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Basophilen-/Leukozytenzahl in Körperflüssigkeit

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test bestimmt die Anzahl der Basophilen und anderer weißer Blutkörperchen in einer Körperflüssigkeit mittels manueller Zählung unter dem Mikroskop.

Kurzfassung

{"Basophilen sind eine Art weißer Blutkörperchen, die bei allergischen Reaktionen und Entzündungen eine Rolle spielen","Der Test hilft Ärzten, Infektionen, Entzündungen oder Krebs in Körperhöhlen zu erkennen","Die Flüssigkeit wird durch Punktion (z.B. aus dem Brustkorb, Bauchraum oder Rückenmarkskanal) gewonnen","Die manuelle Zählung wird von einem Laboranten unter dem Mikroskop durchgeführt","Das Ergebnis hilft bei der Diagnose von Erkrankungen wie Pleuritis, Peritonitis oder Meningitis"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
12179-8
Kurzcode
BASOFLM
Synonyme
Basophils NFr Fld Manual
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Sterile, leak-proof collection tube or container (e.g., EDTA tube for cell count, heparin tube for some fluid types); plain sterile container acceptable for some fluid analyses
Einheiten
N/A
Referenz min.
0
Referenz max.
1
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
manual-count
CPT
89051
SNOMED
44295002
Probenvolumen
1-5 mL of body fluid depending on fluid type and clinical indication; minimum 0.5 mL recommended for manual count
Probenstabilität
Specimen should be analyzed as soon as possible, preferably within 1 hour of collection. If delay is expected, refrigerate at 2-8°C and process within 4 hours. Prolonged delay may result in cell lysis and inaccurate counts.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
1–4 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test „Basophilen/Leukozyten in Körperflüssigkeit“ ist eine laborärztliche Untersuchung, bei der die Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen – insbesondere der Basophilen – in einer Körperflüssigkeit gezählt wird. Die Zählung erfolgt manuell, das heißt ein Laborant untersucht die Flüssigkeit unter dem Mikroskop und zählt die Zellen. Dieser Test wird auch als Differenzialzellzahl bezeichnet, da verschiedene Arten von weißen Blutkörperchen identifiziert werden können.

Körperflüssigkeiten, die untersucht werden können, sind zum Beispiel: Pleuraflüssigkeit (Flüssigkeit um die Lunge), Peritonealflüssigkeit (Bauchflüssigkeit), Gelenkflüssigkeit oder Liquor cerebrospinalis (Rückenmarksflüssigkeit). Der Arzt entscheidet je nach Krankheitsbild, welche Flüssigkeit untersucht werden muss.

Reference range

Reference ranges vary by body fluid type. Normally basophils are rarely present in body fluids; leukocyte count depends on fluid source (e.g., synovial, pleural, peritoneal, CSF). Generally, basophils 0% of total leukocytes in most body fluids.N/A

Probenart: serum

No special patient preparation is generally required. Specimen collection is typically performed by a qualified healthcare professional via aspiration of the affected body fluid (e.g., thoracentesis, paracentesis, arthrocentesis, lumbar puncture) using aseptic technique.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung der Basophilen- und Leukozytenzahl in Körperflüssigkeiten ist wichtig für die Diagnose verschiedener Erkrankungen. Erhöhte Werte können auf Infektionen (z.B. bakterielle Pleuraergüsse, Peritonitis), Entzündungen, allergische Reaktionen oder bösartige Erkrankungen (Krebs) hinweisen. Besonders Basophilen spielen eine Rolle bei allergischen Entzündungen und bestimmten Leukämieformen. Der Test hilft dem Arzt auch, die Ursache eines Ergusses (Ansammlung von Flüssigkeit in einer Körperhöhle) zu klären und die richtige Behandlung zu planen.

Bei niedrigen Werten oder dem Fehlen von Basophilen spricht man von einer Basopenie. Dies kann angeboren sein oder durch bestimmte Medikamente (z.B. Kortison, Chemotherapeutika) verursacht werden. Der Arzt interpretiert die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit anderen Laborwerten und dem klinischen Bild des Patienten.

Häufige Fragen

Wie wird die Körperflüssigkeit entnommen?
Die Flüssigkeit wird durch einen medizinischen Eingriff gewonnen, der als Punktion bezeichnet wird. Je nach zu untersuchender Körperhöhle spricht man von einer Pleurapunktion (Brustkorb), Aszitespunktion (Bauchraum) oder Lumbalpunktion (Rückenmarkskanal). Der Arzt betäubt die Stelle örtlich, führt eine dünne Nadel ein und zieht Flüssigkeit ab. Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten.
Muss ich nüchtern sein für den Test?
Da keine Blutprobe, sondern Körperflüssigkeit untersucht wird, ist in der Regel kein Nüchternsein erforderlich. Ihr Arzt wird Ihnen jedoch spezielle Anweisungen geben, wenn dies für Ihren Fall notwendig ist.
Wie lange dauert das Ergebnis?
Da die manuelle Zählung unter dem Mikroskop erfolgt, nimmt der Test mehr Zeit in Anspruch als automatisierte Blutuntersuchungen. In der Regel liegt das Ergebnis nach 1-3 Tagen vor. Ihr Arzt wird Sie informieren, wann Sie mit dem Beflag rechnen können.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Punktion zur Flüssigkeitsentnahme kann kurzzeitig unangenehm sein, da eine Nadel in den Körper eingeführt wird. Der Bereich wird jedoch vorher örtlich betäubt, sodass die meisten Patienten nur ein leichtes Druckgefühl verspüren. Nach dem Eingrruch kann es an der Einstichstelle zu leichten Schmerzen oder Blutergüssen kommen, die meist schnell abklingen.
Was bedeuten erhöhte Basophilenwerte?
Erhöhte Basophilenwerte in Körperflüssigkeiten können verschiedene Ursachen haben: allergische Reaktionen, chronische Entzündungen, Infektionen oder selten bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit anderen Befunden und Ihren Symptomen abstimmen, um die richtige Diagnose zu stellen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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