Lidocain
Lidocain ist ein vielseitiges Medikament, das sowohl als Lokalanästhetikum für kleinere chirurgische und zahnärztliche Eingriffe als auch als Antiarrhythmikum zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere ventrikulären Arrhythmien, verwendet wird. Es wirkt, indem es Natriumkanäle in Nervenzellen und Herzgewebe blockiert, wodurch die Erregungsübertragung verhindert wird.
Lidocain ist ein Lokalanästhetikum und Antiarrhythmikum, das Nervensignale blockiert und Herzrhythmusstörungen behandelt.
Wichtigste Fakten im Überblick
- ATC
- D04AB01
- RxNorm
- 6387
- Generikum
- Lidocaine
- Wirkstoffklasse
- atc-c01
- Markennamen
- LMX, Ana-Lex, Regenecare, Lidum, Cutiecaine, Burn Jel Plus, Hexa-Caine, Band-Aid Hurt-Free, Keepan, Recticare, Lidopatch, Sonacaine, Zcaine, Derma Numb, Medi-Derm with Lidocaine
- Bezug
- rezeptfrei
- Schwangerschaft
- B
- Stillzeit
- Vorsicht
- Halbwertszeit (h)
- 2
- Wirkungseintritt (min)
- 5
- Wirkdauer (h)
- 2
- Applikationswege
- topisch, oral, rektal, ophthalmisch, otisch
- Darreichungsformen
- Creme, Gel, Salbe, Pflaster, Spray, Lösung, jelly, lotion
- Verfügbar in
- United States, Canada, European Union, United Kingdom, Australia
- Überwachung
- keine
Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.
Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.
Dosierung und Anwendung
- Usual dose
- 500mg zweimal täglich
- Maximum
- Arzt konsultieren
- Einnahmehäufigkeit
- alle 12 Stunden
- Hinweise zur Einnahme
- Anweisungen des Arztes befolgen
- Dauergrenzen
- wie verordnet
- Überwachung
- Standard
- Usual dose
- 250mg zweimal täglich
- Maximum
- Arzt konsultieren
- Einnahmehäufigkeit
- alle 12 Stunden
- Hinweise zur Einnahme
- Anweisungen des Arztes befolgen
- Dauergrenzen
- wie verordnet
- Überwachung
- Standard
- Usual dose
- 400mg täglich
- Maximum
- Arzt konsultieren
- Einnahmehäufigkeit
- einmal täglich
- Hinweise zur Einnahme
- Anweisungen des Arztes befolgen
- Dauergrenzen
- wie verordnet
- Überwachung
- Standard
Überdosierung
Besondere Personengruppen
11 GruppenSchwangerschaft
erstes Trimesterniedrigste wirksame Dosis verwenden
IV-Lidocain in der Schwangerschaft vermeiden; topische und lokale Anwendung mit Vorsicht akzeptabel
fetale Herzfrequenzüberwachung bei systemischer Anwendung
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Schwangerschaft
drittes Trimesterniedrigste wirksame Dosis verwenden, längere Anwendung vermeiden
Anwendung während der Geburt wenn möglich vermeiden; kann die Austreibungsphase verlängern
fetale Überwachung
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Stillzeit
Stillzeitkeine Dosisanpassung erforderlich
verträglich mit dem Stillen; minimale Ausscheidung in die Muttermilch
keine spezifische Überwachung erforderlich
Ältere Menschen
Ältere PatientenDosis für IV-Anwendung reduzieren, niedrigere Konzentrationen verwenden
erhöhte Empfindlichkeit gegenüber ZNS- und Herzwirkungen; mit niedrigeren Dosen beginnen
Herzüberwachung bei IV-Anwendung, auf ZNS-Toxizität achten
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Kinder
Neugeborene und Säuglingegewichtbasierte Dosierung, hohe Konzentrationen vermeiden
niedrigste wirksame Konzentration verwenden; max. 5 mg/kg ohne Epinephrin
auf Anzeichen einer Toxizität achten
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Kinder
Kinder und Jugendlichegewichtbasierte Dosierung
altersgerechte Formulierungen verwenden; Zahnungsgele mit hohen Konzentrationen vermeiden
standardmäßige Überwachung
Niereninsuffizienz
leichte bis mittelschwerekeine Anpassung für topische Anwendung; IV-Dosis reduzieren
auf Metabolitenansammlung bei IV-Anwendung achten; topische Anwendung im Allgemeinen sicher
Nierenfunktion und auf Anzeichen einer Toxizität überwachen
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Niereninsuffizienz
schwerIV-Dosis um 50% reduzieren, wiederholte Gaben vermeiden
Vorsicht bei IV-Lidocain; Metaboliten (MEGX) können sich ansammeln
engmaschige Überwachung auf ZNS- und Kardiotoxizität
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Leberinsuffizienz
leichtkeine Anpassung für topische Anwendung; Vorsicht bei IV
reduzierter Metabolismus; auf verlängerte Wirkung achten
auf Anzeichen einer Toxizität achten
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Leberinsuffizienz
mittelschwer bis schwerIV-Anwendung vermeiden; topische Anwendung mit Vorsicht
deutlich reduzierter Metabolismus; erhöhtes Toxizitätsrisiko
engmaschige Herz- und ZNS-Überwachung bei unvermeidbarer Anwendung
Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.
Alkoholkonsumenten
chronischer AlkoholkonsumDosis reduzieren
erhöhtes Risiko für ZNS-Toxizität; mögliche Kreuztoleranz
auf ZNS-Depression und Herzwirkungen achten
Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.
Statistiken und klinische Daten
Arzneimittelklasse
Einstufung als Amid-Typ-Lokalanästhetikum und Antiarrhythmikum
Wirkungsmechanismus
Blockiert Natriumkanäle, um die Nervenimpulsübertragung zu verhindern
Häufige Anwendungen
Primäre therapeutische Anwendungen in der klinischen Praxis
Erste FDA-Zulassung
Historischer FDA-Zulassungszeitplan für Lidocain
Lidocain wird zur Lokal- und Regionalanästhesie bei chirurgischen, zahnmedizinischen und diagnostischen Eingriffen eingesetzt sowie zur Behandlung von ventrikulären Arrhythmien, einschließlich ventrikulärer Tachykardie und Kammerflimmern. Es ist auch in verschiedenen topischen Formulierungen zur Schmerzlinderung bei Erkrankungen wie postherpetischer Neuralgie erhältlich.
Als Lokalanästhetikum wirkt Lidocain, indem es spannungsgesteuerte Natriumkanäle in Nervenfasern blockiert, die Entstehung und Weiterleitung von Nervenimpulsen verhindert und so den Zielbereich betäubt. Als Antiarrhythmikum unterdrückt es die Automatie im Herzgewebe und erhöht die Schwelle für Kammerflimmern, indem es die Zellmembranen des Herzmuskels stabilisiert.
Lidocain sollte bei Patienten mit Herzblock, schwerer Bradykardie oder Leberfunktionsstörung mit Vorsicht angewendet werden. Eine systemische Resorption kann zu zentralnervösen Nebenwirkungen wie Schwindel, Verwirrtheit oder Krampfanfällen in hohen Dosen führen. Für die intravenöse antiarrhythmische Anwendung wird es in der Regel von medizinischem Fachpersonal verabreicht, während topische und injizierbare Formulierungen für die lokale Schmerzbehandlung erhältlich sind.
Gegenanzeigen
Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.
Nicht anwenden (1)
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.
Vorsicht (1)
Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.
Offizielle Fachinformation
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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
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Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 26. August 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen