ANA-Test (Antikörper gegen Zellkernbestandteile) in Gelenkflüssigkeit
Dieser Test untersucht die Gelenkflüssigkeit auf spezifische Antikörper, die bei rheumatischen Autoimmunerkrankungen auftreten können.
{"Entnahme von Gelenkflüssigkeit aus einem betroffenen Gelenk (Punktion)","Nachweis von antinukleären Antikörpern (ANA) mittels Immunfluoreszenz","Hilft bei der Diagnose von Gelenkentzündungen durch Autoimmunerkrankungen","Kann auf Erkrankungen wie Lupus, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie hinweisen","Das Ergebnis wird zusammen mit anderen Befunden und Symptomen bewertet"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 68372-2
- Kurzcode
- ANA Snv Ql IF
- Synonyme
- ANA Snv Ql IF
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- fluid
- Probenbehälter
- Sterile tube
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- if
- CPT
- 86038
- Probenvolumen
- 2-5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 2h, Refrigerated: 24h
- Hämolyse max.
- 300
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Test bestimmt das Vorhandensein von antinukleären Antikörpern (ANA) in der Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit). ANA sind Antikörper, die sich gegen Bestandteile des Zellkerns richten. Sie sind typisch für verschiedene Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift.
Wie wird die Probe gewonnen?
Die Gelenkflüssigkeit wird durch eine Gelenkpunktion (Arthrozentese) entnommen. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Nadel in das betroffene Gelenk eingeführt, um Flüssigkeit abzusaugen. Dieser Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird meist unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.
Wie funktioniert die Immunfluoreszenz?
Bei der Immunfluoreszenz werden die Antikörper in der Gelenkflüssigkeit mit speziellen Farbstoffen markiert. Unter dem Mikroskop leuchten die Bereiche, in denen ANA an Zellkernbestandteile gebunden haben, auf. Dies ermöglicht eine sehr empfindliche und spezifische Nachweismethode.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Ein positives Ergebnis deutet auf eine Autoimmunerkrankung hin, die die Gelenke betrifft. Die häufigsten Erkrankungen sind: rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes (SLE), Sjögren-Syndrom, Sklerodermie und polymyalgia rheumatica. Der Test allein reicht nicht zur Diagnose aus – er wird immer im Zusammenhang mit klinischen Symptomen, anderen Laborwerten und bildgebenden Verfahren bewertet. Ein negatives Ergebnis schließt eine rheumatische Erkrankung nicht vollständig aus.
Häufige Fragen
Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Ist die Gelenkpunktion schmerzhaft?
Was bedeutet ein positives Ergebnis?
Kann der Test auch bei anderen Körperflüssigkeiten durchgeführt werden?
Quellen
- 1
- 2
Klicken Sie auf einen Link, um die vollständige Quelle zu öffnen. PubMed-Central-(PMC)-Links bieten freien Volltextzugang.
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.
Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.
Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 16. August 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen