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Methylenblau

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 24. August 2026

Methylenblau ist ein synthetischer Farbstoff mit diagnostischen und therapeutischen Anwendungen in der Medizin. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Methämoglobinämie eingesetzt, einer Erkrankung, bei der Hämoglobin keinen Sauerstoff effektiv an das Gewebe abgeben kann. Außerdem dient es als Visualisierungsmittel bei bestimmten chirurgischen und diagnostischen Verfahren.

Kurzfassung

Methylenblau ist ein vielseitiges Medikament zur Behandlung von Methämoglobinämie und als diagnostischer Farbstoff bei medizinischen Eingriffen.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 24. August 2026Redaktionelle Richtlinie

Wichtigste Fakten im Überblick

ATC
V03AB17
RxNorm
6878
Generikum
Methylene Blue
Wirkstoffklasse
atc-v03
Markennamen
Hyophen, Phosphasal, Ustell, Prosed DS, Urogesic Blue Reformulated Apr 2012, Urimar Reformulated Oct 2013, Urin DS, Uro-Blue, Provayblue, Uretron DS, Uribel Tabs, Urelle, Utira, Uribel
Bezug
verschreibungspflichtig
Stillzeit
unbekannt
Applikationswege
oral, topisch
Darreichungsformen
Injektion, prefilled syringe, Tablette, Kapsel, Lösung
Verfügbar in
Ultraschall, EU, CN, JP
Überwachung
—

Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.

Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

Dosierung und Anwendung

Erwachsene (standard)Tablette
Usual dose
500 mg zweimal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
alle 12 Stunden
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard
Kinder (standard)Tablette
Usual dose
250 mg zweimal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
alle 12 Stunden
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard
Ältere Menschen (standard)Tablette
Usual dose
400 mg täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
einmal täglich
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard

Überdosierung

Wichtige Informationen zu Überdosierungen
Toxische Dosis: Einzeldosis über 5 Gramm kann schwere Toxizität und potenziell tödliche Folgen verursachen
Chronische Überdosierung: Kumulative Dosen über empfohlene Grenzwerte, insbesondere bei Patienten mit G6PD-Mangel oder Nierenfunktionsstörung
Sofortmaßnahmen
Magenspülung bei Einnahme innerhalb von 1-2 Stunden, Aktivkohlegabe, intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Herzüberwachung, Sauerstofftherapie
Gegenmittel
Kein spezifisches Gegenmittel vorhanden; Behandlung ist unterstützend und symptomatisch(Unterstützende Behandlung ist der primäre Behandlungsansatz; frühzeitiges Eingreifen verbessert die Ergebnisse)
Giftnotruf: 1-800-222-1222

Besondere Personengruppen

9 Gruppen
✗

Schwangerschaft

erstes Trimester
Unsicher
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

nach Möglichkeit vermeiden

Wichtige Empfehlungen

Anwendung während der Schwangerschaft vermeiden, es sei denn, der Nutzen überwiegt die Risiken

Überwachung

regelmäßige Fetenüberwachung

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

⚠

Schwangerschaft

zweites und drittes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
C
Dosisanpassung

niedrigste wirksame Dosis verwenden

Wichtige Empfehlungen

nur anwenden, wenn unbedingt erforderlich, längere Anwendung vermeiden

Überwachung

Fetenüberwachung empfohlen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Stillzeit

Stillzeit
Kontraindiziert
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Stillen abbrechen

Wichtige Empfehlungen

Während der Behandlung und mindestens 5 Tage nach der letzten Dosis nicht stillen

Überwachung

Säugling auf Symptome einer Methylenblau-Exposition überwachen

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

✗

Kinder

Kinder unter 18 Jahren
Kontraindiziert
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

für pädiatrische Anwendung nicht empfohlen

Wichtige Empfehlungen

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen aufgrund des Risikos schwerer Nebenwirkungen vermeiden

Überwachung

nicht zutreffend

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

⚠

Ältere Menschen

ältere Patienten ab 65 Jahren
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

mit niedrigerer Dosis beginnen

Wichtige Empfehlungen

aufgrund erhöhter Empfindlichkeit mit Vorsicht anwenden, Nierenfunktion überwachen

Überwachung

Nierenfunktion, Blutdruck und auf Vergiftungsanzeichen überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

leicht bis mittelschwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Dosis um 25-50% reduzieren

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden, Nierenfunktion engmaschig überwachen

Überwachung

Nierenfunktionstests überwachen, Dosis basierend auf der Kreatinin-Clearance anpassen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Niereninsuffizienz

schwer
Unsicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

vermeiden oder deutlich reduzierte Dosis verwenden

Wichtige Empfehlungen

Anwendung bei schwerer Niereninsuffizienz nur bei zwingender Notwendigkeit

Überwachung

engmaschige Überwachung der Nierenfunktion und der Arzneimittelspiegel

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

⚠

Leberinsuffizienz

leicht bis mittelschwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

mit Vorsicht anwenden, Dosisreduktion kann erforderlich sein

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden, Leberfunktion überwachen

Überwachung

Leberfunktionstests überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Leberinsuffizienz

schwer
Unsicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Anwendung vermeiden

Wichtige Empfehlungen

bei schwerer Leberfunktionsstörung vermeiden

Überwachung

nicht zutreffend

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

Statistiken und klinische Daten

drug_classWHO
2023

Arzneimittelklasse

Wert:Oxidationsmittel/Harnantiseptikum

Therapeutische Klassifizierung von Methylenblau

usageFDA
2023

Primäre Indikation

Wert:Behandlung von Methämoglobinämie

Primäre von der FDA zugelassene therapeutische Anwendung

usageMedical guidelines
2023

Sekundäre Anwendungen

Wert:Harnantiseptikum

Off-Label-Anwendungen und traditionelle therapeutische Anwendungen

prescribingFDA
2023

FDA-Zulassungsstatus

Wert:Zugelassen

Regulatorischer Zulassungsstatus für die medizinische Anwendung

Behandlung von Methämoglobinämie, einschließlich medikamenteninduzierter Fälle; wird als bildgebendes Mittel bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt, wie z. B. zur Identifizierung von Fisteln, zur Beurteilung der Gewebevitalität und zur Lokalisierung von Nebenschilddrüsen; wurde hinsichtlich antiviraler und potenzieller neuroprotektiver Anwendungen untersucht.

Methylenblau wirkt als Elektronenträger im NADPH-abhängigen Methämoglobin-Reduktase-Weg und reduziert Methämoglobin zurück zu funktionellem Hämoglobin. Es zeigt auch Redox-Eigenschaften, die zu seinen Wirkungen bei anderen Erkrankungen beitragen können.

Sollte mit Vorsicht bei Patienten mit Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel angewendet werden, da ein Risiko für hämolytische Anämie besteht. Häufige Nebenwirkungen sind blau-grüne Verfärbung von Urin und Stuhl, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel. Kann mit serotonergen Medikamenten interagieren. Wird intravenös zur Behandlung der akuten Methämoglobinämie verabreicht.

Gegenanzeigen

Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Nicht anwenden (1)

ABSOLUTÜberempfindlichkeit

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.

Vorsicht (1)

RELATIVSchwangerschaft

Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.

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Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.

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