Basenüberschuss (Standard) im gemischten Venenblut
Dieser Test berechnet den Basenüberschuss im gemischten Venenblut, um den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu beurteilen.
{"Der Basenüberschuss zeigt, ob das Blut zu sauer oder zu basisch ist","Ein negativer Wert deutet auf eine metabolische Azidose (Übersäuerung) hin","Ein positiver Wert deutet auf eine metabolische Alkalose (Baseüberschuss) hin","Der Test wird aus Blut berechnet, das aus dem Herzen zurückfließt","Er hilft Ärzten, die Ursache von Atem- oder Stoffwechselstörungen zu finden"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 19238-5
- Kurzcode
- Base excess std BldMV Calc-sCnc
- Synonyme
- Base excess std BldMV Calc-sCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- whole-blood
- Probenbehälter
- Lavender-top (EDTA)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- calculated
- Probenvolumen
- 3 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h
- Hämolyse max.
- 0
- Lipämie max.
- 0
- Ikterus max.
- 0
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Basenüberschuss (Standard Base Excess, SBE) ist ein Laborwert, der den metabolischen Anteil des Säure-Basen-Haushalts im Blut misst. Er zeigt, wie viel Säure hinzugefügt werden müsste, um einen Liter Blut bei normalen Bedingungen auf einen pH-Wert von 7,4 zu bringen. Der Begriff „gemischtes Venenblut“ bedeutet, dass das Blut aus beiden Hohlvenen (obere und untere) stammt und somit einen Durchschnittswert des sauerstoffarmen Blutes aus dem gesamten Körper darstellt.
Wie wird der Test durchgeführt?
Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen – typischerweise aus einem zentralen Venenkatheter oder der rechten Herzhälfte. Das Blut wird dann im Labor analysiert. Der Basenüberschuss wird nicht direkt gemessen, sondern aus anderen Blutgaswerten (pH-Wert, Kohlendioxid-Partialdruck, Bikarbonat) berechnet. Da es sich um gemischtes Venenblut handelt, liefert dieser Wert einen genaueren Gesamteindruck des Säure-Basen-Status des Körpers als Proben aus peripheren Venen.
Warum ist dieser Test wichtig?
Der Basenüberschuss ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung des Säure-Basen-Gleichgewichts. Er ermöglicht es Ärzten zu unterscheiden, ob eine Störung durch Atemprobleme (z.B. Lungenkrankheiten) oder durch Stoffwechselprobleme (z.B. Nierenversagen, Diabetes, Vergiftungen) verursacht wird. Der Wert ist besonders nützlich bei kritisch kranken Patienten auf der Intensivstation, bei denen eine genaue Diagnose und Überwachung des Säure-Basen-Status lebenswichtig sein kann.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Ein negativer Basenüberschuss (unter -2 mmol/l) zeigt eine metabolische Azidose an, die durch erhöhte Säureproduktion (z.B. bei Diabetes, Schock, Nierenversagen), Bikarbonatverlust (z.B. bei Durchfall) oder Vergiftungen verursacht sein kann. Ein positiver Basenüberschuss (über +2 mmol/l) deutet auf eine metabolische Alkalose hin, die durch Bikarbonatüberschuss, Magensäureverlust (z.B. Erbrechen) oder bestimmte Medikamente (Diuretika) entstehen kann. Der Test hilft auch bei der Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Gewebes und der Wirksamkeit einer Therapie.
Häufige Fragen
Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Ist der Test schmerzhaft?
Was bedeuten abnormal niedrige Werte?
Was bedeuten abnormal hohe Werte?
Kann ich meinen Basenüberschuss selbst beeinflussen?
Quellen
- 1
- 2
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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