Ammoniak im Blut (Serum)
Der Ammoniak-Bluttest misst die Konzentration von Ammoniak in Ihrem Blut und hilft bei der Beurteilung der Leberfunktion.
{"Ammoniak ist ein Abfallprodukt, das normalerweise von der Leber verarbeitet wird","Erhöhte Werte können auf Lebererkrankungen oder Stoffwechselstörungen hinweisen","Der Test wird oft bei Verwirrtheit oder Koma unklarer Ursache durchgeführt","Vor dem Test sollten Sie nüchtern sein und nicht rauchen","Die Blutprobe muss schnell verarbeitet werden"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 20684-7
- Kurzcode
- Ammonia Ser-mCnc
- Synonyme
- Ammonia Ser-mCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Kritischer Bereich
- — – 200 N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Ammoniak-Bluttest misst die Menge an Ammoniak (NH3) in Ihrem Blutserum. Ammoniak ist ein natürliches Abfallprodukt, das beim Abbau von Proteinen entsteht. Unter normalen Bedingungen verarbeitet die Leber das Ammoniak zu Harnstoff, der dann über die Nieren ausgeschieden wird. Wenn die Leber nicht richtig funktioniert, kann sich Ammoniak im Blut ansammeln und zu gesundheitlichen Problemen führen.
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, um: Ihre Leberfunktion zu beurteilen, eine hepatische Enzephalopathie (eine Hirnerkrankung aufgrund von Leberversagen) zu diagnostizieren oder zu überwachen, das Reye-Syndrom auszuschließen, die Ursache von unerklärlicher Verwirrtheit, Lethargie oder Koma zu finden, oder um angeborene Stoffwechselstörungen zu erkennen. Der Test wird auch verwendet, um den Verlauf einer Lebererkrankung zu überwachen.
Wie wird der Test durchgeführt?
Für den Test wird Ihnen eine Blutprobe aus einer Vene entnommen, meist aus der Armbeuge. Die Probe wird auf Eis gelegt und schnell ins Labor gebracht, da Ammoniak sich schnell zersetzt. Vor dem Test sollten Sie mindestens 8-12 Stunden nüchtern sein und nicht rauchen, da dies die Ergebnisse beeinflussen kann. Vermeiden Sie auch anstrengende körperliche Aktivität vor der Blutentnahme.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Normalwerte variieren je nach Labor, liegen aber meist zwischen 15-45 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dL). Erhöhte Werte können auf Leberzirrhose, akutes Leberversagen, hepatische Enzephalopathie, das Reye-Syndrom, Nierenversagen, starke Magen-Darm-Blutungen oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen hinweisen. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Kontext Ihrer Gesamtsituation und anderer Testergebnisse interpretieren.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die Bestimmung des Ammoniakspiegels ist besonders wichtig bei der Diagnose und Überwachung von Lebererkrankungen. Bei Leberversagen kann Ammoniak die Blut-Hirn-Schranke überwinden und zu einer hepatischen Enzephalopathie führen, die sich durch Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen, Zittern und im schweren Fall durch Koma äußert. Bei Kindern mit viralen Infektionen kann der Test helfen, das Reye-Syndrom auszuschließen, eine seltene aber lebensbedrohliche Erkrankung. Die Ergebnisse werden immer zusammen mit anderen Leberfunktionstests und dem klinischen Bild des Patienten interpretiert.
Häufige Fragen
Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Wie lange dauert es, bis ich meine Ergebnisse erhalte?
Sind die Ergebnisse immer zuverlässig?
Was passiert, wenn mein Ammoniakwert erhöht ist?
Quellen
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- 2
- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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