Monotypische Plasmazellen im Blut mittels Durchflusszytometrie
Bei diesem Test wird mithilfe der Durchflusszytometrie in einer Blutprobe nach Plasmazellen gesucht, die alle gleichartig (monotypisch) sind, was ein Hinweis auf eine Plasmazellstörung sein kann. Er wird in der Regel im Rahmen einer Abklärung durchgeführt, wenn abnorme Plasmazellen vermutet werden oder überwacht werden.
["Der Test prüft, ob die Plasmazellen im Blut ein einziges, einheitliches Muster aufweisen, das auf einen klonalen (abnormen) Plasmazellprozess hindeuten kann."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 86900-8
- Kurzcode
- Monotypic plasma cells Bld FC
- Synonyme
- Monotypic plasma cells Bld FC
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- plasma
- Probenbehälter
- Lavender-top (EDTA) or Green-top (Heparin)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- flow-cytometry
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Was gemessen wird
Plasmazellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die normalerweise Antikörper bilden. Bei einer gesunden Immunantwort sind Plasmazellen eine Mischung aus vielen verschiedenen Typen und unterscheiden sich daher voneinander. Dieser Test untersucht die Plasmazellen im Blut, um festzustellen, ob sie monotypisch sind – das heißt, ob sie einheitlich erscheinen und von einer einzigen Zelllinie stammen statt aus einer vielfältigen Mischung.
Wie der Test funktioniert
Eine Blutprobe wird mittels Durchflusszytometrie analysiert, einem Labormethodenverfahren, bei dem mit speziellen Geräten viele einzelne Zellen eine nach der anderen untersucht werden. Es werden Plasmazellen identifiziert und Oberflächen- oder innere Marker bewertet, um zu beurteilen, ob die Population einheitlich (monotypisch) oder vielfältig (polytypisch) ist. Das Verfahren wird manchmal auch als Immunphänotypisierung bezeichnet.
Warum Ihr Arzt den Test angeordnet hat
Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn Blutbildwerte oder andere Ergebnisse auf eine abnorme Plasmazellpopulation hindeuten, wenn eine Plasmazellstörung vermutet wird oder um eine bekannte Erkrankung mit zu überwachen. Er wird häufig zusammen mit anderen Blut- und Knochenmarkuntersuchungen eingesetzt und nicht allein.
Was die Ergebnisse bedeuten
Die Ergebnisse beschreiben, ob eine monotypische Plasmazellpopulation vorliegt und, falls ja, durch welche Marker sie gekennzeichnet ist. Ein monotypischer Befund kann eine weitere Abklärung auf eine klonale Plasmazellstörung stützen, während eine gemischte (polytypische) Population in der Regel weniger besorgniserregend ist. Ihr Arzt wird das Ergebnis zusammen mit Ihrer Krankengeschichte, Ihrer Untersuchung und anderen Laborbefunden beurteilen.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Der Nachweis einer monotypischen Plasmazellpopulation im Blut kann klinisch bedeutsam sein, da einheitliche, klonale Plasmazellen auf eine Plasmazellstörung wie eine Plasmazellneoplasie hindeuten können. Der Test unterstützt die Diagnose und Überwachung, wird aber nicht allein verwendet; die Ergebnisse werden zusammen mit Blutbildwerten, Eiweißuntersuchungen, Bildgebung und manchmal einer Knochenmarkuntersuchung beurteilt. Konkrete Zahlen oder Grenzwerte sollten Ihrem eigenen Laborbericht und Ihrem Behandlungsteam entnommen werden.
Kurzbezeichnung
Monotypische Plasmazellen, Blut
Häufige Fragen
Bedeutet ein monotypisches Ergebnis immer, dass ich Krebs habe?
Ist das dasselbe wie eine Knochenmarkuntersuchung?
Muss ich für diesen Test nüchtern sein oder mich vorbereiten?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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