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Borrelia burgdorferi 39kD IgG-Antikörper Test (Gelenkflüssigkeit)

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test untersucht die Gelenkflüssigkeit auf spezifische Antikörper gegen das 39kD-Protein von Borrelia burgdorferi, dem Erreger der Lyme-Borreliose, um eine Gelenkbeteiligung bei Lyme-Arthritis festzustellen.

Kurzfassung

{"Der Test dient der Diagnose einer Lyme-Arthritis (Gelenkentzündung durch Zecken)","Er weist IgG-Antikörper gegen das 39kD-Protein des Borrelia-Bakteriums nach","Die Gelenkflüssigkeit wird mittels Immunoblot-Verfahren untersucht","Ein positives Ergebnis deutet auf eine Borrelien-Infektion im Gelenk hin","Die Probenentnahme erfolgt durch eine Gelenkpunktion (Arthrozentese)"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
42239-4
Kurzcode
BB39IGGSF
Synonyme
B burgdor39kD IgG Snv Ql IB
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
fluid
Probenbehälter
Sterile, screw-capped container; no anticoagulant
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
Immunoblot (Western Blot)
CPT
86618
Probenvolumen
1-2 mL synovial fluid
Probenstabilität
Refrigerated at 2-8°C for up to 7 days; frozen at -20°C for longer storage
Hämolyse max.
300
Bearbeitungszeit
48–168 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test und warum könnte mein Arzt oder meine Ärztin ihn mir empfehlen?

Dieser Test sucht nach IgG-Antikörpern, die spezifisch gegen das 39kD-Protein von Borrelia burgdorferi gerichtet sind, dem Bakterium, das die Lyme-Borreliose verursacht. Der Test wird an Flüssigkeit durchgeführt, die aus einem entzündeten Gelenk gewonnen wird (Synovialflüssigkeit). Die Immunoblot-Methode trennt bakterielle Proteine nach Größe und erkennt, ob Ihr Immunsystem Antikörper gegen das 39kD-Protein gebildet hat, welches ein wichtiger Marker für eine Infektion mit Lyme-Borreliose ist.

Wie wird die Probe für diesen Test entnommen und was kann ich während des Vorgangs erwarten?

Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn der Verdacht auf eine Lyme-Arthritis besteht. Typische Anzeichen sind Gelenkschwellungen, häufig im Kniegelenk, die nach einem Zeckenstich oder nach einer unbehandelten Borrelien-Infektion auftreten. Der Test hilft dabei, eine durch Borrelien verursachte Gelenkentzündung von anderen Arten der Gelenkentzündung (wie rheumatoider Arthritis oder Gicht) zu unterscheiden. Besonders wichtig ist dieser Test, wenn die standardmäßigen Bluttests auf Lyme-Borreliose unauffällig sind, aber der Verdacht auf eine Gelenkbeteiligung besteht.

Was bedeuten die Ergebnisse dieses Tests für meine Gesundheit und meinen Behandlungsplan?

Zunächst wird Gelenkflüssigkeit durch eine Gelenkpunktion entnommen. Dabei wird eine dünne Nadel in das betroffene Gelenk eingeführt, um Flüssigkeit abzusaugen. Dieser Eingriff wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die gewonnene Flüssigkeit wird dann im Labor mittels Immunoblot analysiert. Beim Immunoblot werden die im Gelenkflüssigkeit vorhandenen Antikörper aufgetrennt und mit spezifischen Antigenen des Borrelia burgdorferi, insbesondere dem 39kD-Protein, konfrontiert. Wenn entsprechende Antikörper vorhanden sind, entstehen sichtbare Banden, die auf eine Infektion hinweisen.

Reference range

NegativeN/A

Probenart: fluid

No special preparation required. Arthrocentesis should be performed under sterile conditions by qualified personnel.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Ein positives Ergebnis dieses Tests deutet stark auf eine Lyme-Arthritis hin, also eine Gelenkentzündung, die durch eine Infektion mit Borrelia burgdorferi verursacht wird. Die Detektion von IgG-Antikörpern gegen das 39kD-Protein in der Gelenkflüssigkeit ist spezifisch für eine Borrelien-Infektion und hilft, die Diagnose einer Lyme-Arthritis zu bestätigen. Die Kombination mit klinischen Symptomen und anderen Laborbefunden ist wichtig für die endgültige Diagnose. Ein negatives Ergebnis schließt eine Lyme-Arthritis nicht vollständig aus, insbesondere bei sehr frühzeitiger Infektion oder nach Antibiotikabehandlung.

Häufige Fragen

Was ist eine Lyme-Arthritis?
Die Risiken der Gelenkpunktion umfassen leichte Blutungen, Blutergüsse oder Infektionen an der Einstichstelle. Einige Patienten können vorübergehende Gelenkbeschwerden oder Schwellungen nach dem Eingriff verspüren. Diese Risiken sind im Allgemeinen gering und klingen innerhalb weniger Tage ab.
Wie wird eine Lyme-Arthritis behandelt?
Die Lyme-Arthritis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, meist über einen Zeitraum von 2-4 Wochen. Häufig eingesetzte Antibiotika sind Doxycyclin, Amoxicillin oder Ceftriaxon. Die meisten Patienten sprechen gut auf die Behandlung an, aber bei einigen kann die Entzündung auch nach der Antibiotikatherapie anhalten, was weitere Nachuntersuchungen erfordert.
Ist die Gelenkpunktion schmerzhaft?
Die Gelenkpunktion wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs kaum Schmerzen verspüren sollten. Nach dem Eingrritt kann es zu leichten Beschwerden oder einem Druckgefühl im Gelenk kommen, das meist innerhalb weniger Tage abklingt. Komplikationen wie Infektionen sind selten.
Kann ich trotz negativem Ergebnis eine Lyme-Borreliose haben?
Ja, ein negatives Ergebnis schließt eine Lyme-Arthritis nicht vollständig aus. In frühen Stadien der Infektion können noch keine Antikörper nachweisbar sein. Außerdem kann eine vorausgegangene Antibiotikabehandlung die Antikörperproduktion reduzieren. Ihr Arzt wird das Ergebnis immer im Zusammenhang mit Ihren klinischen Symptomen und anderen Befunden bewerten.
Was soll ich nach dem Test beachten?
Nach einer Gelenkpunktion sollten Sie das Gelenk für einige Tage schonen und kühlen, um Schwellungen zu reduzieren. Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten. Bei starken Schmerzen, zunehmender Schwellung oder Anzeichen einer Infektion (Rötung, Fieber) sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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