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Buprenorphin

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 26. Juli 2026

Buprenorphin ist ein Opioid-Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von Opioidabhängigkeit und zur Linderung von mittelschweren bis starken Schmerzen eingesetzt wird. Als partieller Agonist an mu-Opioid-Rezeptoren mit antagonistischer Aktivität an kappa-Opioid-Rezeptoren bietet es therapeutische Effekte mit einem reduzierten Risiko für Atemdepression.

Kurzfassung

Buprenorphin ist ein Opioid-Medikament, das zur Behandlung der Opioidkonsumstörung und zur Schmerzbehandlung eingesetzt wird. Es wirkt als partieller Agonist mit einem Deckeneffekt bei der Atemdepression.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 26. Juli 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

ATC
N02AE01
RxNorm
1819
Generikum
Buprenorphine
Wirkstoffklasse
atc-n02
Markennamen
Zubsolv, Bunavail, Simbadol, Belbuca, Sublocade, Buprenex, Zorbium, Brixadi, Suboxone, BuTrans
Bezug
verschreibungspflichtig
Stillzeit
unbekannt
Applikationswege
sublingual, topisch
Darreichungsformen
prefilled syringe, Injektion, Tablette, Lösung
Verfügbar in
Ultraschall, EU, CN, JP
Überwachung
—

Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.

Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

Dosierung und Anwendung

Erwachsene (Standard)Sublingualtablette
Usual dose
16-32mg täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal täglich
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Kinder (Standard)Sublingualtablette
Usual dose
1-6mg täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal täglich
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Ältere Menschen (Standard)Sublingualtablette
Usual dose
8-16mg täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal täglich
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard

Überdosierung

Wichtige Informationen zu Überdosierungen
Toxische Dosis: Dosen über 40 mg sublingual können zu schwerer Toxizität führen, einschließlich signifikanter Atemdepression, insbesondere in Kombination mit anderen CNS-Depressiva
Chronische Überdosierung: Kumulative Toxizität kann bei wiederholter übertherapeutischer Dosierung auftreten, besonders in Kombination mit anderen Opioiden oder Sedativa
Sofortmaßnahmen
Atemwegsdurchgängigkeit sicherstellen, Beatmungsunterstützung geben, Naloxon-Verabreichung erwägen, Vitalzeichen überwachen
Gegenmittel
Naloxon(Teilweise wirksam aufgrund der hohen Affinität von Buprenorphin; möglicherweise wiederholte oder höhere Dosierung erforderlich)
Giftnotruf: 1-800-222-1222

Besondere Personengruppen

10 Gruppen
⚠

Schwangerschaft

erstes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

niedrigste wirksame Dosis verwenden, wenn Nutzen die Risiken überwiegt

Wichtige Empfehlungen

Fortführung in Betracht ziehen, wenn bereits Buprenorphin bei OUD angewendet wird, da ein Absetzen größere Risiken mit sich bringen kann; Initiierung vermeiden, wenn nicht eindeutig erforderlich

Überwachung

regelmäßige pränatale Überwachung, Beurteilung des fetalen Wachstums

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Schwangerschaft

drittes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

stabile Dosis beibehalten, plötzliches Absetzen vermeiden

Wichtige Empfehlungen

Erhaltungstherapie fortführen, um Entzug und Rückfall zu verhindern; neonatales Entzugssyndrom kann beim Neugeborenen auftreten

Überwachung

fetale Überwachung, Vorbereitung auf die Beurteilung des neonatalen Entzugssyndroms

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✓

Stillzeit

Stillen
Sicher
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

keine Anpassung erforderlich

Wichtige Empfehlungen

Buprenorphin ist mit dem Stillen vereinbar; geringe Exposition des Säuglings über die Muttermilch

Überwachung

Säugling auf übermäßige Sedierung oder Atemdepression überwachen

⚠

Ältere Menschen

ältere Menschen über 65
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

mit niedrigerer Dosis beginnen, Dosisreduktion in Betracht ziehen

Wichtige Empfehlungen

reduzierte Anfangsdosen verwenden und langsam titrieren; erhöhte Empfindlichkeit gegenüber sedierenden Wirkungen

