Amylase im Fruchtwasser
Die Amylase-Bestimmung im Fruchtwasser ist ein Laborwert, der die Reifung der fetalen Lunge beurteilt.
{"Amylase ist ein Enzym, das Kohlenhydrate abbaut","Die Messung erfolgt im Fruchtwasser während der Schwangerschaft","Hohe Amylase-Werte deuten auf eine reife fetale Lunge hin","Der Test hilft Ärzten, die Lungereife des Ungeborenen einzuschätzen","Er wird meist in den letzten Wochen der Schwangerschaft durchgeführt"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 14392-5
- Kurzcode
- Amylase Amn-cCnc
- Synonyme
- Amylase Amn-cCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- fluid
- Probenbehälter
- Sterile tube
- Einheiten
- N/A
- Kritischer Bereich
- — – 500 N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 2-5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 2h, Refrigerated: 24h
- Hämolyse max.
- 300
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Amylase-Test im Fruchtwasser (Amniotic fluid) misst die Aktivität des Enzyms Amylase in der Flüssigkeit, die das ungeborene Kind umgibt. Amylase wird von verschiedenen fetalen Geweben produziert, insbesondere von der Lunge und den Speicheldrüsen. Da die Amylase-Konzentration im Fruchtwasser mit der Reifung der fetalen Lunge ansteigt, kann dieser Test Ärzten helfen zu beurteilen, ob die Lunge des Babys bereits ausgereift ist.
Wie wird der Test durchgeführt?
Um Fruchtwasser für die Untersuchung zu gewinnen, führt der Arzt unter Ultraschallkontrolle eine dünne Nadel durch die Bauchdecke der Schwangeren in die Fruchtblase ein (Amniozentese). Dieser Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird meist ab der 34. Schwangerschaftswoche durchgeführt, wenn eine frühzeitige Entbindung in Betracht gezogen wird.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Ergebnisse werden normalerweise als enzymatische Aktivität pro Volumen angegeben. Ein hoher Amylase-Wert im Fruchtwasser deutet darauf hin, dass die fetale Lunge bereits ausgereift ist und das Baby nach der Geburt eigenständig atmen kann. Niedrige Werte können auf eine noch nicht vollständig entwickelte Lunge hinweisen, was insbesondere bei einer vorzeitigen Entbindung relevant ist.
Ist der Test sicher?
Die Amniozentese ist ein routinemäßiger Eingriff in der Pränatalmedizin, der mit einem geringen Risiko verbunden ist. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt bei etwa 0,1-0,3%. Der Arzt wird den Eingriff nur dann empfehlen, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt, например bei Verdacht auf verzögerte Lungenreifung oder wenn eine frühzeitige Entbindung geplant ist.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die Amylase-Bestimmung im Fruchtwasser dient hauptsächlich der Beurteilung der fetalen Lungenreife. Hohe Amylase-Werte zeigen an, dass die Lunge des Babys genügend Surfactant produziert, eine substance, die das Atmen nach der Geburt ermöglicht. Dies ist besonders wichtig bei Schwangerschaftskomplikationen, die eine frühzeitige Entbindung erforderlich machen könnten. Der Test kann auch bei Verdacht auf fetale Belastung oder bestimmte Erkrankungen der Plazenta eingesetzt werden.
Zusätzlich kann die Amylase-Messung zusammen mit anderen Markern (wie Phosphatidylglycerol) verwendet werden, um ein vollständiges Bild der Lungenreife zu erhalten. Bei Diabetikerinnen oder bei bestimmten Schwangerschaftsrisiken kann der Test besonders wertvoll sein, um den optimalen Zeitpunkt für eine Entbindung zu bestimmen.
Häufige Fragen
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Tut die Amniozentese weh?
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Gibt es Alternativen zu diesem Test?
Was passiert, wenn die Amylase-Werte niedrig sind?
Quellen
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- 2
- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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