollten Sie vor der Blutentnahme nüchtern sein (mindestens 8 Stunden nichts essen). Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, da einige Präparate die Ammoniakwerte beeinflussen können. Vermeiden Sie auch intensive körperliche Anstrengung vor dem Test, da diese die Werte erhöhen kann.
Wie oft wird dieser Test durchgeführt?
Die Häufigkeit der Tests hängt von Ihrem individuellen Gesundheitszustand ab. Bei stabilen Dialysepatienten wird der Ammoniak-Test in der Regel alle paar Monate durchgeführt. Bei Problemen mit der Dialysewirksamkeit oder bei Symptomen einer Ammoniakvergiftung kann der Test auch häufiger angeordnet werden.
Was kann ich tun, wenn meine Ammoniakwerte erhöht sind?
Wenn Ihre Ammoniakwerte trotz Dialyse erhöht sind, wird Ihr Arzt die Behandlung anpassen. Dies kann eine Verlängerung der Dialysedauer, eine Erhöhung der Dialysefrequenz oder eine Änderung der Dialysemethode umfassen. Manchmal können auch Medikamente verordnet werden, die die Ammoniakproduktion im Darm reduzieren. Eine proteinreduzierte Ernährung kann ebenfalls helfen, die Ammoniakbelastung zu verringern.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Blutentnahme für den Ammoniak-Test ist ein routinemäßiger Eingriff und dauert nur wenige Sekunden. Sie verspüren möglicherweise einen kurzen Pikser, wenn die Nadel eingeführt wird. Nach der Entnahme kann an der Stelle ein kleiner blauer Fleck entstehen, der jedoch schnell abheilt.
Welche Symptome deuten auf hohe Ammoniakwerte hin?
Symptome eines erhöhten Ammoniakspiegels können Müdigkeit, Verwirrtheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Zittern (Tremor), ungewöhnliche Schläfrigkeit, Übelkeit und in schweren Fällen Bewusstseinsveränderungen sein. Wenn Sie solche Symptome bemerken, sollten Sie umgehend Ihren Arzt informieren.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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