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Borrelien-Immunoblot (IgM-Antikörper)

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Der Borrelia burgdorferi IgM-Immunoblot ist ein Labor test, der spezifische Antikörper gegen den Erreger der Lyme-Borreliose nachweist.

Kurzfassung

{"Der Test sucht nach IgM-Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi, den Erreger der Lyme-Krankheit","Ein positiver IgM-Nachweis kann auf eine frühe Infektion hinweisen","Der Test wird häufig nach einem Zeckenstich oder bei typischen Symptomen durchgeführt","Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht vollständig aus","Die Diagnose basiert auf Symptomen, klinischen Befunden und Labortests"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
32666-0
Kurzcode
B25IGM
Synonyme
B burgdor25kD IgM Ser Ql IB
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Serum separator tube (SST) or red-top tube; transfer serum to a sterile transport tube
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
Immunoblot (Western blot) for detection of IgM antibodies against the 25 kDa (OspC) antigen of Borrelia burgdorferi
CPT
86617
SNOMED
115006000
Probenvolumen
1.0 mL serum (minimum 0.5 mL)
Probenstabilität
Room temperature: 8 hours; Refrigerated (2-8°C): 7 days; Frozen (-20°C or lower): 30 days. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
24–96 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Borrelia burgdorferi 25kD IgM-Immunoblot ist ein spezieller Bluttest, der das Vorhandensein von IgM-Antikörpern gegen das 25-Kilodalton-Protein des Bakteriums Borrelia burgdorferi nachweist. Dieses Bakterium wird durch Zeckenstiche übertragen und verursacht die Lyme-Borreliose, auch bekannt als Zeckenkrankheit. Der Immunoblot (auch Western-Blot genannt) ist ein hochspezifischer Test, der verschiedene Antikörper gegen verschiedene Proteine des Erregers nachweist.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Der Test wird angeordnet, wenn der Verdacht auf eine Lyme-Borreliose-Infektion besteht. Dies kann der Fall sein nach einem bekannten Zeckenstich, bei dem sich eine wandernde Rötung (Erythema migrans) zeigt, oder bei typischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen. Der IgM-Test ist besonders wichtig für die Erkennung einer frühen Infektion, da IgM-Antikörper обычно zuerst vom Immunsystem produziert werden.

Wie wird der Test durchgeführt?

Für diesen Test wird eine Blutprobe aus einer Armvene entnommen. Das Blut wird dann im Labor untersucht, um das Vorhandensein von IgM-Antikörpern gegen das 25kD-Protein von Borrelia burgdorferi zu检测en. Der Immunoblot ist ein mehrstufiges Verfahren, bei dem Proteine des Erregers auf ein Gel aufgetragen und dann mit dem Patientenserum behandelt werden. Wenn Antikörper vorhanden sind, bilden sie sichtbare Banden.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Ein positives Ergebnis (Nachweis von IgM-Antikörpern) deutet auf eine wahrscheinliche Infektion mit Borrelia burgdorferi hin, insbesondere wenn die Symptome typisch sind. Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keine nachweisbaren IgM-Antikörper gefunden wurden. Dies kann bedeuten, dass keine Infektion vorliegt, dass die Infektion noch zu Beginn steht und die Antikörper noch nicht produziert wurden, oder dass die Infektion bereits längere Zeit zurückliegt. Bei Unsicherheit kann der Test nach einigen Wochen wiederholt werden.

Reference range

Negative: No IgM antibodies detected against the 25 kDa (OspC) antigen band. Positive: IgM antibodies detected against the 25 kDa antigen band, suggestive of early or acute Borrelia burgdorferi infection.N/A

Probenart: serum

No special patient preparation required. Fasting is not necessary. Patients should inform their healthcare provider of any recent antibiotic use, as this may affect antibody production and test results.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen das 25kD-Protein von Borrelia burgdorferi ist klinisch bedeutsam für die Diagnose einer frühen Lyme-Borreliose. Das 25kD-Protein (auch als OspC bekannt) ist eines der ersten Antigene, gegen die das Immunsystem Antikörper produziert. Ein positiver IgM-Immunoblot in Kombination mit typischen klinischen Symptomen unterstützt die Diagnose einer Lyme-Borreliose. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika wie Doxycyclin oder Amoxicillin. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen wie neurologische Probleme, Gelenkentzündungen oder Herzprobleme zu vermeiden.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis nach einem Zeckenstich Antikörper nachweisbar sind?
Nach einer Infektion mit Borrelia burgdorferi dauert es in der Regel 2 bis 4 Wochen, bis IgM-Antikörper im Blut nachweisbar sind. Bei einigen Patienten kann es auch bis zu 6-8 Wochen dauern. Aus diesem Grund kann ein frühes Testergebnis negativ sein, selbst wenn eine Infektion vorliegt.
Kann der Test auch nach einer erfolgreichen Behandlung positiv bleiben?
Ja, IgM-Antikörper können auch nach erfolgreicher Behandlung noch mehrere Monate oder sogar Jahre im Blut nachweisbar bleiben. Aus diesem Grund werden Tests nicht routinemäßig zur Überprüfung des Behandlungserfolgs verwendet. Die klinische Besserung der Symptome ist der wichtigste Indikator für eine erfolgreiche Therapie.
Ist ein positiver Test gleichbedeutend mit einer aktiven Erkrankung?
Nicht unbedingt. Ein positiver IgM-Immunoblot zeigt, dass das Immunsystem Antikörper gegen Borrelia burgdorferi produziert hat. Dies kann bedeuten: eine aktuelle Infektion, eine zurückliegende Infektion, die bereits behandelt wurde, oder in seltenen Fällen eine Kreuzreaktion mit anderen Erregern. Die Diagnose sollte immer unter Berücksichtigung der klinischen Symptome und der Krankengeschichte gestellt werden.
Was sollte ich tun, wenn der Test positiv ist?
Wenn Ihr Test positiv ist und Sie typische Symptome einer Lyme-Borreliose haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die Behandlung mit Antibiotika einleiten kann. Es ist wichtig, die Behandlung nicht selbstständig zu beginnen oder abzusetzen. Ihr Arzt wird den Befund zusammen mit Ihren Symptomen und Ihrer Krankengeschichte bewerten.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen bei der Blutentnahme?
Die Blutentnahme ist ein routinemäßiger Eingriff mit geringen Risiken. Mögliche Nebenwirkungen sind leichte Schmerzen oder Blutergüsse an der Einstichstelle, seltene Infektionen oder Ohnmachtsgefühle. Diese Risiken sind sehr gering und die Probeentnahme dauert nur wenige Minuten.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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