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Metoclopramid

Veröffentlicht: 26. Juli 2026Aktualisiert: 24. August 2026

Metoclopramid ist ein prokinetisches und antiemetisches Medikament, das zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und gastrointestinalen Motilitätsstörungen eingesetzt wird, indem es Dopaminrezeptoren blockiert und die Motilität fördert.

Kurzfassung

Metoclopramid ist ein Prokinetikum, das zur Linderung von Übelkeit, Erbrechen und Magenentleerungsstörungen eingesetzt wird.

Medizinisch geprüft von WellAlly-RedaktionsteamZuletzt geprüft 24. August 2026Redaktionelle Richtlinie
Boxed Warning

Dieses Medikament trägt eine Boxed Warning (schwarzer Kasten) – die stärkste Warnstufe der FDA. Lesen Sie vor der Anwendung die vollständige Fachinformation.

Wichtigste Fakten im Überblick

ATC
A03FA01
RxNorm
6915
Generikum
Metoclopramide
Wirkstoffklasse
atc-a03
Markennamen
Pileran, Gimoti, Metozolv, Reglan
Bezug
verschreibungspflichtig
Stillzeit
unbekannt
Applikationswege
oral, nasal
Darreichungsformen
Injektion, prefilled syringe, Tablette, Lösung, Spray
Verfügbar in
Ultraschall, EU, CN, JP
Überwachung
—

Diese Seite dient nur zu Informationszwecken.

Verwenden Sie diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für den Rat eines Arztes. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie ein Medikament beginnen, absetzen oder wechseln. Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

Dosierung und Anwendung

Erwachsene (standard)Tablette
Usual dose
10mg drei- bis viermal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
alle 6 bis 8 Stunden
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard
Kinder (standard)Tablette
Usual dose
0,1-0,2 mg/kg/Dosis bis zu 4-mal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
alle 6 bis 8 Stunden nach Bedarf
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard
Ältere Menschen (standard)Tablette
Usual dose
5mg drei- bis viermal täglich
Maximum
Arzt konsultieren
Einnahmehäufigkeit
alle 6 bis 8 Stunden
Hinweise zur Einnahme
Anweisungen des Arztes befolgen
Dauergrenzen
wie verordnet
Überwachung
standard

Überdosierung

Wichtige Informationen zu Überdosierungen
Toxische Dosis: Dosen über 1000 mg können bei Erwachsenen schwere Toxizität verursachen
Chronische Überdosierung: Langzeitanwendung in Dosen über 30-40 mg täglich kann zu kumulativer Toxizität einschließlich tardiver Dyskinesie und neurologischen Effekten führen
Sofortmaßnahmen
Magenspülung innerhalb von 1-2 Stunden nach Einnahme, Aktivkohle, unterstützende Behandlung, Herzfunktion überwachen
Gegenmittel
Es existiert kein spezifisches Gegenmittel; Benztropin oder Diphenhydramin können bei extrapyramidalen Symptomen angewendet werden(Die unterstützende Behandlung ist die primäre Therapie; symptomgerichtete Interventionen sind wirksam)
Giftnotruf: 1-800-222-1222

Besondere Personengruppen

10 Gruppen
⚠

Schwangerschaft

Erstes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
B
Dosisanpassung

niedrigste wirksame Dosis verwenden

Wichtige Empfehlungen

nur anwenden, wenn der Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt; häufig angewendet bei Hyperemesis gravidarum, wenn andere Behandlungen versagen

Überwachung

Mutter auf Nebenwirkungen überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Schwangerschaft

Zweites/Drittes Trimester
Vorsicht
FDA-Kategorie
B
Dosisanpassung

niedrigste wirksame Dosis verwenden

Wichtige Empfehlungen

nur bei eindeutiger Notwendigkeit anwenden; längere Anwendung vermeiden

Überwachung

regelmäßige Schwangerschaftsüberwachung

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Stillzeit

Stillen
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

hohe Dosen vermeiden

Wichtige Empfehlungen

geringe Mengen, die in die Muttermilch ausgeschieden werden; Säugling auf Schläfrigkeit und Fütterungsprobleme überwachen

Überwachung

Säugling auf Sedierung, Reizbarkeit oder Fütterungsschwierigkeiten beobachten

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Ältere Menschen

Ältere Patienten
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Dosis um mindestens 50% reduzieren

