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Amylase (α-Amylase) Bluttest

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Der Amylase-Bluttest misst die Konzentration des Enzyms Amylase im Blut, das hauptsächlich von der Bauchspeicheldrüse und den Speicheldrüsen produziert wird.

Kurzfassung

{"Amylase ist ein Verdauungsenzym, das Stärke und Kohlenhydrate abbaut","Erhöhte Werte können auf Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) hinweisen","Der Test wird meist bei Bauchschmerzen durchgeführt","Normale Werte liegen zwischen 28-100 U/L (laborabhängig)","Sowohl erhöhte als auch erniedrigte Werte können krankhaft sein"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
1802-8
Kurzcode
Amylase P1 SerPl-cCnc
Synonyme
Amylase P1 SerPl-cCnc
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Kritischer Bereich
— – 500 N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist der Amylase-Test?

Der Amylase-Test ist eine Blutuntersuchung, die die Aktivität des Enzyms Alpha-Amylase im Serum oder Plasma misst. Amylase wird hauptsächlich von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und den Speicheldrüsen produziert und spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Kohlenhydraten und Stärke.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für den Test wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen, meist am Arm. Die Probe wird dann im Labor analysiert. Es ist in der Regel keine besondere Vorbereitung (nüchtern) erforderlich, aber Ihr Arzt kann Sie entsprechend informieren.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Erhöhte Amylase-Werte können auf folgende Erkrankungen hinweisen: akute oder chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Gallenwegserkrankungen, Nierenversagen oder Speicheldrüsenentzündung. Erniedrigte Werte sind seltener und können auf chronische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen oder Leberzirrhose hindeuten.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Amylase-Bestimmung ist ein wichtiger Marker für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Bei akuter Pankreatitis sind die Werte meist stark erhöht (3-10fach). Der Test wird häufig zusammen mit dem Lipase-Test durchgeführt, da beide Enzyme bei Pankreaserkrankungen ansteigen. Die Kombination beider Parameter erhöht die diagnostische Genauigkeit.

Häufige Fragen

Muss ich für den Test nüchtern sein?
In der Regel ist kein Nüchternsein erforderlich. Ihr Arzt wird Ihnen jedoch spezielle Anweisungen geben, falls dies notwendig sein sollte.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die Ergebnisse sind meist innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag verfügbar, abhängig vom jeweiligen Labor.
Können Medikamente die Amylase-Werte beeinflussen?
Ja, bestimmte Medikamente wie Kortison, Diuretika oder die Antibiotika Tetrazykline können die Amylase-Werte beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Ist ein leicht erhöhter Wert immer bedenklich?
Nicht unbedingt. Leichte Erhöhungen können auch durch andere Faktoren wie Nierenprobleme oder Magen-Darm-Erkrankungen verursacht werden. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Gesamtkontext Ihrer Beschwerden und weiterer Tests bewerten.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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