Urinanalyse mit mikroskopischer Untersuchung des Urinsediments (Urinmikroskopie)
Bei diesem Test wird Ihr Urin unter dem Mikroskop untersucht, um Zellen, Bakterien, Kristalle oder andere Substanzen zu erkennen, die auf eine Infektion, Nierenprobleme oder andere gesundheitliche Beschwerden hinweisen können.
["Die mikroskopische Urinanalyse hilft, verborgene Probleme im Harntrakt zu erkennen."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 42693-2
- Kurzcode
- MR Bladder+Urethra Cine
- Synonyme
- MR Bladder+Urethra Cine
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- mr
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Wonach sucht der mikroskopische Urintest?
Ihre Urinprobe wird mit einem speziellen Farbstoff versetzt und unter dem Mikroskop untersucht. Der Test prüft, ob rote Blutkörperchen (Hämaturie), weiße Blutkörperchen (Infektion), Bakterien, Kristalle (wie Kalziumoxalat), Zylinder (eiweißbedingte Nierenschäden) und andere auffällige Substanzen vorhanden sind. Diese Befunde können auf Harnwegsinfektionen, Nierenerkrankungen, Blasensteine oder andere Erkrankungen hinweisen.
Warum könnte Ihr Arzt diesen Test anordnen?
Eine Urinmikroskopie kann empfohlen werden, wenn Sie Symptome wie häufiges Wasserlassen, Schmerzen, Blut im Urin oder unerklärlichen Gewichtsverlust haben. Sie wird auch eingesetzt, um chronische Erkrankungen wie Nierenerkrankungen zu überwachen oder unklare Laborergebnisse eines allgemeinen Urin-Schnelltests (Teststreifen) abzuklären.
Wie wird der Test durchgeführt?
Sie geben eine Mittelstrahl-Urinprobe ab (oder bei Bedarf eine Probe über einen Katheter). Im Labor wird der Urin mit einer Färbung (z. B. Wright-Giemsa) versetzt, um Zellen und Bakterien hervorzuheben. Anschließend untersucht eine geschulte Fachkraft das Sediment unter dem Mikroskop auf Auffälligkeiten.
Welche Befunde sind häufig und was können ihre Ursachen sein?
Rote Blutkörperchen (Hämaturie) können auf Nierensteine, Infektionen oder Verletzungen hindeuten. Weiße Blutkörperchen (Pyurie) weisen oft auf Harnwegsinfektionen hin. Kristalle (z. B. Kalziumoxalat) können auf Nierensteine oder Stoffwechselstörungen hindeuten. Eiweiß in Zylindern kann auf Nierenschäden oder eine Glomerulonephritis hinweisen.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Dieser Test liefert wichtige Hinweise auf die Gesundheit des Harntrakts. So können anhaltend rote Blutkörperchen ohne Infektion auf eine Nierenerkrankung hindeuten, während häufig auftretende weiße Blutkörperchen eine Antibiotikabehandlung bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen erforderlich machen können. Die Früherkennung auffälliger Zellen oder Kristalle kann die Behandlungsplanung unterstützen, etwa durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Antibiotika oder Lebensstiländerungen zur Vorbeugung von Nierensteinen.
Kurzbezeichnung
Urinmikroskopie
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse dieses Tests vorliegen?
Ist vor diesem Test eine Vorbereitung erforderlich?
Darf ich vor diesem Test Wasser trinken?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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