Proteinelektrophorese, Bromkresolpurpur-Methode (Serum)
Dieser Test misst die verschiedenen Eiweißarten in Ihrem Blut, getrennt nach Größe und Ladung. Er hilft dabei, Auffälligkeiten in der Verteilung der Eiweiße zu erkennen, die auf Erkrankungen wie multiples Myelom, Lebererkrankungen oder Nierenprobleme hinweisen können.
["Dieser Test hilft Ärztinnen und Ärzten, Erkrankungen zu diagnostizieren und zu überwachen, die den Eiweißhaushalt in Ihrem Blut beeinflussen."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 68958-8
- Kurzcode
- KOH Prep Ur
- Synonyme
- KOH Prep Ur
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- urine
- Probenbehälter
- Sterile urine container
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- koh-preparation
- Probenvolumen
- 10 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 2h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 0
- Lipämie max.
- 0
- Ikterus max.
- 0
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Welche Eiweiße werden bei diesem Test gemessen?
Die Proteinelektrophorese trennt die Eiweiße im Serum anhand ihrer elektrischen Ladung und Größe in verschiedene Banden auf. Wichtige Bestandteile sind Albumin (das häufigste Eiweiß, das das Blutvolumen stützt und Stoffe transportiert), Globuline (zu denen Antikörper, Eiweiße des Immunsystems sowie Alpha-, Beta- und Gamma-Globuline gehören) und weitere kleinere Eiweiße. Auffällige Bandenmuster können auf Erkrankungen wie chronische Entzündungen, Infektionen oder genetische Störungen hinweisen.
Warum könnte dieser Test für Sie notwendig sein?
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn bei Ihnen Symptome wie unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit, Schwellungen oder Anzeichen einer Organschädigung (z. B. Leber- oder Nierenprobleme) auftreten. Er wird auch zur Überwachung von Erkrankungen wie dem multiplen Myelom eingesetzt, bei dem häufig eine abnorme Eiweißproduktion vorkommt.
Häufige Erkrankungen im Zusammenhang mit auffälligen Ergebnissen
Erhöhte Werte bestimmter Globuline (z. B. monoklonale Spitzen) können auf ein multiples Myelom oder andere Plasmazellerkrankungen hindeuten. Ein niedriges Albumin kann auf eine Lebererkrankung, Mangelernährung oder Nierenprobleme hinweisen. Erhöhte Alpha-2- oder Beta-2-Globuline können auf Entzündungen, Infektionen oder Autoimmunerkrankungen hindeuten.
Wie wird der Test durchgeführt?
Es wird eine Blutprobe entnommen und das Serum für die Analyse abgetrennt. Das Serum wird auf ein Gel aufgetragen und einem elektrischen Strom ausgesetzt, wodurch die Eiweiße zur entgegengesetzten Ladung wandern. Ein Farbstoff namens Bromkresolpurpur färbt die Eiweiße an und macht sichtbare Banden sichtbar, die gemessen werden.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die Proteinelektrophorese ist wichtig für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, bei denen Eiweißveränderungen diagnostische Hinweise geben. Zum Beispiel hilft sie, monoklonale Gammopathien (z. B. multiples Myelom) durch den Nachweis abnormer Eiweißspitzen zu erkennen. Sie bewertet außerdem die Eiweißbildung und den Eiweißabbau bei Erkrankungen wie Leberzirrhose oder nephrotischem Syndrom.
Kurzbezeichnung
Serumproteinelektrophorese (BCP)
Häufige Fragen
Was bedeutet eine „Eiweißspitze" oder „Bandenverschiebung" in meinen Ergebnissen?
Kann sich meine Ernährung auf die Ergebnisse der Proteinelektrophorese auswirken?
Wie oft sollte ich diesen Test machen lassen?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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