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Borrelien-Antikörpertest (Immunoblot)

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Der Borrelia burgdorferi Immunoblot ist ein Bluttest zum Nachweis von Antikörpern gegen die Lyme-Borreliose, eine durch Zecken übertragene Erkrankung.

Kurzfassung

{"Der Test identifiziert IgM-Antikörper (frühe Infektion) und IgG-Antikörper (späte/latente Infektion)","Ein positives Ergebnis bedeutet nicht zwingend eine aktive Erkrankung","Der Test wird meist nach einem positiven ELISA-Suchtest durchgeführt","Antikörper können noch lange nach erfolgreicher Behandlung nachweisbar bleiben","Eine Impfung gegen Lyme-Borreliose existiert nicht"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
62342-1
Kurzcode
LYMEWB
Synonyme
B burgdor IgG+IgM Ser IB-Imp
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Serum separator tube (SST) or red-top tube; transfer serum to a sterile transport tube
Einheiten
N/A
Referenz min.
2
Referenz max.
6
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
Immunoblot (Western blot) for qualitative detection of IgG and IgM antibodies against Borrelia burgdorferi
CPT
86617 x2 (Borrelia burgdorferi IgG and IgM immunoblot, each)
SNOMED
397456007 |Borrelia burgdorferi antibody test| + 397481008 |Lyme disease serology|
Probenvolumen
1.0 mL serum (minimum 0.5 mL)
Probenstabilität
Room temperature: 24 hours; Refrigerated (2-8°C): 7 days; Frozen (-20°C or below): 30 days. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Borrelia burgdorferi Immunoblot (auch Western Blot genannt) ist ein laboratoriumsmedizinischer Test, der im Blut nach spezifischen Antikörpern gegen das Bakterium Borrelia burgdorferi sucht. Dieses Bakterium wird durch den Stich infizierter Zecken übertragen und kann die Lyme-Borreliose (auch Zeckenborreliose genannt) verursachen.

Wie funktioniert der Test?

Der Immunoblot ist ein hochspezifischer Bestätigungstest. Nach einem positiven oder grenzwertigen ELISA-Suchtest wird das Blut untersucht, um spezifische Antikörper gegen verschiedene Borrelia-Proteine nachzuweisen. Der Test unterscheidet zwischen zwei Antikörpertypen: IgM-Antikörper erscheinen frühzeitig (2-4 Wochen nach Infektion) und deuten auf eine aktuelle oder kürzliche Infektion hin. IgG-Antikörper entwickeln sich später (4-6 Wochen nach Infektion) und bleiben oft lebenslang nachweisbar.

Was bedeutet das Ergebnis?

Ein positives IgM-Ergebnis deutet auf eine frühe Infektion hin, während positives IgG auf eine spätere oder zurückliegende Infektion hinweist. Ein negatives Ergebnis schließt eine Borreliose nicht vollständig aus, da die Antikörperproduktion Zeit benötigt. Bei negativem Test aber bestehendem Verdacht sollte der Test nach 2-4 Wochen wiederholt werden. Die Interpretation sollte immer durch einen erfahrenen Arzt unter Berücksichtigung der klinischen Symptome erfolgen.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Der Test wird eingesetzt bei Verdacht auf Lyme-Borreliose, insbesondere nach einem Zeckenstich oder bei typischen Symptomen wie Wanderröte (Erythema migrans), Fieber, Gelenkschmerzen oder neurologischen Beschwerden. Er dient auch zur Abklärung unklarer Krankheitsbilder und zur Unterscheidung zwischen aktiver, behandelter oder vergangener Infektion.

Reference range

Negative. Positive results indicate presence of IgG and/or IgM antibodies to B. burgdorferi-specific proteins. IgM positivity: typically positive 2-6 weeks post-infection; IgG positivity: typically positive 4-8 weeks post-infection and may persist for months to years. Interpretation follows CDC two-tiered testing criteria for Lyme disease.N/A

Probenart: serum

No special patient preparation required. Fasting is not necessary. Specimen should be collected before initiation of antibiotic therapy if possible, though serology remains positive after treatment.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa und Nordamerika. Ein positiver Immunoblot allein beweist keine aktive Erkrankung, da Antikörper auch nach ausgeheilter Infektion persistieren. Die klinische Diagnose basiert daher auf der Kombination von Symptomen, Anamnese (Zeckenstich), Serologie und gegebenenfalls weiteren Untersuchungen. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie mit Antibiotika ist wichtig, um Spätfolgen zu vermeiden.

Häufige Fragen

Muss ich nüchtern zum Test erscheinen?
Für diesen Bluttest ist Nüchternheit nicht erforderlich. Sie können wie gewohnt essen und trinken.
Kann der Test eine aktive von einer alten Infektion unterscheiden?
Nicht immer eindeutig. IgM deutet auf eine frische Infektion hin, aber IgG kann noch Jahre nach einer ausgeheilten Infektion nachweisbar sein. Ihr Arzt wird das Ergebnis gemeinsam mit Ihren Symptomen und der Krankengeschichte bewerten.
Kann der Test falsch positiv sein?
Ja, bei anderen Erkrankungen wie Syphilis, Mononukleose oder rheumatischen Erkrankungen können kreuzreaktive Antikörper zu falsch positiven Ergebnissen führen. Der Immunoblot ist jedoch spezifischer als der ELISA-Suchtest.
Bin ich nach einer überstandenen Borreliose immun?
Eine erneute Infektion mit Borrelia burgdorferi ist möglich, da keine dauerhafte Immunität entsteht. Ein hoher Antikörpertiter schützt nicht vor einer neuen Infektion.
Gibt es eine Impfung gegen Lyme-Borreliose?
In Europa ist keine Impfung gegen Lyme-Borreliose verfügbar. In den USA gab es früher einen Impfstoff, dieser ist jedoch nicht mehr auf dem Markt. Der beste Schutz ist das Vermeiden von Zeckenstichen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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