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Ammoniak-Bluttest

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 17. August 2026

Der Ammoniak-Test misst die Menge an Ammoniak in Ihrem Blutplasma und hilft bei der Beurteilung der Leberfunktion.

Kurzfassung

{"Ammoniak ist ein Abfallprodukt, das normalerweise von der Leber verarbeitet wird","Erhöhte Werte können auf Lebererkrankungen oder Stoffwechselstörungen hinweisen","Der Test erfordert meist nüchterne Verhältnisse (8-12 Stunden ohne Essen)","Rauchen und körperliche Anstrengung sollten vor dem Test vermieden werden","Ergebnisse werden in Mikromol pro Liter (μmol/L) angegeben"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 17. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
22763-7
Kurzcode
Ammonia Plas-mCnc
Synonyme
Ammonia Plas-mCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
plasma
Probenbehälter
Lavender-top (EDTA) or Green-top (Heparin)
Einheiten
N/A
Kritischer Bereich
— – 200 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Ammoniak-Test ist eine Blutuntersuchung, die die Konzentration von Ammoniak (Ammonium) in Ihrem Plasma misst. Ammoniak entsteht als natürliches Abfallprodukt beim Eiweißstoffwechsel und muss von der Leber verarbeitet werden. Die Leber wandelt Ammoniak in Harnstoff um, der dann über die Nieren ausgeschieden wird.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Vene (in der Regel aus der Armbeuge) entnommen. Die Probe wird dann in ein Labor geschickt, wo die Ammoniakkonzentration im Plasma gemessen wird. Es ist wichtig, dass Sie vor der Blutentnahme nüchtern sind (in der Regel 8-12 Stunden nichts essen), nicht rauchen und keine körperliche Anstrengung betreiben, da diese Faktoren die Ammoniakwerte beeinflussen können.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Normalwerte liegen typischerweise zwischen 15-45 μmol/L (Mikromol pro Liter), können aber je nach Labor leicht variieren. Erhöhte Ammoniakwerte können auf Lebererkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberversagen, hepatische Enzephalopathie, Reye-Syndrom oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen hinweisen. Erniedrigte Werte sind selten und haben meist keine klinische Bedeutung.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Der Ammoniak-Test ist besonders wichtig für die Diagnose und Überwachung von Lebererkrankungen. Bei einer Leberfunktionsstörung kann die Ammoniak-Clearance vermindert sein, was zu einem Anstieg der Blutwerte führt. Hohe Ammoniakwerte können neurologische Symptome wie Verwirrtheit, Zittern, Gangstörungen und in schweren Fällen sogar Koma verursachen. Der Test wird auch verwendet, um die Wirksamkeit einer Behandlung zu überwachen und um Patienten mit hepatischer Enzephalopathie zu kontrollieren.

Zusätzlich kann der Test bei Verdacht auf angeborene Stoffwechselstörungen (z.B. Harnstoffzyklusdefekte) eingesetzt werden. Bestimmte Medikamente wie Valproat, Diuretika oder Lactulose können ebenfalls die Ammoniakwerte beeinflussen und sollten dem Arzt vor dem Test mitgeteilt werden.

Häufige Fragen

Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Ja, in der Regel sollten Sie 8-12 Stunden nüchtern sein. Vermeiden Sie Rauchen und körperliche Anstrengung vor der Blutentnahme. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, da einige Präparate die Ergebnisse beeinflussen können.
Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis erhalte?
Die Analyse erfolgt meist innerhalb weniger Stunden, da Ammoniak eine instabile Verbindung ist und schnell gemessen werden sollte. In den meisten Fällen erhalten Sie das Ergebnis innerhalb von 1-2 Tagen.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Blutentnahme kann kurzzeitig ein leichtes Stechen oder Brennen verursachen, ähnlich wie bei jeder anderen Blutabnahme. Nach der Entnahme kann an der Stelle ein kleiner blauer Fleck entstehen, der jedoch schnell wieder verschwindet.
Was tun bei erhöhten Ammoniakwerten?
Erhöhte Werte erfordern immer eine ärztliche Beurteilung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann Medikamente (z.B. Lactulose, Rifaximin), eine Ernährungsumstellung mit reduziertem Eiweißkonsum oder die Behandlung der zugrundeliegenden Lebererkrankung umfassen. In schweren Fällen kann ein stationärer Aufenthalt notwendig sein.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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