Serumproteinelektrophorese (qualitativ)
Dieser Test misst die verschiedenen Proteinarten in Ihrem Blut, getrennt nach Größe und Ladung, um Auffälligkeiten in der Proteinverteilung zu erkennen.
["Hilft bei der Diagnose von Erkrankungen wie multiplem Myelom, Lebererkrankungen oder Nierenproblemen durch die Prüfung von Proteinmustern."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 18345-9
- Kurzcode
- Prot S Ag/Fact VII Ag PPP
- Synonyme
- Prot S Ag/Fact VII Ag PPP
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- plasma
- Probenbehälter
- Lavender-top (EDTA) or Green-top (Heparin)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- coag
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Welche Proteine werden gemessen?
Die Elektrophorese trennt Proteine anhand ihrer elektrischen Ladung und Größe in Banden. Zu den wichtigsten Proteingruppen gehören Albumin (schnell wandernd), Alpha-Globuline, Beta-Globuline und Immunglobuline (langsam wandernd). Auffällige Banden können auf Erkrankungen wie Infektionen, Krebs oder Stoffwechselstörungen hinweisen.
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Eine Proteinelektrophorese wird oft veranlasst, um Symptome wie unerklärlichen Gewichtsverlust, Müdigkeit, Schwellungen oder Anzeichen einer Organdysfunktion abzuklären. Sie kann auch im Rahmen einer Routineuntersuchung bei bestimmten Bluterkrankungen oder genetischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Probenvorbereitung und Testablauf
Eine Blutprobe wird entnommen, das Serum wird abgetrennt und für die Elektrophorese vorbereitet. Die Probe wird in ein elektrisches Feld gebracht, wodurch die Proteine zur positiven Elektrode wandern. Nach der Trennung werden die Proteine angefärbt, um die einzelnen Banden sichtbar zu machen.
Häufig untersuchte Erkrankungen
Dieser Test kann dabei helfen, Erkrankungen wie monoklonale Gammopathie (z. B. multiples Myelom), chronische Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder entzündliche Erkrankungen zu erkennen. Er kann auch zur Überwachung des Behandlungserfolgs bei bestimmten Erkrankungen eingesetzt werden.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Klinische Bedeutung: Die Proteinelektrophorese ist entscheidend für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, bei denen eine abnormale Proteinproduktion oder -verteilung vermutet wird. Ein ausgeprägter monoklonaler Peak kann beispielsweise auf ein multiples Myelom hindeuten, während ein verändertes Albumin/Globulin-Verhältnis auf Leber- oder Nierenprobleme hinweisen kann. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für weitere Untersuchungen oder die Behandlungsplanung.
Kurzbezeichnung
Proteinelektrophorese
Häufige Fragen
Was zeigt ein Proteinelektrophorese-Test?
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse dieses Tests vorliegen?
Darf ich vor diesem Test etwas essen oder trinken?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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