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Neutrophilen-Zahl (absolut)

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test misst die Anzahl der Neutrophilen, einer Art von weißen Blutkörperchen, in Ihrem Blut. Neutrophile helfen dabei, Infektionen abzuwehren, indem sie Bakterien und andere Erreger bekämpfen.

Kurzfassung

["Neutrophile sind wichtige Abwehrzellen gegen Infektionen; niedrige oder hohe Werte können auf gesundheitliche Probleme hinweisen."]

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
30454-3
Kurzcode
Neutrophils NFr Pcar
Synonyme
Neutrophils NFr Pcar
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Ärztinnen und Ärzte können eine absolute Neutrophilenzahl anfordern, um Erkrankungen wie Infektionen, bestimmte Krebsarten (z. B. Leukämie), Autoimmunerkrankungen oder den Zustand nach Behandlungen, die das Immunsystem unterdrücken, zu diagnostizieren oder zu überwachen. Der Test kann auch helfen einzuschätzen, wie gut Ihr Körper auf eine Behandlung anspricht.

Was Sie vor dem Test erwarten können

Dieser Test wird in der Regel durch die Entnahme einer kleinen Blutprobe aus einer Vene in Ihrem Arm durchgeführt. Sie spüren möglicherweise einen leichten Stich, aber es geht schnell und erfordert keine besondere Vorbereitung. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, informieren Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt vor dem Test.

Was die Ergebnisse bedeuten

Die Ergebnisse werden als Anzahl der Neutrophilen pro Mikroliter (µL) Blut angegeben. Die Referenzbereiche variieren je nach Labor, aber sehr niedrige Werte (unter dem Normalbereich) können auf Infektionen, Immunstörungen oder Probleme mit dem Knochenmark hinweisen. Sehr hohe Werte (über dem Normalbereich) können auf chronische Infektionen, Entzündungen oder andere Erkrankungen hindeuten.

Häufige Erkrankungen, die die Neutrophilen beeinflussen

Niedrige Neutrophilenwerte (Neutropenie) können mit Erkrankungen wie aplastischer Anämie, bestimmten Medikamenten oder genetischen Störungen zusammenhängen. Hohe Neutrophilenwerte (Neutrophilie) können durch Infektionen, Stress oder entzündliche Erkrankungen entstehen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Zusammenhang mit Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand einordnen.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Neutrophile spielen eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von bakteriellen Infektionen. Auffällige Werte können auf zugrunde liegende gesundheitliche Probleme hinweisen, wie Immunschwächen, Infektionen oder Nebenwirkungen von Behandlungen. Eine regelmäßige Überwachung kann erforderlich sein, wenn Sie chronische Erkrankungen wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen haben.

Kurzbezeichnung

Absolute Neutrophilenzahl (ANC)

Häufige Fragen

Was verursacht einen niedrigen Neutrophilenwert?
Niedrige Neutrophilenwerte können durch Infektionen, bestimmte Medikamente (wie Chemotherapie), Autoimmunerkrankungen oder genetische Störungen entstehen. Sie können auch nach Blutverlust oder starkem Stress auftreten. Wenn Sie häufige Infektionen oder Müdigkeit bemerken, sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was sollte ich tun, wenn mein Neutrophilenwert hoch ist?
Hohe Neutrophilenwerte deuten oft auf Infektionen, Entzündungen oder Stress hin. Wenn Sie Symptome wie Fieber, anhaltende Müdigkeit oder unerklärlichen Gewichtsverlust haben, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Diese oder dieser kann weitere Untersuchungen oder Behandlungen empfehlen, um die zugrunde liegende Ursache zu klären.
Können Ernährung oder Lebensstil die Neutrophilenwerte beeinflussen?
Ernährung und Lebensstil können die Zahl der weißen Blutkörperchen indirekt beeinflussen. Ausreichend zu trinken, eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen (wie Vitamin C und Zink) und die Vermeidung von übermäßigem Stress können die Immunabwehr unterstützen. Allerdings verändert die Ernährung allein die Neutrophilenwerte nicht – die Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt ist entscheidend.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 16. August 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen