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Basophile/ Leukozyten im Bronchialsekret

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test bestimmt den Anteil von Basophilen an den Leukozyten in einer Bronchialprobe durch manuelle Mikroskopie.

Kurzfassung

{"Basophile sind eine Art weißer Blutkörperchen, die bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielen","Die Untersuchung hilft bei der Diagnose von Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis","Die Probe wird meist durch Bronchoskopie oder Sputumgewinnung entnommen","Erhöhte Werte können auf eine allergische oder entzündliche Erkrankung hinweisen","Die manuelle Auszählung unter dem Mikroskop ist ein bewährtes Verfahren"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
14625-8
Kurzcode
BASOLBRN
Synonyme
Basophils NFr Bronch Manual
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile, leak-proof specimen container; bronchial washings collected in saline, brushings in appropriate transport medium. Label with patient identification, collection time, and specimen source.
Einheiten
N/A
Referenz min.
0
Referenz max.
1
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
manual-count
CPT
86021
SNOMED
442930000
Probenvolumen
Minimum 1-2 mL of bronchial washing/aspirate; brushings should be placed in appropriate cytology fixative or saline
Probenstabilität
Specimen should be processed within 1-2 hours of collection for optimal cell morphology. If delayed, refrigerate at 2-8°C; do not freeze. Stability is limited due to cell degradation.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test „Basophile/ Leukozyten im Bronchialsekret“ ist eine laborärztliche Untersuchung, bei der die Anzahl und der Anteil der Basophilen (eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen) in einer Bronchialprobe bestimmt werden. Die Auszählung erfolgt manuell unter dem Mikroskop durch geschultes Personal. Basophile sind Leukozyten, die eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen und Entzündungsprozessen spielen. Sie enthalten Heparin und Histamin und können bei Kontakt mit bestimmten Allergenen diese Substanzen freisetzen.

Wie wird die Probe gewonnen?

Die Bronchialprobe kann auf verschiedene Weisen gewonnen werden: Durch eine Bronchoskopie (Magenspiegelung der Atemwege), bei der eine Flüssigkeitsprobe aus den Atemwegen gespült wird (bronchoalveoläre Lavage), oder durch Abhusten von Sputum (Auswurf). Die gewonnene Probe wird anschließend auf einen Objektträger aufgebracht, gefärbt und unter dem Mikroskop untersucht. Der Arzt oder die Ärztin zählt dabei die Basophilen im Verhältnis zu den Gesamtleukozyten.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Ergebnisse werden als prozentualer Anteil der Basophilen an den Gesamtleukozyten angegeben. Normale Werte sind in der Regel sehr niedrig (unter 1%). Erhöhte Werte (Basophilie) können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen, darunter allergisches Asthma, allergische Bronchitis, parasitäre Infektionen oder chronisch-entzündliche Erkrankungen. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Zusammenhang mit Ihren Symptomen und anderen Untersuchungsergebnissen beurteilen.

Reference range

Reference ranges vary based on clinical context; basophils are typically reported as a percentage of total leukocytes identified in bronchial washings/brushings. Normal bronchial specimens generally show very low basophil counts (0-1%). Basophil elevation may suggest allergic or inflammatory airway disease.N/A

Probenart: serum

Patient preparation depends on specimen collection method (bronchoscopy with BAL, bronchial brushings, or washings). Follow institutional protocols for bronchoscopy preparation, including fasting prior to the procedure if sedation is required. No special preparation needed for specimen analysis itself.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung der Basophilen im Bronchialsekret ist klinisch bedeutsam für die Diagnose und Verlaufskontrolle von Atemwegserkrankungen. Bei allergischem Asthma sind die Basophilen häufig erhöht, da sie an der allergischen Entzündungsreaktion beteiligt sind. Der Test kann auch zur Unterscheidung zwischen allergischer und nicht-allergischer Bronchitis beitragen. Bei Verdacht auf eine parasitäre Infektion der Atemwege kann die Basophilie ebenfalls erhöht sein. Die manuelle Auszählung ermöglicht eine genaue Differenzierung der Zelltypen und liefert wertvolle Informationen für die Therapieplanung.

Häufige Fragen

Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Für diesen Test ist in der Regel kein Nüchternsein erforderlich, da die Probe aus den Atemwegen gewonnen wird und nicht aus dem Blut. Allerdings sollten Sie die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich der Medikamenteneinnahme befolgen, insbesondere bei Asthmamedikamenten, da diese das Ergebnis beeinflussen könnten.
Wie lange dauert das Ergebnis?
Da die manuelle Auszählung unter dem Mikroskop erfolgt, takes das Ergebnis in der Regel einige Tage. Die genaue Dauer hängt vom jeweiligen Labor ab. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie mit dem Ergebnis rechnen können.
Gibt es Risiken bei der Probenentnahme?
Die Risiken sind gering. Bei einer Bronchoskopie kann es zu einer leichten Reizung der Atemwege, Husten oder selten zu einer geringen Blutung kommen. Die Sputumgewinnung ist non-invasiv und birgt keine wesentlichen Risiken. Ihr Arzt wird Sie über mögliche Nebenwirkungen aufklären.
Was tun bei erhöhten Basophilenwerten?
Erhöhte Werte bedeuten nicht automatisch eine schwerwiegende Erkrankung. Ihr Arzt wird die Ergebnisse gemeinsam mit Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und weiteren Untersuchungen bewerten. Bei allergischem Asthma kann eine angepasste Behandlung mit Antihistaminika oder Kortikoiden empfohlen werden. Eine Nachkontrolle kann sinnvoll sein, um den Verlauf zu beurteilen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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