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Borrelia burgdorferi IgM-Antikörper im Gelenkpunktat

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test weist IgM-Antikörper gegen das Borrelia-Bakterium (Erreger der Lyme-Borreliose) in der Gelenkflüssigkeit nach.

Kurzfassung

{"Der Test dient der Diagnose einer Lyme-Arthritis (Gelenkborreliose)","Die Gelenkflüssigkeit wird durch eine Punktion entnommen","Positive IgM-Antikörper weisen auf eine aktuelle oder kürzliche Infektion hin","Der Test wird eingesetzt bei Gelenkschwellungen nach Zeckenstich","Eine negative Testung schließt eine Borreliose nicht sicher aus"}

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
21119-3
Kurzcode
LYMEIGMSYN
Synonyme
B burgdor IgM Snv Ql IA
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
fluid
Probenbehälter
Sterile, screw-capped, leak-proof container without preservatives; red-top or white-top sterile tube acceptable
Einheiten
N/A
Referenz min.
2
Referenz max.
4
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
Immunoassay (Enzyme-linked immunosorbent assay)
CPT
86617
SNOMED
395011000119108
Probenvolumen
1-2 mL of synovial fluid (minimum 0.5 mL)
Probenstabilität
Room temperature: 8 hours. Refrigerated (2-8°C): 7 days. Frozen (-20°C or lower): 30 days. Avoid repeated freeze-thaw cycles.
Hämolyse max.
300
Bearbeitungszeit
24–72 Stunden
Anordnung
routine

Was ist dieser Test?

Der Test bestimmt, ob IgM-Antikörper gegen das Bakterium Borrelia burgdorferi in der Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) vorhanden sind. Borrelia burgdorferi ist der Haupterreger der Lyme-Borreliose, einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit. IgM-Antikörper sind die ersten Antikörper, die der Körper nach einer Infektion bildet, und weisen meist auf eine aktuelle oder kürzliche Infektion hin.

Wie wird der Test durchgeführt?

Zunächst wird Gelenkflüssigkeit durch eine Gelenkpunktion entnommen. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Nadel in das betroffene Gelenk eingeführt, um Flüssigkeit zu gewinnen. Diese Flüssigkeit wird dann im Labor auf IgM-Antikörper gegen Borrelia burgdorferi untersucht. Das Verfahren heißt Immunoassay und kann selbst geringe Mengen von Antikörpern nachweisen.

Wann wird dieser Test angeordnet?

Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn Sie Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen haben und der Verdacht auf eine Lyme-Arthritis besteht. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie in einem Gebiet leben oder waren, in dem Zecken verbreitet sind, oder wenn Sie einen Zeckenstich bemerkt haben. Typische Symptome einer Lyme-Arthritis sind Schwellung, Schmerzen und Steife in einem oder mehreren Gelenken, insbesondere im Knie.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Ein positives Ergebnis bedeutet, dass IgM-Antikörper gegen Borrelia burgdorferi in Ihrer Gelenkflüssigkeit nachgewiesen wurden. Dies spricht für eine Borrelien-Infektion, die das Gelenk befallen hat (Lyme-Arthritis). Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keine IgM-Antikörper nachgewiesen wurden. Dies kann bedeuten, dass keine Infektion vorliegt, dass die Infektion noch so frisch ist, dass noch keine Antikörper gebildet wurden, oder dass die Infektion bereits länger zurückliegt und die Antikörper nicht mehr nachweisbar sind. Ihr Arzt wird das Ergebnis gemeinsam mit Ihren Symptomen und anderen Untersuchungsbefunden auswerten.

Reference range

Negative: No Borrelia burgdorferi IgM antibodies detected. Equivocal: Repeat testing recommended in 2-4 weeks. Positive: IgM antibodies to Borrelia burgdorferi detected, suggestive of recent or active infection.N/A

Probenart: fluid

No special patient preparation required. Arthrocentesis should be performed under sterile conditions by a qualified healthcare professional. Inform clinician of current antibiotic therapy as it may affect antibody detection.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa und Nordamerika. Wenn die Infektion nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, kann sie sich auf die Gelenke ausbreiten und eine Lyme-Arthritis verursachen. Diese zeigt sich typischerweise Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich mit Schwellungen und Schmerzen, meist im Kniegelenk. Der Nachweis von Borrelia-spezifischen IgM-Antikörpern in der Gelenkflüssigkeit bestätigt die Diagnose einer Lyme-Arthritis und ermöglicht eine gezielte Antibiotikatherapie. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um dauerhafte Gelenkschäden zu vermeiden.

Häufige Fragen

Ist die Gelenkpunktion schmerzhaft?
Die Punktion wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass Sie normalerweise nur ein leichtes Druckgefühl verspüren. Nach dem Eingriff kann es zu vorübergehenden Beschwerden oder einem Bluterguss kommen.
Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt jedoch über blutverdünnende Medikamente und eventuelle Allergien gegen Betäubungsmittel.
Wie zuverlässig ist dieser Test?
Der Immunoassay ist ein empfindliches Verfahren, jedoch kann es in frühen Stadien der Infektion zu falsch-negativen Ergebnissen kommen, da die Antikörper noch nicht in ausreichender Menge gebildet wurden. Bei starkem klinischem Verdacht kann eine Wiederholung des Tests oder eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein.
Was passiert, wenn der Test positiv ist?
Bei einem positiven Ergebnis wird Ihr Arzt eine Antibiotikatherapie einleiten, die meist über mehrere Wochen erfolgt. Die Behandlung ist in der Regel sehr wirksam und führt zur Besserung der Gelenkbeschwerden.
Kann ich trotz negativem Ergebnis eine Borreliose haben?
Ja, das ist möglich. Wenn die Infektion sehr frisch ist, können die Antikörper noch nicht nachweisbar sein. Auch bei einer bereits länger zurückliegenden Infektion können die Antikörper wieder verschwinden. Ihr Arzt wird daher auch Ihre Symptome und die Krankengeschichte berücksichtigen.
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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