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Doxylamin

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 25. August 2026

Doxylamin ist ein Antihistaminikum der ersten Generation, das zur Behandlung von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergische Rhinitis und leichte Hautreaktionen eingesetzt wird. Es wird auch häufig als kurzfristiges Schlafmittel aufgrund seiner sedierenden Eigenschaften verwendet. Das Medikament wirkt, indem es die Histamin-H1-Rezeptoren blockiert und so allergische Reaktionen reduziert.

Kurzfassung

Doxylamin ist ein Antihistaminikum, das bei Allergien und als Schlafmittel eingesetzt wird und durch die Blockierung von Histaminrezeptoren wirkt.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 25. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

ATC
R06AA09
RxNorm
3498
Generikum
Doxylamine
Wirkstoffklasse
atc-r06
Markennamen
Diclegis, Wal-Som (doxylamine), Bonjesta, Unisom, Nocto, Zzzquil Ultra, Aldex AN
Bezug
rezeptfrei
Schwangerschaft
A
Stillzeit
Vorsicht
Halbwertszeit (h)
10
Wirkungseintritt (min)
30
Wirkdauer (h)
8
Applikationswege
oral
Darreichungsformen
Tablette, delayed-release tablet, Kapsel, oral solution, chewable tablet
Verfügbar in
United States, Canada, United Kingdom, Australia, European Union, New Zealand
Überwachung
sedation, anticholinergic effects, cognitive impairment in elderly

Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.

Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

Dosierung und Anwendung

Erwachsene (Standard)Tablette
Usual dose
25mg einmal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
zur Schlafenszeit
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Kinder (Standard)Tablette
Usual dose
12,5mg einmal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
zur Schlafenszeit
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Ältere Menschen (Standard)Tablette
Usual dose
12,5mg einmal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
zur Schlafenszeit
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard

Überdosierung

Wichtige Informationen zu Überdosierungen
Toxische Dosis: Dosen über 1000 mg können schwere Toxizität verursachen; Todesfälle wurden bei verschiedenen Dosisstufen berichtet
Chronische Überdosierung: Längere Anwendung mit Überschreitung der empfohlenen Dosen kann zu kumulativer anticholinerger Toxizität führen
Sofortmaßnahmen
Magenentleerung mit Aktivkohle bei Einnahme innerhalb von 1-2 Stunden, unterstützende Behandlung, Atemwegsmanagement, Herzüberwachung
Gegenmittel
Kein spezifisches Gegenmittel; N-Acetylcystein bei Paracetamol-Koingestion (falls in Kombinationspräparat enthalten)(Unterstützende Behandlung ist Hauptbehandlung; N-Acetylcystein hochwirksam bei Paracetamol-Toxizität bei Gabe innerhalb von 8-24 Stunden)
Giftnotruf: 1-800-222-1222

Besondere Personengruppen

9 Gruppen
⚠

Schwangerschaft

erstes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
A
Dosisanpassung

Standarddosis bei Anwendung gegen Schwangerschaftsübelkeit/-erbrechen

Wichtige Empfehlungen

Doxylamin/Pyridoxin-Kombination (Diclegis) ist für Schwangerschaftsübelkeit/-erbrechen FDA-zugelassen; als Schlafmittel im ersten Trimester vermeiden, sofern nicht ausdrücklich angezeigt

Überwachung

standardmäßige Schwangerschaftsvorsorge

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Schwangerschaft

zweites/drittes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
A
Dosisanpassung

Standarddosis

Wichtige Empfehlungen

Anwendung bei Schwangerschaftsübelkeit/-erbrechen nach Bedarf fortsetzen; als Schlafmittel vermeiden, es sei denn, der Nutzen überwiegt deutlich die Risiken

Überwachung

standardmäßige Schwangerschaftsüberwachung

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Stillzeit

Stillzeit
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine spezifische Anpassung

Wichtige Empfehlungen

geringe Mengen in Muttermilch ausgeschieden; Säugling auf übermäßige Schläfrigkeit überwachen

