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Lumasiran

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 26. Juli 2026

Lumasiran ist ein RNA-Interferenz-Therapeutikum zur Behandlung der primären Hyperoxalurie Typ 1 (PH1), einer seltenen genetischen Störung, die durch übermäßige Oxalatproduktion gekennzeichnet ist. Durch die Reduktion des Enzyms Glykolat-Oxidase in Leberzellen verringert Lumasiran die Oxalatsynthese und verhindert so die Bildung von Nierensteinen.

Kurzfassung

Lumasiran ist eine RNAi-Therapie, die die Oxalatproduktion in der Leber bei Patienten mit primärer Hyperoxalurie Typ 1 reduziert.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 26. Juli 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

ATC
A16AX18
RxNorm
2467140
Generikum
Lumasiran
Wirkstoffklasse
atc-a16
Markennamen
Oxlumo
Bezug
verschreibungspflichtig
Stillzeit
unbekannt
Applikationswege
—
Darreichungsformen
Injektion
Verfügbar in
Ultraschall, EU, CN, JP
Überwachung
—

Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.

Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

Dosierung und Anwendung

Erwachsene (Standard)subkutane Injektion
Usual dose
150mg einmal monatlich (nach Aufsättigungsdosis)
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal monatlich (Aufsättigung: 150mg täglich × 3 Dosen)
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Kinder (Standard)subkutane Injektion
Usual dose
3mg/kg einmal monatlich (nach Aufsättigungsdosis)
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal monatlich (Aufsättigung: 3mg/kg täglich × 3 Dosen)
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard
Ältere Menschen (Standard)subkutane Injektion
Usual dose
3mg/kg einmal monatlich oder 150mg Festdosis (nach Aufsättigungsdosis)
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal monatlich (Aufsättigung: 3mg/kg täglich × 3 Dosen oder 150mg täglich × 3 Dosen)
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
Standard

Überdosierung

Wichtige Informationen zu Überdosierungen
Toxische Dosis: Dosis, die das empfohlene Behandlungsschema erheblich überschreitet und Toxizität verursachen kann
Chronische Überdosierung: Kumulative Dosen, die das empfohlene Behandlungsschema über einen verlängerten Zeitraum überschreiten
Sofortmaßnahmen
Supportive Pflege, Vitalzeichen überwachen, Leberfunktion evaluieren
Gegenmittel
kein spezifisches Antidot(Supportive Pflege ist der primäre Behandlungsansatz)
Giftnotruf: 1-800-222-1222

Besondere Personengruppen

11 Gruppen
⚠

Schwangerschaft

erstes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

nach Möglichkeit vermeiden

Wichtige Empfehlungen

nur anwenden, wenn der Nutzen die potenziellen Risiken für den Fötus überwiegt

Überwachung

regelmäßige fetale Überwachung

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Schwangerschaft

zweites Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

nach Möglichkeit vermeiden

Wichtige Empfehlungen

nur fortführen, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt

Überwachung

regelmäßige fetale Überwachung und Ultraschall

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Schwangerschaft

drittes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

nach Möglichkeit vermeiden

Wichtige Empfehlungen

Absetzen gegen Ende der Schwangerschaft in Betracht ziehen, falls klinisch angemessen

Überwachung

fetale Überwachung und Bewertung neonataler Ergebnisse

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

?

Stillzeit

Stillen
Unbekannt
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine Dosisanpassung

Wichtige Empfehlungen

Stillen einstellen oder Medikament absetzen basierend auf Risiko-Nutzen-Bewertung

Überwachung

Säugling auf Nebenwirkungen überwachen

✓

Kinder

Säuglinge
Sicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

gewichtsbasiierte Dosierung

Wichtige Empfehlungen

zugelassen für pädiatrische Patienten einschließlich Säuglinge

Überwachung

Urinoxalatspiegel und Nierenfunktion überwachen

✓

Kinder

Kinder 2 bis 11
Sicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

gewichtsbasiert

Wichtige Empfehlungen

zugelassen für pädiatrische Patienten

Überwachung

regelmäßige Überwachung von Urinoxalat und Leberfunktion

⚠

Ältere Menschen

Ältere Patienten
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine spezifische Dosisanpassung

Wichtige Empfehlungen

aufgrund möglicher Begleiterkrankungen mit Vorsicht anwenden

Überwachung

Nieren- und Leberfunktion überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

mäßig
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine spezifische Dosisanpassung

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden; begrenzte Daten bei Patienten mit eGFR 30-59

Überwachung

engmaschige Überwachung der Nierenfunktion und Oxalatspiegel

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

schwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

mit äußerster Vorsicht anwenden

Wichtige Empfehlungen

nicht empfohlen bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz

Überwachung

intensive Überwachung der Nierenfunktion und Oxalatspiegel

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

leicht
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine spezifische Dosisanpassung

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden bei leichter Leberfunktionsstörung

Überwachung

Leberfunktionstests überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

mäßig bis schwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

mit Vorsicht anwenden

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden; nicht bei mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung untersucht

Überwachung

Leberfunktion und klinisches Ansprechen überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

Statistiken und klinische Daten

drug_classFDA
2023

Arzneimittelklasse

Wert:RNA-Interferenz (RNAi)-Therapeutikum

Lumasiran ist ein siRNA- (small interfering RNA) Therapeutikum

indicationFDA
2023

Indikation

Wert:Primäre Hyperoxalurie Typ 1 (PH1)

Therapeutische Indikation für Oxlumo

regulatoryFDA
2023

Jahr der FDA-Zulassung

Wert:2020

FDA-Zulassungsdatum für Oxlumo

mechanismFDA
2023

Wirkmechanismus

Wert:Zielt auf Glykolsäureoxidase (GO), um die Oxalatproduktion zu reduzieren

Primärer pharmakologischer Mechanismus

Lumasiran ist angezeigt zur Behandlung der primären Hyperoxalurie Typ 1 (PH1) bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten. PH1 ist eine seltene autosomal-rezessive Erkrankung, die durch einen Mangel des Enzyms Alanin-Glyoxylat-Aminotransferase (AGT) verursacht wird, was zu einer Überproduktion von Oxalat führt, das rezidivierende Nierensteine, Nephrokalzinose und systemische Oxalose verursachen kann.

Lumasiran nutzt die Technologie der small interfering RNA (siRNA), um die messenger-RNA der Hydroxidsäureoxidase 1 (HAO1) in Hepatozyten zu targetieren und abzubauen. Dadurch wird die Produktion des Enzyms Glycolatoxidase reduziert, was wiederum die Umwandlung von Glycolat zu Glyoxylat verringert. Da weniger Glyoxylat als Substrat zur Verfügung steht, wird die Oxalatsynthese erheblich reduziert und die Oxalatwerte im Urin und Plasma gesenkt.

Lumasiran wird als subkutane Injektion verabreicht, typischerweise mit Aufsättigungsdosen gefolgt von Erhaltungsdosen alle drei Monate. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Reaktionen an der Injektionsstelle und Bauchschmerzen. Die Patienten sollten auf eine Reduktion der Oxalatwerte im Plasma überwacht werden und können in einigen Fällen eine ergänzende Gabe von Pyridoxin (Vitamin B6) benötigen. Dieses Medikament sollte unter Aufsicht von Ärzten angewendet werden, die Erfahrung in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen haben.

Gegenanzeigen

Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Nicht anwenden (1)

ABSOLUTÜberempfindlichkeit

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.

Vorsicht (1)

RELATIVSchwangerschaft

Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.

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