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Ormetoprim- und Sulfamethoxazol-Isolat – Minimale Hemmkonzentration [Empfindlichkeitstestung]

Veröffentlicht: 9. August 2026Aktualisiert: 16. August 2026

Dieser Test bestimmt die niedrigste Konzentration der Wirkstoffkombination Ormetoprim/Sulfamethoxazol, die das Wachstum eines bakteriellen Isolats stoppt, und hilft festzustellen, ob der Erreger gegenüber diesem Antibiotikum empfindlich ist.

Kurzfassung

["Die Ormetoprim/Sulfamethoxazol-MHK zeigt Ihrem Behandlungsteam, wie gut diese Wirkstoffkombination die spezifischen Bakterien hemmen kann, die eine Infektion verursachen."]

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 16. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

LOINC
73615-7
Kurzcode
Ormetroprim+Sulfamethoxazole Islt MIC
Synonyme
Ormetroprim+Sulfamethoxazole Islt MIC
Kategorie
Klinische Chemie
Probe
serum
Probenbehälter
Red-top tube (SST)
Einheiten
N/A
Nüchtern
Nein
Population
Erwachsene
Geschlecht
all
Altersbereich
18–65 Jahre
Methode
mic
Probenvolumen
5 mL
Probenstabilität
Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
Hämolyse max.
500
Lipämie max.
1000
Ikterus max.
500
Bearbeitungszeit
4–24 Stunden
Anordnung
routine

Was dieser Test misst

Der Test bestimmt die minimale Hemmkonzentration (MHK), also die kleinste Menge an Ormetoprim/Sulfamethoxazol, die ein sichtbares Wachstum der isolierten Bakterien im Labor verhindert. Das Ergebnis wird für ein bestimmtes bakterielles Isolat angegeben und nicht direkt in Ihrem Blut oder einer anderen Körperflüssigkeit gemessen.

Wie die Probe behandelt wird

Zunächst wird ein bakterielles Isolat aus einer klinischen Probe angezüchtet, etwa aus Urin, Wundmaterial oder einer anderen Infektionsstelle. Dieses reine Isolat wird dann im mikrobiologischen Labor einer Reihe von Ormetoprim/Sulfamethoxazol-Konzentrationen ausgesetzt, um die MHK zu bestimmen.

Wie das Ergebnis zu lesen ist

Die Ergebnisse werden in der Regel als numerischer MHK-Wert angegeben und anhand veröffentlichter Grenzwerte als empfindlich, intermediär oder resistent interpretiert. Für Behandelnde sind die interpretierenden Kategorien aussagekräftiger als die reine Zahl, und die Grenzwerte können je nach Bakterienart und Testmethode unterschiedlich sein.

Warum die Kombination verwendet wird

Ormetoprim und Sulfamethoxazol werden zusammen eingesetzt, weil die beiden Wirkstoffe aufeinanderfolgende Schritte der bakteriellen Folsäuresynthese blockieren, wodurch die antibiotische Wirkung verstärkt werden kann. Die Testung der Kombination hilft bei der Auswahl der Behandlung für Infektionen, die durch empfindliche Erreger verursacht werden.

Clinical interpretation

How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.

Empfindlichkeitstests unterstützen die Auswahl des Antibiotikums und helfen, eine unwirksame Behandlung zu vermeiden. Eine MHK im empfindlichen Bereich deutet darauf hin, dass der Erreger bei angemessenen therapeutischen Dosen wahrscheinlich auf Ormetoprim/Sulfamethoxazol anspricht, während ein intermediäres oder resistentes Ergebnis darauf hindeutet, dass möglicherweise ein anderer Wirkstoff erforderlich ist. Die Ergebnisse sollten immer zusammen mit dem klinischen Zustand der Patientin oder des Patienten, der Infektionsstelle und Überlegungen zur Dosierung interpretiert werden.

Kurzbezeichnung

Ormetoprim/Sulfamethoxazol-Isolat – MHK

Häufige Fragen

Misst dieser Test die Wirkstoffspiegel in meinem Körper?
Nein. Er misst, wie viel Ormetoprim/Sulfamethoxazol nötig ist, um das Wachstum der aus Ihrer Probe isolierten Bakterien zu hemmen, und nicht die Wirkstoffkonzentration in Ihrem Blut.
Was bedeutet ein MHK-Wert?
Die MHK ist die niedrigste Wirkstoffkonzentration, die ein sichtbares Bakterienwachstum im Labor verhindert hat. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kombiniert diesen Wert mit den interpretierenden Kategorien und Ihrem klinischen Bild, um die Behandlung auszuwählen.
Kann sich das Ergebnis im Laufe der Zeit ändern?
Ja. Bakterien können Resistenzen entwickeln, und eine erneute Kultur mit Empfindlichkeitstestung kann ein anderes Ergebnis zeigen, insbesondere nach früherer Antibiotikagabe oder bei Therapieversagen.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

Medizinischer Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.

Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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