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Borrelia burgdorferi IgM Immunoblot im Liquor

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test weist IgM-Antikörper gegen Borrelia burgdorferi (Bakterien, die durch Zeckenstiche übertragen werden) im Nervenwasser (Liquor) nach und dient der Diagnose einer Neuroborreliose.

Kurzfassung

{"Der Test erkennt IgM-Antikörper im Liquor, die auf eine Borrelieninfektion des Nervensystems hinweisen.","Die Probe wird durch eine Lumbalpunktion (Entnahme von Nervenwasser aus dem Rückenmark) gewonnen.","Ein positives Ergebnis deutet auf eine Neuroborreliose hin, die mit Antibiotika behandelt werden kann.","IgM-Antikörper erscheinen früh in der Infektion und zeigen eine aktuelle oder kürzliche Ansteckung.","Der Immunoblot (Westernblot) ist ein Bestätigungstest und sehr spezifisch für Borrelien."}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
23985-5
Kurzcode
LYMEIGMCSF
Synonyme
B burgdor IgM Patrn CSF IB-Imp
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
csf
Probenbehälter
Sterile, leak-proof, screw-cap polypropylene collection tube for CSF
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
≥ 0 Jahre
Methode
Immunoblot (Western blot) for qualitative detection of IgM antibodies against specific Borrelia burgdorferi antigens in cerebrospinal fluid; band pattern interpretation reported as positive, negative, or equivocal based on CDC/AAP criteria
CPT
86617
SNOMED
410780003
Probenvolumen
1-2 mL of cerebrospinal fluid (minimum 0.5 mL required for immunoblot testing)
Probenstabilität
CSF stable for 24 hours at room temperature (15-25°C), up to 7 days refrigerated at 2-8°C; for prolonged storage, freeze at -20°C or below. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
200
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Borrelia burgdorferi IgM Immunoblot im Liquor ist ein Laborverfahren, das spezifische IgM-Antikörper gegen das Bakterium Borrelia burgdorferi im Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) nachweist. Borrelia burgdorferi ist der Hauptverursacher der Lyme-Borreliose, einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit. Wenn die Bakterien das Nervensystem befallen, spricht man von einer Neuroborreliose.

Wie wird die Probe gewonnen?

Für diesen Test wird Liquor (Nervenwasser) benötigt. Die Gewinnung erfolgt durch eine Lumbalpunktion, auch Spinalpunktion genannt. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Nadel zwischen zwei Lendenwirbeln eingeführt, um Liquor aus dem Wirbelkanal zu entnehmen. Dieser Eingriff dauert meist nur wenige Minuten und wird von einem erfahrenen Arzt durchgeführt.

Was bedeutet das Ergebnis?

Ein positives IgM-Ergebnis im Liquor bedeutet, dass Ihr Immunsystem IgM-Antikörper gegen Borrelien gebildet hat und diese Bakterien wahrscheinlich das zentrale Nervensystem erreicht haben. Dies spricht für eine aktive oder kürzlich erworbene Neuroborreliose. Ein negatives Ergebnis schließt eine Borrelieninfektion des Nervensystems nicht vollständig aus, besonders wenn die Infektion noch sehr früh ist oder bereits längere Zeit zurückliegt.

Reference range

Negative. Positive: presence of at least 2 of the following 3 bands: 23 kDa (OspC), 39 kDa (BmpA), and 41 kDa (Fla) — per CDC/AAP interpretive criteria. Equivocal: single reactive band present.N/A

Probenart: csf

No fasting required. Lumbar puncture should be performed using aseptic technique. CSF should be collected prior to initiation of antibiotic therapy when possible, as antibiotics may decrease antibody titers.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Bestimmung von Borrelia-spezifischen IgM-Antikörpern im Liquor ist entscheidend für die Diagnose einer Neuroborreliose. Diese Form der Borreliose kann zu Symptomen wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Gesichtslähmung, Nervenschmerzen und Gelenkbeschwerden führen. Ein positives IgM-Ergebnis im Liquor in Kombination mit typischen neurologischen Symptomen bestätigt die Diagnose und ermöglicht eine gezielte Antibiotikatherapie, die in der Regel gut wirksam ist.

Häufige Fragen

Warum wird dieser Test nur im Liquor durchgeführt?
Der Nachweis von Borrelien-Antikörpern im Liquor ist aussagekräftiger für eine Neuroborreliose als ein Bluttest, da er direkt eine Infektion des Nervensystems nachweist. Ein Bluttest kann nur zeigen, dass der Körper mit Borrelien Kontakt hatte, aber nicht, ob das Nervensystem betroffen ist.
Wann sollte dieser Test durchgeführt werden?
Der Test wird empfohlen, wenn Sie typische neurologische Symptome haben (z.B. starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Gesichtslähmung, Taubheitsgefühle) und der Verdacht auf eine durch Zecken übertragene Borrelieninfektion besteht. Typischerweise tritt eine Neuroborreliose mehrere Wochen bis Monate nach einem Zeckenstich auf.
Ist der Test schmerzhaft?
Die Lumbalpunktion wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs kaum Schmerzen verspüren. Nach der Punktion können vorübergehende Kopfschmerzen auftreten, die meist durch Liegen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr gelindert werden können.
Was passiert, wenn der Test positiv ist?
Bei einem positiven IgM-Nachweis im Liquor wird Ihr Arzt eine Antibiotikatherapie einleiten. Neuroborreliose wird in der Regel mit intravenös verabreichten Antibiotika (z.B. Ceftriaxon) über 14-28 Tage behandelt. Die Prognose ist bei frühzeitiger Behandlung meist sehr gut.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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