pH-Wert der Peritonealflüssigkeit
Dieser Test misst den Säuregrad der Flüssigkeit in der Bauchhöhle und hilft bei der Diagnose von Infektionen.
{"Misst den Säuregrad (pH-Wert) der Flüssigkeit in der Bauchhöhle","Hilft bei der Erkennung von Bauchfellinfektionen (Peritonitis)","Ein niedriger pH-Wert kann auf eine bakterielle Infektion hinweisen","Die Probe wird durch eine Bauchpunktion (Parazentese) gewonnen","Wird hauptsächlich bei Patienten mit Ascites (Bauchwassersucht) durchgeführt"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 2751-6
- Kurzcode
- PH-PERF
- Synonyme
- pH Prt
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Sterile collection container without anticoagulant; avoid heparin as it may affect pH
- Einheiten
- not specified
- Referenz min.
- 7.35
- Referenz max.
- 7.45
- Kritischer Bereich
- 7.35 not specified – —
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- ≥ 18 Jahre
- Methode
- Potentiometry using pH electrode
- CPT
- 83990
- SNOMED
- 25106000
- Probenvolumen
- 1-5 mL of peritoneal/ascitic fluid
- Probenstabilität
- Analyze immediately (within 30-60 minutes) for accurate results. If delay is expected, store at 2-8°C and analyze within 2 hours. Do not freeze samples.
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 1–4 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der pH-Wert der Peritonealflüssigkeit ist ein Labor test, der den Säuregrad der Flüssigkeit misst, die sich natürlicherweise in der Bauchhöhle befindet. Diese Flüssigkeit wird auch als Aszites oder Bauchwasser bezeichnet. Der Test ist besonders wichtig für die Diagnose von Infektionen des Bauchfells, sogenannter spontaner bakterieller Peritonitis (SBP), die bei Patienten mit Leberzirrhose und Ascites auftreten kann.
Wie wird die Probe gewonnen?
Die Peritonealflüssigkeit wird durch ein Verfahren namens Parazentese (Bauchpunktion) gewonnen. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Nadel durch die Bauchwand in die Bauchhöhle eingeführt, um Flüssigkeit zu entnehmen. Dieser Eingriff wird meist unter Ultraschallkontrolle durchgeführt, um die Sicherheit zu erhöhen und die optimale Stelle für die Punktion zu finden.
Warum ist dieser Test wichtig?
Der pH-Wert der Peritonealflüssigkeit ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Bauchfells. Ein normaler pH-Wert liegt typischerweise zwischen 7,5 und 7,8. Ein deutlich niedrigerer Wert (unter 7,35) gilt als sauer und kann auf eine bakterielle Infektion im Bauchraum hinweisen. Dies ist besonders wichtig, da eine unbehandelte Bauchfellinfektion lebensbedrohlich sein kann.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Ein pH-Wert über 7,35 gilt als normal und deutet nicht auf eine Infektion hin. Ein pH-Wert unter 7,35 gilt als erniedrigt und kann ein Hinweis auf eine spontane bakterielle Peritonitis (SBP) oder eine andere Infektion der Bauchhöhle sein. Bei Verdacht auf eine Infektion wird die Flüssigkeit auch mikroskopisch untersucht und kultiviert, um den genauen Erreger zu identifizieren und die richtige Behandlung zu ermöglichen.
Reference range
7.35-7.45not specified
No special preparation; analyze immediately after paracentesis
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die Messung des pH-Werts der Peritonealflüssigkeit ist von großer klinischer Bedeutung bei der Diagnose und Überwachung von Bauchfellinfektionen. Insbesondere bei Patienten mit Leberzirrhose und Ascites ist die Bestimmung des pH-Werts ein wichtiges Instrument zur Früherkennung einer spontanen bakteriellen Peritonitis (SBP). Ein pH-Wert unter 7,35 gilt als diagnostisches Kriterium für SBP und erfordert eine umgehende Antibiotikabehandlung. Der Test hilft auch dabei, andere Ursachen für Ascites-Flüssigkeit zu unterscheiden und den Schweregrad einer Infektion einzuschätzen.
Häufige Fragen
Ist die Bauchpunktion schmerzhaft?
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Was passiert, wenn der pH-Wert niedrig ist?
Gibt es Risiken bei der Bauchpunktion?
Muss ich vor dem Test nüchtern sein?
Quellen
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- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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