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BBS2-Genanalyse (Molekulargenetik)

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test untersucht das BBS2-Gen auf spezifische genetische Veränderungen (Mutationen), die mit dem Bardet-Biedl-Syndrom assoziiert sind.

Kurzfassung

{"Analyse auf genetische Mutationen im BBS2-Gen","Dient der Diagnose des Bardet-Biedl-Syndroms","Blutprobe erforderlich","Molekulargenetische Untersuchungsmethode","Hilft bei der familiären genetischen Beratung"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
48598-7
Kurzcode
BBS2MUT
Synonyme
BBS2 gene Mut Anl Bld/T
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
whole-blood
Probenbehälter
EDTA (purple-top) blood collection tube for whole blood; sterile container for tissue specimens
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
molgen
CPT
81405
SNOMED
53034004
Probenvolumen
3-5 mL whole blood in EDTA tube; 5-10 mg tissue in sterile transport medium
Probenstabilität
Whole blood: stable at 2-8°C for up to 7 days; for longer storage, freeze at -20°C or below. Tissue: stable in transport medium at 2-8°C for 48 hours; freeze at -80°C for extended storage. Avoid repeated freeze-thaw cycles. Extract DNA upon receipt for long-term stability.
Hämolyse max.
0
Lipämie max.
0
Ikterus max.
0
Bearbeitungszeit
336–720 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Die BBS2-Genanalyse ist eine molekulargenetische Untersuchung, die spezifische Mutationen im BBS2-Gen identifiziert. Das BBS2-Gen befindet sich auf Chromosom 16 und ist verantwortlich für die Produktion eines Proteins, das eine wichtige Rolle bei der Funktion der Zilien (Zellfortsätze) spielt. Mutationen in diesem Gen können zum Bardet-Biedl-Syndrom führen, einer seltenen Erbkrankheit, die mehrere Körpersysteme betrifft.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Der Test wird durchgeführt, um das Bardet-Biedl-Syndrom (BBS) zu diagnostizieren oder den Verdacht auf diese Erkrankung zu bestätigen. Typische Symptome des Bardet-Biedl-Syndroms umfassen: Netzhautdystrophie (Retinitis pigmentosa), Fettleibigkeit, Polydaktylie (zusätzliche Finger oder Zehen), Nierenanomalien und Lernschwierigkeiten. Bei Patienten mit entsprechenden Symptomen oder familiärer Vorgeschichte kann dieser Test zur Bestätigung der Diagnose beitragen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diesen Test wird eine Blutprobe benötigt, die in der Regel aus einer Armvene entnommen wird. Die Probe wird dann in einem spezialisierten Labor analysiert. Mithilfe von Molekulartechniken wie der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und der Sequenzierung wird das BBS2-Gen auf pathogene Varianten untersucht. Das Ergebnis zeigt, ob Mutationen im BBS2-Gen vorhanden sind und um welche Art von Mutation es sich handelt.

Was bedeutet das Testergebnis?

Ein positives Ergebnis (Nachweis einer pathogenen Mutation) bestätigt die genetische Ursache und unterstützt die Diagnose Bardet-Biedl-Syndrom. Ein negatives Ergebnis schließt eine BBS2-Mutation aus, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass kein Bardet-Biedl-Syndrom vorliegt, da auch andere Gene (wie BBS1, BBS4, BBS5 etc.) betroffen sein können. Die Ergebnisse sollten immer in Verbindung mit den klinischen Symptomen und durch einen Facharzt für Genetik interpretiert werden.

Reference range

No pathogenic mutations detected in the analyzed regions of the BBS2 gene. Reference results indicate the absence of targeted disease-associated variants; clinical correlation is recommended.N/A

Probenart: whole-blood

No special preparation or fasting is required. Patients should provide informed consent for genetic testing. A detailed family history and clinical evaluation are recommended to guide interpretation. Genetic counseling is advised before and after testing.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Das Bardet-Biedl-Syndrom ist eine autosomal-rezessive Erkrankung, das bedeutet, dass beide Kopien des BBS2-Gens betroffen sein müssen, um die Krankheit auszulösen. Die frühzeitige genetische Diagnose ermöglicht eine frühzeitige Behandlung und Überwachung von Komplikationen. Dazu gehören augenärztliche Kontrollen, Überwachung der Nierenfunktion, Ernährungsberatung bei Adipositas und frühzeitige Intervention bei Entwicklungsverzögerungen. Die genetische Analyse ist auch für die Familienplanung wichtig, da Eltern als Träger identifiziert werden können.

Häufige Fragen

Muss ich für den Test nüchtern sein?
Nein, eine Nüchternheit ist für diesen genetischen Bluttest nicht erforderlich. Sie können wie gewohnt essen und trinken, bevor die Blutprobe entnommen wird.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die molekulargenetische Analyse ist ein komplexes Verfahren und dauert in der Regel mehrere Wochen. Der genaue Zeitraum kann je nach Labor und Methode variieren.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Blutentnahme kann wie bei jeder standardmäßigen Blutabnahme kurzzeitig ein leichtes Stechen oder Brennen verursachen, ist aber generally gut verträglich.
Können Familienmitglieder den Test durchführen lassen?
Ja, wenn ein Familienmitglied betroffen ist, kann eine genetische Untersuchung von Verwandten sinnvoll sein, insbesondere bei Kinderwunsch oder bei Geschwistern des Patienten. Dies sollte in Absprache mit einem Humangenetiker erfolgen.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
In Deutschland werden genetische Untersuchungen bei medizinischer Indikation in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine vorherige Genehmigung kann erforderlich sein. Bei privaten Krankenversicherungen hängt die Erstattung vom individuellen Vertrag ab.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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