Serum- oder Plasma-Proteinelektrophorese (qualitativ)
Dieser Test misst die verschiedenen Proteinarten in Ihrem Blut mithilfe der Elektrophorese, einem Verfahren, das Proteine nach Größe und Ladung trennt. Er hilft dabei, Auffälligkeiten in der Proteinverteilung zu erkennen, die auf Erkrankungen wie multiples Myelom, Lebererkrankungen oder andere Störungen hinweisen können.
["Dieser Test hilft Ärztinnen und Ärzten, ungewöhnliche Proteinmuster zu erkennen, die auf verborgene Gesundheitsprobleme hindeuten könnten."]
Wichtigste Fakten im Überblick
- LOINC
- 41773-3
- Kurzcode
- XR port Face Views
- Synonyme
- XR port Face Views
- Kategorie
- Klinische Chemie
- Probe
- serum
- Probenbehälter
- Red-top tube (SST)
- Einheiten
- N/A
- Nüchtern
- Nein
- Population
- Erwachsene
- Geschlecht
- all
- Altersbereich
- 18–65 Jahre
- Methode
- xr-portable
- Probenvolumen
- 5 mL
- Probenstabilität
- Room temperature: 4h, Refrigerated: 24h, Frozen: 7d
- Hämolyse max.
- 500
- Lipämie max.
- 1000
- Ikterus max.
- 500
- Bearbeitungszeit
- 4–24 Stunden
- Anordnung
- routine
Warum wird dieser Test durchgeführt?
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann diesen Test anordnen, wenn der Verdacht auf Erkrankungen wie multiples Myelom (eine Krebserkrankung der Plasmazellen), chronische Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder bestimmte Autoimmunerkrankungen besteht. Er wird auch eingesetzt, um den Behandlungsverlauf zu überwachen oder um genetische Störungen zu screenen, die die Proteinproduktion beeinflussen.
Wie läuft der Test ab?
Eine Blutprobe wird aus einer Vene in Ihrem Arm entnommen. Das Blut wird anschließend in seine Bestandteile, einschließlich der Proteine, aufgetrennt. Ein Gel- oder Papierstreifen wird auf die Probe aufgetragen, und es wird ein elektrischer Strom durchgeleitet. Die Proteine bewegen sich je nach ihrer Struktur unterschiedlich schnell und bilden Banden, die die verschiedenen Proteinarten darstellen.
Probenentnahme und Vorbereitung
Für den Test wird entweder Serum (der flüssige Teil des Blutes nach der Gerinnung) oder Plasma (der flüssige Teil des Blutes ohne Gerinnung) verwendet. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich, je nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes kann jedoch Nüchternheit empfohlen werden.
Welche Befunde sind häufig?
Normale Ergebnisse zeigen deutliche Banden, die Albumin, Alpha-, Beta- und Gamma-Globulinen entsprechen. Auffällige Befunde können zusätzliche Banden (z. B. Bence-Jones-Proteine bei multiplem Myelom), vermindertes Albumin oder erhöhte Globuline umfassen, was auf zugrunde liegende gesundheitliche Probleme hinweisen kann.
Clinical interpretation
How abnormal results are interpreted and what conditions they suggest.
Eine auffällige Proteinelektrophorese kann verborgene Erkrankungen aufdecken, wie multiples Myelom (bei dem abnorme Proteine wie Bence-Jones-Proteine auftreten), Leber- oder Nierenerkrankungen (veränderte Albumin- und Globulinwerte) oder entzündliche bzw. Autoimmunerkrankungen (erhöhte Akute-Phase-Proteine). Sie wird auch eingesetzt, um das Ansprechen auf die Behandlung bei Patientinnen und Patienten mit diesen Erkrankungen zu überwachen.
Kurzbezeichnung
Proteinelektrophorese
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse vorliegen?
Was bedeutet es, wenn meine Ergebnisse auffällig sind?
Darf ich vor diesem Test essen oder trinken?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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