Basenüberschuss (Base Excess) im Venenblut
Der Basenüberschuss ist ein Laborwert, der den Säure-Basen-Haushalt des Blutes misst und zeigt, ob der Körper zu sauer oder zu basisch ist.
{"Der Basenüberschuss misst die metabolische Komponente des Säure-Basen-Haushalts","Ein positiver Wert deutet auf einen Überschuss an Basen (Alkalose) hin","Ein negativer Wert zeigt einen Mangel an Basen (Azidose) an","Die Probe wird aus venösem Vollblut entnommen","Der Wert wird aus den Blutgasen berechnet"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 19237-7
- Kurzcode
- Base excess std BldV Calc-sCnc
- Synonyme
- Base excess std BldV Calc-sCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- whole-blood
- Probenbehälter
- Lavender-top (EDTA)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- calculated
- Probenvolumen
- 3 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h
- Hämolyse max.
- 0
- Lipämie max.
- 0
- Ikterus max.
- 0
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist der Basenüberschuss?
Der Basenüberschuss (Base Excess, BE) ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung des Säure-Basen-Haushalts im Blut. Er gibt an, wie viel Base (Base) im Blut vorhanden ist, um Säuren zu neutralisieren. Im Gegensatz zum pH-Wert, der sowohl respiratorische als auch metabolische Komponenten widerspiegelt, zeigt der Basenüberschuss spezifisch die metabolische (nicht die durch die Atmung verursachte) Komponente des Säure-Basen-Haushalts an.
Wie wird der Test durchgeführt?
Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen (venöses Vollblut). Die Probe wird dann in einem Labor analysiert, wo der Basenüberschuss anhand anderer Blutgaswerte (wie pH-Wert, Bikarbonat und CO2-Partialdruck) berechnet wird. Der Test gehört zur Kategorie der klinischen Chemie und erfordert keine spezielle Patientenvorbereitung.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Der Normalwert des Basenüberschusses liegt typischerweise zwischen -2 und +2 mmol/L. Ein positiver Basenüberschuss (über +2 mmol/L) deutet auf eine metabolische Alkalose hin – der Körper hat einen Überschuss an Basen. Dies kann durch Erbrechen, die Einnahme von Diuretika oder eine übermäßige Alkalizufuhr verursacht werden. Ein negativer Basenüberschuss (unter -2 mmol/L) zeigt eine metabolische Azidose – der Körper hat einen Mangel an Basen. Dies kann bei Nierenversagen, Diabetes, schweren Infektionen oder Durchfall auftreten.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Der Basenüberschuss ist ein wichtiger diagnostischer Marker für die Beurteilung von Störungen des Säure-Basen-Haushalts. Er hilft Ärzten, zwischen respiratorischen und metabolischen Ursachen von pH-Veränderungen zu unterscheiden. Bei Intensivpatienten, Patienten mit Nieren- oder Lungenerkrankungen sowie bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes ist dieser Wert besonders wichtig für die Therapieüberwachung und Behandlungsplanung.
Zusammen mit anderen Parametern wie pH-Wert, Bikarbonat und Laktat ermöglicht der Basenüberschuss eine umfassende Beurteilung des metabolischen Status eines Patienten und unterstützt die Entscheidung über notwendige therapeutische Maßnahmen, wie z.B. die Verabreichung von Bikarbonat oder die Anpassung der Beatmungseinstellungen.
Häufige Fragen
Muss ich für den Test nüchtern sein?
Ist der Test schmerzhaft?
Was tun bei abnormalen Werten?
Wie schnell sind die Ergebnisse verfügbar?
Quellen
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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