Überwachung

auf Atemdepression, Sedierung, kognitive Beeinträchtigung überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Kinder

Kinder 2–12 Jahre
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

gewichtsbasierte Dosierung erforderlich

Wichtige Empfehlungen

Anwendung bei pädiatrischen Patienten zur Schmerztherapie mit sorgfältiger Titration; nicht empfohlen für die OUD-Behandlung bei Kindern unter 16 Jahren

Überwachung

engmaschige Überwachung des Atemstatus, Sedierungsgrad

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Kinder

Jugendliche 12–17 Jahre
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

Erwachsenendosierung mit sorgfältiger Titration

Wichtige Empfehlungen

kann für die OUD-Behandlung bei Jugendlichen mit sorgfältiger Überwachung angewendet werden

Überwachung

auf Missbrauch, Atemdepression überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

schwere Nierenfunktionsstörung
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

Dosis reduzieren und Dosierungsintervall verlängern

Wichtige Empfehlungen

Buprenorphin wird hepatisch metabolisiert, aber Metaboliten können sich bei schwerer Nierenfunktionsstörung anreichern; reduzierte Dosen anwenden

Überwachung

auf Anreicherung überwachen, Dosis basierend auf dem Ansprechen anpassen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

mäßige Leberfunktionsstörung
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

Dosis um ca. 50 % reduzieren

Wichtige Empfehlungen

Buprenorphin unterliegt dem hepatischen Metabolismus; eingeschränkte Leberfunktion beeinträchtigt die Arzneimittelclearance

Überwachung

Leberfunktion überwachen, Dosis basierend auf dem klinischen Ansprechen anpassen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

schwere Leberfunktionsstörung
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

erhebliche Dosisreduktion erforderlich

Wichtige Empfehlungen

mit äußerster Vorsicht anwenden; Alternativtherapie in Betracht ziehen

Überwachung

häufige Überwachung der Leberfunktion und des Ansprechens auf das Arzneimittel

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Alkoholkonsumenten

gleichzeitiger Alkoholkonsum
Unsicher
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

gleichzeitige Anwendung vermeiden

Wichtige Empfehlungen

Alkohol erhöht das Risiko von Atemdepression und Sedierung; Buprenorphin nicht in Kombination mit Alkohol anwenden

Überwachung

auf Atemdepression, übermäßige Sedierung überwachen

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

Statistiken und klinische Daten

prescribingFDA
2023

FDA-Zulassungsjahr

Wert:2002

FDA-Zulassung für Opioidabhängigkeitsbehandlung

drug_classWHO
2023

Arzneimittelklasse

Wert:Partieller Opioidagonist

Pharmakologische Klassifizierung

usageSAMHSA
2023

Häufige Anwendungen

Wert:Behandlung von Opioidkonsumstörungen, Schmerztherapie

Therapeutische Anwendungen

prescribingDEA
2023

Klassifizierung für kontrollierte Substanzen

Wert:Schedule III

Regulatorische Klassifizierung

Von der FDA zugelassen zur Behandlung der Opioidkonsumstörung (Erhaltungstherapie) und zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen. Die sublinguale Formulierung wird hauptsächlich für die medikamentengestützte Behandlung der Opioidabhängigkeit verwendet.

Als partieller Agonist am mu-Opioidrezeptor aktiviert Buprenorphin den Rezeptor in geringerem Maße als vollständige Agonisten und wirkt dadurch schmerzlindernd. Seine antagonistische Aktivität am kappa-Opioidrezeptor kann zu einer verminderten Dysphorie und antidepressiven Effekten beitragen.

Aufgrund seiner partiellen agonistischen Eigenschaften hat es ein geringeres Risiko für Atemdepression als vollständige Opioidagonisten. Bei opioidabhängigen Patienten kann es zu Entzugserscheinungen führen, wenn es zu bald nach einem vollständigen Agonisten verabreicht wird. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Verstopfung. Es besteht ein Potential für Abhängigkeit und sollte im Rahmen eines umfassenden Behandlungsprogramms angewendet werden.

Gegenanzeigen

Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Nicht anwenden (1)

ABSOLUTÜberempfindlichkeit

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.

Vorsicht (1)

RELATIVSchwangerschaft

Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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