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Kernantikörper-Test (Immunfluoreszenz) im Perikarderguss

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test misst die Konzentration von Antikörpern gegen Zellkernbestandteile in der Flüssigkeit um das Herz herum.

Kurzfassung

{"Dient der Diagnose von Autoimmunerkrankungen, die das Herz betreffen","Entnommene Probe: Perikardflüssigkeit (Herzbeutelerguss)","Methode: Immunfluoreszenz-Testung","Hilft bei der Unterscheidung zwischen infektiöser und autoimmuner Ursache","Wird häufig bei ungeklärter Herzbeutelentzündung eingesetzt"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
68373-0
Kurzcode
ANA Titr Pcar IF
Synonyme
ANA Titr Pcar IF
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
if
CPT
86038
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test und was wird dabei untersucht?

Der Kernantikörper-Test im Perikarderguss ist eine Laboruntersuchung, die nach spezifischen Antikörpern sucht, die sich gegen Bestandteile des Zellkerns richten (ANA). Diese Antikörper sind normalerweise ein Zeichen des Immunsystems, aber wenn sie in erhöhter Konzentration auftreten, können sie auf Autoimmunerkrankungen wie Lupus, rheumatoide Arthritis oder andere systemische Erkrankungen hinweisen.

Warum ist diese Untersuchung erforderlich?

Bei diesem Test wird eine Probe der Flüssigkeit aus dem Herzbeutel (Perikardflüssigkeit) entnommen, meist durch eine Perikardiozentese. Die Probe wird dann im Labor mit der Immunfluoreszenz-Methode analysiert, wobei die Antikörper unter einem speziellen Mikroskop sichtbar gemacht werden. Der Test bestimmt sowohl das Vorhandensein als auch die Stärke (Titer) der Kernantikörper.

Wie sind die Untersuchungsergebnisse zu interpretieren und einzuordnen?

Die Testergebnisse werden üblicherweise als Titer angegeben, der die Konzentration der Antikörper widerspiegelt. Ein positives Ergebnis zeigt an, dass antinukleäre Antikörper im Körper vorhanden sind, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass tatsächlich eine Erkrankung vorliegt. Die Ärztin oder der Arzt beurteilt den Befund stets im Zusammenhang mit den Beschwerden des Patienten, weiteren Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren. Auch bei gesunden Menschen kann der Test mit niedrigem Titer positiv ausfallen, insbesondere bei älteren Personen.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

◆Associated findings1

Häufige Fragen

Ist der Test schmerzhaft?
Die Probenentnahme aus dem Herzbeutel (Perikardiozentese) wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie können während des Eingriffs einen Druck oder Unbehagen verspüren, aber starke Schmerzen sollten nicht auftreten.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die Analyse erfordert spezialisierte Laborverfahren und dauert in der Regel mehrere Tage bis eine Woche.
Muss ich mich vor dem Test vorbereiten?
Für diesen Test ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, ob Sie bestimmte Medikamente vor dem Eingriff absetzen sollten.
Was bedeutet ein positiver Test?
Ein positives Ergebnis deutet auf eine autoimmune Ursache der Herzbeutelentzündung hin. Ihr Arzt wird die Ergebnisse zusammen mit anderen klinischen Befunden interpretieren und gegebenenfalls weitere Untersuchungen empfehlen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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