FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) IgG-Antikörpertest
Der Test misst die IgG-Antikörper gegen das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus) im Serum und Liquor.
{"FSME ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Nervensystem betrifft","Der IgG-Antikörpertest zeigt, ob eine durchgemachte Infektion oder Impfung vorliegt","Ein positiver IgG-Index deutet auf einen ausreichenden Schutz hin","Die Diagnose erfolgt durch Kombination von Serum- und Liquoruntersuchung","Eine Impfung wird für Risikogebiete in Deutschland empfohlen"}
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 69928-0
- Kurzcode
- TBEV IgG
- Synonyme
- TBEV IgG Index Ser+CSF IA-aCnc
- Kategorie
- Herz
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Serum separator tube (SST) or plain red top tube
- Einheiten
- N/A
- Referenz min.
- 1
- Referenz max.
- 1.1
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- ≥ 0 Jahre
- Methode
- Immunoassay
- CPT
- 86635
- SNOMED
- 122442004
- Probenvolumen
- 1.0-2.0 mL serum minimum
- Probenstabilität
- Room temperature: 8 hours; Refrigerated (2-8°C): 7 days; Frozen (-20°C or below): 30 days
- Hämolyse max.
- 50
- Lipämie max.
- 100
- Ikterus max.
- 20
- Bearbeitungszeit
- 24–72 Stunden
- Anordnung
- routine
Was ist dieser Test?
Der Test bestimmt die IgG-Antikörper gegen das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSMEV) im Blutserum und/oder Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit). IgG-Antikörper sind die wichtigsten Antikörper zur langfristigen Immunabwehr und zeigen entweder eine stattgefundene Infektion oder einen Impfschutz an.
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Der Test wird eingesetzt, um eine FSME-Infektion zu diagnostizieren oder den Impfschutz zu überprüfen. Bei Patienten mit typischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife oder neurologischen Ausfällen nach einem Zeckenstich kann der Test die Diagnose bestätigen. Zusätzlich wird er verwendet, um die Wirksamkeit einer FSME-Impfung zu kontrollieren.
Wie wird der Test durchgeführt?
Für den Test wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen. In manchen Fällen ist auch eine Liquorpunktion (Entnahme von Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) erforderlich, insbesondere bei Verdacht auf eine Beteiligung des zentralen Nervensystems. Die Probe wird dann im Labor mit einem immunoassay-basierten Verfahren untersucht.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Ein erhöhter IgG-Index deutet auf eine stattgefundene Infektion oder einen Impfschutz hin. Bei fehlenden IgG-Antikörpern besteht kein Schutz gegen FSME. Der Vergleich zwischen Serum- und Liquorwerten kann zeigen, ob die Antikörper im zentralen Nervensystem gebildet wurden, was für die Diagnose einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung wichtig ist.
Reference range
Index <1.0: Negative - No detectable IgG antibodies to tick-borne encephalitis virus; Index 1.0-1.1: Equivocal - Borderline antibody levels, recommend repeat testing; Index >1.1: Positive - IgG antibodies to tick-borne encephalitis virus detected, indicating past infection or immunizationN/A
No special preparation required. Patient may eat and drink normally before sample collection. Inform laboratory of any recent tick-borne encephalitis vaccination or exposure to endemic areas.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Die FSME ist eine meldepflichtige Erkrankung, die in bestimmten Regionen Deutschlands (insbesondere Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen) vorkommt. Die Infektion kann zu schweren Verläufen mit Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis führen. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig für die Einleitung einer symptomatischen Behandlung, da eine kausale Therapie nicht existiert. Der IgG-Test hilft auch bei der Entscheidung über eine nachträgliche Immunisierung nach einem Zeckenstich in einem Endemiegebiet.
Häufige Fragen
Was ist FSME?
Wie zuverlässig ist der Test?
Muss ich mich auf den Test vorbereiten?
Was tun bei positivem Ergebnis?
Kann ich mich trotz negativem Ergebnis angesteckt haben?
Quellen
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- 3
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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