Überwachung

Säugling auf Sedierung oder Irritabilität beobachten

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Ältere Menschen

ältere Patienten ab 65 Jahren
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

mit niedrigster wirksamer Dosis beginnen

Wichtige Empfehlungen

aufgrund anticholinerger Wirkungen mit Vorsicht anwenden; erhöhtes Risiko für Stürze, Verwirrtheit und kognitive Beeinträchtigung; alternative Schlafmittel in Betracht ziehen

Überwachung

auf Sedierung, Schwindel, kognitive Veränderungen und Sturzrisiko überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Kinder

Kinder unter 12 Jahren
Kontraindiziert
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

nicht empfohlen

Wichtige Empfehlungen

nicht für pädiatrische Insomnie anwenden; kontraindiziert bei Kindern mit Asthma, Engwinkelglaukom oder Harnverhalt

Überwachung

nicht zutreffend

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

✓

Niereninsuffizienz

leicht bis mittelschwer
Sicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine Anpassung erforderlich

Wichtige Empfehlungen

keine Dosisanpassung bei leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung erforderlich

Überwachung

standardmäßige Überwachung

⚠

Niereninsuffizienz

schwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Dosis reduzieren oder Dosierungsintervall verlängern

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden; Dosisreduktion in Betracht ziehen; auf verlängerte Sedierung überwachen

Überwachung

auf verlängerte Sedierungswirkungen überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

leicht bis mittelschwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

reduzierte Dosis in Betracht ziehen

Wichtige Empfehlungen

hepatisch metabolisiert; reduzierte Initialdosis anwenden und sorgfältig titrieren

Überwachung

auf verstärkte Sedierung überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

schwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

erhebliche Dosisreduktion empfohlen

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden; erhebliche Dosisreduktion erforderlich; längerfristige Anwendung vermeiden

Überwachung

engmaschige Überwachung auf Sedierung und Nebenwirkungen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

Statistiken und klinische Daten

drug_classWHO
2023

Arzneimittelklasse

Wert:Antihistaminikum (Ethanolaminderivat)

H1-Antihistaminikum der ersten Generation

usageFDA
2023

Häufige Anwendungen

Wert:Schlafmittel, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Therapeutische Indikationen für Doxylaminsuccinat

prescribingFDA
2023

FDA-Schwangerschaftskategorie-Zulassung

Wert:Zugelassen für Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Diclegis (Doxylamin/Pyridoxin) zugelassen 2013

pharmacologyFDA
2023

Wirkungsmechanismus

Wert:H1-Rezeptor-Antagonist (inverser Agonist)

Primärer pharmakologischer Mechanismus

Behandlung von saisonaler und perennialer allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis, Urtikaria (Nesselsucht) und Dermatographismus. Wird auch als Sedativum-Hypnotikum bei kurzfristiger Schlaflosigkeit und gelegentlich bei Übelkeit und Erbrechen in der Frühschwangerschaft eingesetzt.

Doxylamin ist ein kompetitiver H1-Rezeptor-Antagonist, der die Bindung von Histamin an seine Rezeptoren blockiert und so allergische Symptome verhindert. Als Antihistaminikum der ersten Generation passiert es leicht die Blut-Hirn-Schranke und hat anticholinerge Eigenschaften, die zu seiner sedierenden Wirkung beitragen.

Kann erhebliche Schläfrigkeit und eingeschränkte Koordination verursachen; vermeiden Sie das Autofahren oder das Bedienen von Maschinen. Sollte nicht mit Alkohol oder anderen ZNS-dämpfenden Mitteln kombiniert werden. Kontraindiziert bei Patienten mit Engwinkelglaukom, Harnverhalt oder schwerer Atemwegserkrankung. Bei älteren Patienten mit Vorsicht anwenden aufgrund einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber anticholinergen Wirkungen und Sturzgefahr.

Gegenanzeigen

Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Nicht anwenden (1)

ABSOLUTÜberempfindlichkeit

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.

Vorsicht (1)

RELATIVSchwangerschaft

Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.

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