Base Excess im Nabelschnurblut
Dieser Test misst den Basenüberschuss im Nabelschnurblut, um den Säure-Basen-Status des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt zu bewerten.
{"Der Basenüberschuss zeigt, wie sauer oder basisch das Blut des Babys bei der Geburt war","Ein negativer Wert deutet auf Sauerstoffmangel während der Geburt hin","Der Test hilft Ärzten, die Versorgung des Babys vor und während der Geburt zu beurteilen","Die Probe wird sofort nach der Geburt aus der Nabelschnur entnommen","Abnormale Werte können eine weitere Überwachung oder Behandlung erforderlich machen"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 32300-6
- Kurzcode
- Base excess BldCo Calc-sCnc
- Synonyme
- Base excess BldCo Calc-sCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- whole-blood
- Probenbehälter
- Lavender-top (EDTA)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- calculated
- Probenvolumen
- 3 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h
- Hämolyse max.
- 0
- Lipämie max.
- 0
- Ikterus max.
- 0
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Basenüberschuss (Base Excess) im Nabelschnurblut ist ein Laborwert, der angibt, wie viel Säure dem Blut hinzugefügt werden müsste, um einen pH-Wert von 7,4 zu erreichen. Ein negativer Basenüberschuss (z.B. -10 mmol/L) bedeutet, dass das Blut des Babys saurer als normal war. Dieser Wert wird aus der Blutgasanalyse der Nabelschnurvene berechnet und gibt Aufschluss über den Sauerstoffzustand des Fötus während der Geburt.
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Der Test wird durchgeführt, um den Zustand des Babys bei der Geburt zu beurteilen. Er hilft den Ärzten zu verstehen, ob das Baby während der Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Bei einem stark negativen Basenüberschuss kann dies ein Hinweis auf einen Sauerstoffmangel (fötale Azidose) sein, der durch Probleme wie Nabelschnurkomplikationen, Plazentainsuffizienz oder Wehenschwierigkeiten verursacht werden kann.
Wie wird die Probe entnommen?
Nach der Geburt des Babyes wird unmittelbar aus der Nabelschnurvene eine Blutprobe entnommen. Dies geschieht entweder durch Abklemmen eines Teils der Nabelschnur oder durch Punktion der Nabelschnurvene mit einer dünnen Nadel. Der Eingriff ist schmerzfrei für das Baby, da die Nabelschnur keine Nerven enthält. Die Probe wird dann sofort ins Labor gebracht und analysiert.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Ein normaler Basenüberschuss im Nabelschnurblut liegt zwischen -2 und +2 mmol/L. Ein Wert unter -8 mmol/L gilt als auffällig und kann auf eine Azidose hinweisen, also einen sauren Zustand des Blutes. Je negativer der Wert, desto schwerwiegender kann der Sauerstoffmangel während der Geburt gewesen sein. Ihr Arzt wird die Ergebnisse gemeinsam mit anderen Parametern wie dem pH-Wert und dem Laktatwert interpretieren.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Der Basenüberschuss im Nabelschnurblut ist ein wichtiger Marker zur Beurteilung der fötalen Versorgung während der Geburt. Ein stark negativer Wert kann auf eine fötale Azidose hinweisen, die mit einem erhöhten Risiko für neonatale Komplikationen wie Atemnot, Hirnschäden oder Anpassungsstörungen verbunden sein kann. Der Test ermöglicht es dem medizinischen Team, babies mit Sauerstoffmangel frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Bei auffälligen Werten kann eine engmaschige Überwachung oder eine Behandlung des Neugeborenen erforderlich sein.
Häufige Fragen
Ist die Blutentnahme aus der Nabelschnur schmerzhaft für mein Baby?
Was bedeutet ein negativer Basenüberschuss?
Muss ich mir Sorgen machen, wenn der Wert abnormal ist?
Kann der Test verhindern, dass meinem Baby etwas passiert?
Quellen
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- 2
- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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