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Ammoniak im Serum

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 17. August 2026

Dieser Test misst die Konzentration von Ammoniak in Ihrem Blut und dient der Beurteilung Ihrer Leberfunktion sowie der Diagnose von Stoffwechselstörungen.

Kurzfassung

{"Ammoniak ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, das normalerweise von der Leber verarbeitet wird","Erhöhte Werte können auf Lebererkrankungen oder Stoffwechselprobleme hinweisen","Die Blutentnahme erfolgt nüchtern am Morgen","Das Ergebnis wird immer im Zusammenhang mit anderen Leberwerten bewertet"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 17. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
1841-6
Kurzcode
Ammonia Ser-sCnc
Synonyme
Ammonia Ser-sCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Kritischer Bereich
— – 200 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Ammoniaktest misst die Menge an Ammoniak (NH3) in Ihrem Blutserum. Ammoniak entsteht beim Abbau von Proteinen und Aminosäuren im Körper. Unter normalen Bedingungen wird Ammoniak in der Leber zu Harnstoff umgewandelt, der dann über die Nieren ausgeschieden wird. Daher ist die Bestimmung der Ammoniakkonzentration ein wichtiger Marker für die Leberfunktion.

Für die Untersuchung wird Ihnen eine Blutprobe aus einer Vene entnommen. Die Probe wird dann im Labor analysiert, um den Ammoniakgehalt zu bestimmen. Es ist wichtig, dass Sie vor der Blutentnahme nüchtern sind, da Nahrungsaufnahme die Ergebnisse beeinflussen kann.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Erhöhte Ammoniakwerte können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen: Leberzirrhose, Leberversagen, hepatische Enzephalopathie, portosystemische Shunts, Reye-Syndrom bei Kindern sowie bestimmte angeborene Stoffwechselerkrankungen wie den Harnstoffzyklusdefekt. Bei Patienten mit Lebererkrankungen dient die Ammoniakbestimmung auch zur Beurteilung des Schweregrades einer hepatischen Enzephalopathie.

Erniedrigte Werte sind selten und haben meist keine klinische Bedeutung. Der Test wird häufig zusammen mit anderen Leberfunktionstests (GPT, GOT, Bilirubin, Quick-Wert) durchgeführt, um ein umfassendes Bild der Leberfunktion zu erhalten.

Häufige Fragen

Warum muss ich nüchtern zur Blutentnahme erscheinen?
Nahrungsaufnahme, insbesondere proteinreiche Mahlzeiten, kann den Ammoniakspiegel vorübergehend erhöhen. Daher sollten Sie mindestens 8-12 Stunden vor der Blutentnahme nichts essen. Wasser trinken ist in der Regel erlaubt.
Welche Symptome können auf hohe Ammoniakwerte hinweisen?
Erhöhte Ammoniakwerte können Symptome wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Zittern (Tremor), verlangsamte Reaktionen und in schweren Fällen Koma verursachen. Diese Symptome werden als hepatische Enzephalopathie bezeichnet.
Wie werden erhöhte Werte behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Lebererkrankungen kann eine eiweißarme Ernährung, Medikamente wie Laktulose oder Rifaximin sowie die Behandlung der Grunderkrankung helfen, den Ammoniakspiegel zu senken.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Blutentnahme wird wie bei anderen Bluttests durchgeführt. Sie verspüren einen kurzen Stich, ähnlich wie bei einer Standard-Blutabnahme. Nach der Entnahme kann an der Einstichstelle ein kleiner blauer Fleck entstehen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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