Reserpin
Reserpin ist ein älteres Antihypertensivum, das aus der Pflanze Rauwolfia gewonnen wird und durch die Verarmung von Katecholamin-Neurotransmittern aus den Nervenenden wirkt. Es wurde historisch zur Behandlung von Hypertonie und gelegentlich auch für bestimmte psychiatrische Erkrankungen verwendet, obwohl sein Einsatz inzwischen deutlich zurückgegangen ist.
Reserpin ist ein älteres Bluthochdruckmedikament, das Neurotransmitter abbaut, um den Blutdruck zu senken, und heute aufgrund neuerer, sichererer Alternativen selten angewendet wird.
Wichtigste Fakten im Überblick
- ATC
- C02AA02
- RxNorm
- 9260
- Generikum
- Reserpine
- Wirkstoffklasse
- atc-c02
- Markennamen
- —
- Bezug
- verschreibungspflichtig
- Stillzeit
- unbekannt
- Applikationswege
- oral
- Darreichungsformen
- Tablette
- Verfügbar in
- Ultraschall, EU, CN, JP
- Überwachung
- —
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Reserpin wird hauptsächlich zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet. Historisch wurde es auch bei bestimmten psychischen Erkrankungen wie Psychose und Angstzuständen eingesetzt, obwohl diese Anwendungen in der modernen Praxis weitgehend aufgegeben wurden.
Reserpin wirkt, indem es den vesikulären Monoamintransporter (VMAT) irreversibel hemmt, was die Speicherung und Freisetzung von Katecholaminen (Noradrenalin, Adrenalin) und Serotonin aus den Nervenenden verhindert. Diese Erschöpfung der Neurotransmitter führt zu einer verringerten Aktivität des sympathischen Nervensystems, was zu einem reduzierten Blutdruck und einer verringerten Herzfrequenz führt.
Häufige Nebenwirkungen sind Sedierung, Depression, Nasenschleimhautschwellung und Magen-Darm-Beschwerden. Aufgrund seines Nebenwirkungsprofils, insbesondere Bedenken hinsichtlich Depression und Suizidalität, wird Reserpin selten als Erstlinientherapie eingesetzt. Es kann mit anderen Medikamenten interagieren, die das Zentralnervensystem beeinflussen. Patienten sollten auf Anzeichen von Depression überwacht werden und sollten das Medikament nicht plötzlich absetzen.
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