Amylase im Liquor (Gehirnflüssigkeit)
Dieser Test misst die Amylase-Konzentration in der Gehirnflüssigkeit (Liquor) zur Diagnose von Erkrankungen des Nervensystems.
{"Amylase ist ein Enzym, das normalerweise nicht in hoher Konzentration in der Gehirnflüssigkeit vorkommt","Erhöhte Werte können auf Infektionen wie Meningitis oder Hirntumore hinweisen","Die Untersuchung hilft Ärzten, Erkrankungen des zentralen Nervensystems zu erkennen","Die Probe wird durch eine Lumbalpunktion (Rückenmarkspunktion) gewonnen","Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Stunden vor"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 14389-1
- Kurzcode
- Amylase CSF-cCnc
- Synonyme
- Amylase CSF-cCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- csf
- Probenbehälter
- Sterile tube
- Einheiten
- N/A
- Kritischer Bereich
- — – 500 N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 1-2 mL
- Probenstabilität
- Immediate analysis required, Refrigerated: 1h
- Hämolyse max.
- 200
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Amylase-Test im Liquor (auch Liquor-Amylase genannt) misst die Aktivität des Enzyms Amylase in der Gehirnflüssigkeit, dem sogenannten Liquor cerebrospinalis. Diese Flüssigkeit umgibt das Gehirn und das Rückenmark und schützt sie vor Stößen und Infektionen.
Amylase ist ein Verdauungsenzym, das normalerweise vor allem in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und den Speicheldrüsen vorkommt. Im gesunden Liquor sollte Amylase nur in sehr geringen Mengen oder gar nicht vorhanden sein.
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung des zentralen Nervensystems besteht. Der Test hilft dabei, verschiedene Zustände zu erkennen oder auszuschließen, darunter:
• Entzündungen der Hirnhaut (Meningitis) • Hirntumore oder Metastasen • Verletzungen des Gehirns oder Rückenmarks • Hirnblutungen • Bestimmte neurodegenerative Erkrankungen
Wie wird die Probe gewonnen?
Die Liquorprobe wird durch eine Lumbalpunktion gewonnen. Dabei wird eine dünne Nadel zwischen zwei Lendenwirbeln eingeführt, um Liquor aus dem Wirbelkanal zu entnen. Dieser Eingriff wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Erhöhte Amylase-Werte im Liquor können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Ihr Arzt wird das Ergebnis immer im Zusammenhang mit anderen Befunden und Ihren klinischen Symptomen interpretieren.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Erhöhte Amylase im Liquor: Kann auf eine bakterielle oder tuberkulöse Meningitis, Hirntumore (insbesondere Pankreaskarzinom-Metastasen), intrakranielle Blutungen, Schädel-Hirn-Trauma oder entzündliche Erkrankungen des ZNS hinweisen. Auch beiLiquorfisteln kann Amylase erhöht sein.
Normale Amylase-Werte: Deuten darauf hin, dass keine der oben genannten Erkrankungen vorliegt, schließen aber andere Erkrankungen nicht vollständig aus. Der Arzt wird das Ergebnis gemeinsam mit anderen Liquorparametern (wie Zellzahl, Eiweiß, Glucose) bewerten.
Häufige Fragen
Ist die Lumbalpunktion schmerzhaft?
Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Kann nur ein erhöhter Wert krankhaft sein?
Gibt es Risiken bei der Liquorentnahme?
Quellen
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- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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