Harnsediment-Untersuchung auf Ammoniumuratkristalle
Dieser Test untersucht den Urin unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Ammoniumuratkristallen, die auf bestimmte Stoffwechselstörungen oder Harnwegsinfektionen hinweisen können.
{"Ammoniumuratkristalle sind salzartige Ablagerungen im Urin","Sie entstehen häufig bei alkalchem (basischem) Urin","Der Test hilft bei der Diagnose von Harnwegsinfektionen und Nierensteinen","Die Probenentnahme erfolgt durch einen einfachen Urinbeitest","Auffällige Ergebnisse erfordern meist weitere Untersuchungen"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 53130-1
- Kurzcode
- Amm Urate Cry #/area UrnS LPF
- Synonyme
- Amm Urate Cry #/area UrnS LPF
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- urine
- Probenbehälter
- Sterile urine container
- Einheiten
- N/A
- Referenz min.
- 3.5
- Referenz max.
- 7.2
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- microscopy-light-lpf
- Probenvolumen
- 10 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 2h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 0
- Lipämie max.
- 0
- Ikterus max.
- 0
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Test bestimmt die Anzahl von Ammoniumuratkristallen im Harnsediment unter dem Mikroskop. Dabei wird ein kleiner Tropfen Urin bei geringer Vergrößerung untersucht. Das Ergebnis wird als Anzahl der Kristalle pro Sichtfeld angegeben.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Für den Test wird eine Urinprobe benötigt. Am besten geeignet ist der erste Morgenurin, da er am konzentriertesten ist. Die Probe wird zentrifugiert, um die festen Bestandteile (das Sediment) zu konzentrieren. Dieser Niederschlag wird dann unter dem Mikroskop untersucht, um Kristalle, Zellen und andere Bestandteile zu identifizieren und zu zählen.
Was sind Ammoniumuratkristalle?
Ammoniumuratkristalle sind eine Form von Harnsäuresalzen, die entstehen, wenn der Urin basisch (alkalisch) ist. Unter dem Mikroskop erscheinen sie oft als gelbe oder braune, kugelförmige Gebilde mit einem charakteristischen stacheligen Rand. Sie können verschiedene Formen haben, oft sehen sie aus wie kleine Dörnchen oder Kristallhaufen.
Was bedeutet das Ergebnis?
Normalerweise finden sich keine oder nur sehr wenige Ammoniumuratkristalle im Urin. Werden viele Kristalle gefunden, kann dies auf verschiedene Bedingungen hinweisen. Ihr Arzt wird das Ergebnis zusammen mit anderen Urinbefunden und Ihren Symptomen interpretieren.
Reference range
NCBI: Uric Acid Male 3.5-7.2 mg/dL; Female 2.5-6.8 mg/dLN/A
No special preparation usually required. Stay well hydrated. Inform your healthcare provider of all medications and supplements you are taking.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Das Vorhandensein von Ammoniumuratkristallen im Urin kann auf folgende Bedingungen hinweisen: Harnwegsinfektionen durch bestimmte Bakterien (z.B. Proteus, Pseudomonas), die den Harnstoff im Urin in Ammoniak umwandeln und so den Urin basisch machen; Nierensteine, insbesondere Harnsäuresteine; Störungen des Säure-Basen-Haushalts; bestimmte Stoffwechselerkrankungen. In seltenen Fällen können Ammoniumuratkristalle auch bei Gesunden auftreten, insbesondere nach einer proteinreichen Mahlzeit.
Der Befund wird immer im Gesamtkontext betrachtet. Der Arzt berücksichtigt den pH-Wert des Urins, das Vorhandensein von weißen Blutkörperchen (Hinweis auf Infektion), roten Blutkörperchen und anderen Kristallarten. Zusammen mit Ihren Beschwerden und anderen Untersuchungsergebnissen kann dann eine Diagnose gestellt werden.
Häufige Fragen
Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Ist der Test schmerzhaft?
Was tun bei auffälligem Ergebnis?
Kann ich etwas tun, um Kristalle zu vermeiden?
Wie lange dauert das Ergebnis?
Quellen
- 1
- 2
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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