Myeloperoxidase-Antikörper (Serum) – qualitativ
Dieser Test prüft, ob Antikörper gegen Myeloperoxidase vorhanden sind – ein Enzym, das in weißen Blutkörperchen vorkommt. Er kann zur Diagnose oder Verlaufskontrolle bestimmter Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.
["Dieser Test hilft dabei, Immunreaktionen zu erkennen, die mit Erkrankungen wie Vaskulitis oder Autoimmunerkrankungen zusammenhängen."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 6969-0
- Kurzcode
- Myeloperoxidase Ab Ser-aCnc
- Synonyme
- Myeloperoxidase Ab Ser-aCnc
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Warum dieser Test durchgeführt wird
Ihr behandelnder Arzt kann diesen Test anordnen, wenn bei Ihnen Symptome oder eine Vorgeschichte vorliegen, die auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten, etwa eine Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße), oder wenn eine vermutete immunbedingte Erkrankung abgeklärt wird. Er kann auch Teil einer umfassenderen diagnostischen Abklärung unklarer Beschwerden wie Hautausschläge, Gelenkschmerzen oder Organbeteiligung sein.
Was Sie vor dem Test erwarten können
Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich. Ihnen wird eine Blutprobe entnommen, in der Regel aus einer Vene in Ihrem Arm. Die Probe wird zur Analyse an ein Labor geschickt. Die Ergebnisse können je nach Laborablauf mehrere Tage bis eine Woche dauern.
Was die Testergebnisse bedeuten
Ein positives Ergebnis zeigt das Vorhandensein von Myeloperoxidase-Antikörpern an, was auf eine Autoimmunreaktion hindeuten kann. Es können jedoch auch falsch positive Ergebnisse auftreten, daher werden die Ergebnisse häufig zusammen mit anderen klinischen Befunden und Tests bewertet. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, was Ihr konkretes Ergebnis im Zusammenhang mit Ihrer Gesundheitsgeschichte und Ihren Symptomen bedeutet.
Mögliche Erkrankungen im Zusammenhang mit positiven Ergebnissen
Positive Ergebnisse für Myeloperoxidase-Antikörper werden häufig mit der **Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)** in Verbindung gebracht, einer Form der Vaskulitis, die die Blutgefäße betrifft. Auch andere Autoimmunerkrankungen wie bestimmte Formen von Lupus oder rheumatoider Arthritis können mit diesen Antikörpern zusammenhängen, jedoch nicht ausschließlich.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Klinische Bedeutung
Kurzbezeichnung
Myeloperoxidase-Antikörper (qualitativ)
Häufige Fragen
Was verursacht das Auftreten von Myeloperoxidase-Antikörpern im Blut?
Können Änderungen des Lebensstils die Myeloperoxidase-Antikörperspiegel beeinflussen?
Wie oft sollte dieser Test bei einem positiven Ergebnis wiederholt werden?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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