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Bakterienkultur aus Peritonealdialyse-Flüssigkeit

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test untersucht die Flüssigkeit aus der Bauchhöhle von Patienten, die eine Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) durchführen, um Bakterien nachzuweisen und zu identifizieren.

Kurzfassung

{"Dient der Diagnose einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) bei Peritonealdialyse-Patienten","Hilft, die Ursache einer Infektion zu identifizieren","Bestimmt die richtige Antibiotikatherapie","Ergebnisse liegen in der Regel nach 2-3 Tagen vor","Eine frühzeitige Erkennung verhindert schwere Komplikationen"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
60032-0
Kurzcode
PDCULT
Synonyme
Bacteria DiafP Cult
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile, leak-proof container; blood culture bottles (aerobic and anaerobic) are preferred for large volumes; sterile screw-cap tube or syringe for direct inoculation
Einheiten
N/A
Referenz min.
0
Referenz max.
10
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
culture
CPT
87070
SNOMED
395176002
Probenvolumen
10-50 mL of peritoneal dialysis fluid; larger volumes increase sensitivity. Ideally collect the entire dialysate bag volume when possible, with concentration by centrifugation or filtration prior to culture.
Probenstabilität
Room temperature: 2 hours; Refrigerated (2-8°C): 24 hours. Specimens should be processed as soon as possible after collection to maximize organism recovery.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
48–120 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Die Bakterienkultur aus dem Dialysat ist eine laborärztliche Untersuchung, bei der die aus der Bauchhöhle abgeleitete Flüssigkeit auf das Vorhandensein von Bakterien untersucht wird. Bei der Peritonealdialyse wird eine sterile Flüssigkeit in die Bauchhöhle eingeführt, um Abfallstoffe aus dem Blut zu entfernen. Gelangen Bakterien in diese Flüssigkeit, kann dies zu einer schweren Bauchfellentzündung führen.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Ihr Arzt ordnet diesen Test an, wenn der Verdacht auf eine Peritonitis besteht. Typische Anzeichen sind trübe Dialysat-Flüssigkeit, Bauchschmerzen, Fieber oder Übelkeit. Die Kultur hilft nicht nur, die Infektion zu bestätigen, sondern identifiziert auch die genauen Bakterien, sodass die richtige Behandlung eingeleitet werden kann.

Wie wird der Test durchgeführt?

Eine Probe der Dialysat-Flüssigkeit wird unter sterilen Bedingungen entnommen und in ein Labor geschickt. Dort wird die Flüssigkeit auf speziellen Nährböden kultiviert, um das Wachstum von Bakterien zu ermöglichen. Nach 24-72 Stunden können die Erreger identifiziert und auf ihre Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika getestet werden.

Reference range

Normal: <10 ng/mLN/A

Probenart: serum

No fasting required. Peritoneal dialysis fluid should be collected from the first cloudy or symptomatic exchange using aseptic technique. Patient should be instructed on proper sterile collection method prior to dialysis fluid sampling. Dialysate bag should be mixed thoroughly before sampling.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Eine Peritonitis ist eine der häufigsten Komplikationen bei Patienten, die eine Peritonealdialyse durchführen. Unbehandelt kann sie zu einer Blutvergiftung (Sepsis), dauerhaftem Nierenversagen oder sogar zum Tod führen. Die Bakterienkultur ermöglicht eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung, was die Heilungschancen erheblich verbessert. Das Ergebnis bestimmt, welches Antibotikum am wirksamsten ist und verhindert die Entwicklung von Resistenzen.

Regelmäßige Kontrollen der Dialysat-Flüssigkeit auch ohne Symptome können helfen, asymptomatische Infektionen frühzeitig zu erkennen. Bei wiederholten Infektionen kann eine Anpassung der Dialysetechnik oder des Kathetersystems notwendig sein.

Häufige Fragen

Ist die Entnahme der Probe schmerzhaft?
Die Probe wird aus dem bereits liegenden Dialysekatheter entnommen, daher ist die Entnahme in der Regel nicht schmerzhaft. Möglicherweise verspüren Sie kurz ein leichtes Ziehen beim Anschließen des Beutels.
Was bedeutet ein negatives Ergebnis?
Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keine Bakterien in der Dialysat-Flüssigkeit nachgewiesen wurden. Ihr Arzt wird jedoch auch andere mögliche Ursachen für Ihre Beschwerden untersuchen, da nicht alle Infektionen durch Bakterien verursacht werden.
Was passiert, wenn Bakterien gefunden werden?
Werden Bakterien gefunden, beginnt Ihr Arzt sofort mit einer Antibiotikatherapie. Das Ergebnis der Kultur zeigt nach einigen Tagen, welche Antibiotika am besten wirken, sodass die Behandlung eventuell angepasst werden kann.
Wie kann ich einer Infektion vorbeugen?
Befolgen Sie strikt die Hygieneregeln beim Katheterwechsel und bei der Handhabung der Dialysat-Beutel. Waschen Sie sich immer gründlich die Hände, vermeiden Sie den Kontakt des Katheters mit nicht sterilen Oberflächen und achten Sie auf Anzeichen einer Infektion wie trübe Flüssigkeit.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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