Wichtige Empfehlungen

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber extrapyramidalen Symptomen und Sedierung; mit der niedrigsten Dosis beginnen

Überwachung

auf tardive Dyskinesie, Sedierung und Hypotonie überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Kinder

Unter 2 Jahren
Kontraindiziert
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

nicht empfohlen

Wichtige Empfehlungen

bei Kindern unter 2 Jahren wegen des Risikos schwerer extrapyramidaler Reaktionen vermeiden

Überwachung

engmaschige Überwachung, wenn Anwendung unbedingt notwendig ist

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

⚠

Kinder

2 bis 18 Jahre
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

gewichtsbasiierte Dosierung, maximal 0,5 mg/kg/Tag

Wichtige Empfehlungen

nur bei chemotherapieinduzierter Übelkeit anwenden; bei Kindern andere Indikationen vermeiden

Überwachung

auf extrapyramidale Symptome achten, besonders in den ersten 24-48 Stunden

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

Leicht
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

keine Anpassung bei CrCl > 40 ml/min erforderlich

Wichtige Empfehlungen

Standard-Dosierung mit Überwachung anwenden

Überwachung

Nierenfunktion periodisch überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Niereninsuffizienz

Mäßig bis schwer
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Dosis um 50% reduzieren bei CrCl < 40 ml/min

Wichtige Empfehlungen

Dosis reduzieren und Dosierungsintervall verlängern

Überwachung

Nierenfunktion überwachen und Dosis entsprechend anpassen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

⚠

Leberinsuffizienz

Leicht bis mäßig
Vorsicht
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

Dosisreduktion in Betracht ziehen

Wichtige Empfehlungen

mit Vorsicht anwenden; Metoclopramid wird hepatisch metabolisiert

Überwachung

auf verstärkte Nebenwirkungen überwachen

Vorsichtig anwenden und auf Nebenwirkungen überwachen.

✗

Leberinsuffizienz

Schwer
Unsicher
FDA-Kategorie
N
Dosisanpassung

vermeiden oder minimale Dosis verwenden

Wichtige Empfehlungen

Anwendung bei schwerer Leberfunktionseinschränkung wegen begrenzter Daten vermeiden

Überwachung

engmaschige Überwachung, wenn Anwendung notwendig ist

Die Anwendung dieses Medikaments in dieser Personengruppe erfordert eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen.

Statistiken und klinische Daten

prescribingFDA
2023

Jahr der FDA-Zulassung

Wert:1979

Allgemeine Verschreibungsinformationen

drug_classWHO
2023

Wirkstoffklasse

Wert:Dopaminantagonist (Prokinetikum)

Wirkstoffklasseninformation

usageMedical guidelines
2023

Häufige Anwendungsgebiete

Wert:Übelkeit, Erbrechen, Gastroparese, Migräne-assoziierte Übelkeit

Häufige therapeutische Anwendungen

pharmacologyFDA
2023

Bioverfügbarkeit

Wert:80%

Pharmakokinetische Eigenschaften

Metoclopramid wird zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen (einschließlich postoperativ und durch Chemotherapie bedingt), gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Gastroparese (verzögerte Magenentleerung) und zur Unterstützung von Magenentleerungsuntersuchungen angewendet.

Metoclopramid wirkt als Dopamin-D2-Rezeptor-Antagonist im Gehirn und im Magen-Darm-Trakt. Es besitzt außerdem agonistische Eigenschaften am 5-HT4-Rezeptor und schwache antagonistische Eigenschaften am 5-HT3-Rezeptor, die dazu beitragen, die Magenkontraktionen zu verstärken, die Magenentleerung zu beschleunigen und Übelkeitssignale zu reduzieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Müdigkeit und Bewegungsstörungen. Seltene, aber schwerwiegende Risiken umfassen die Spätdyskinesie (insbesondere bei längerfristiger Anwendung) und das maligne neuroleptische Syndrom. Bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson-Krankheit, Phäochromozytom oder Darmverschluss sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden. Bei älteren Patientinnen und Patienten sowie bei Personen mit Krampfanfallgeschichte ist besondere Vorsicht geboten.

Gegenanzeigen

Zustände und Patientengruppen, bei denen dieses Medikament vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Nicht anwenden (1)

ABSOLUTÜberempfindlichkeit

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder einen der Bestandteile.

Vorsicht (1)

RELATIVSchwangerschaft

Ärztliche Beratung zur Nutzen-Risiko-Abwägung einholen.

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Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.

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