Mittel Schulter-Sehnenreparatur-Rehabilitation
Ein 10-wöchiges Mittelstufenprogramm mit Tennisbällen, Knieorthesen, Langhanteln und Balance-Boards zur Unterstützung des Genesungsprozesses.
Professional rehabilitation program designed for effective recovery and pain management.
Wichtigste Fakten im Überblick
- Körperregion
- Obere Extremität · Schulter
- Verletzungsart
- nach Sehnenreparatur
- Stufe
- Mittel
- Dauer
- 10
- Sitzungen/Woche
- 5
- Minuten/Sitzung
- 20
- Evidenzgrad
- Mittel
- ICD-10
- S42
- Kostenstufe
- Mittel
Programmübersicht Dies ist eine 10-wöchige Rehabilitationsanleitung für Fortgeschrittene für Menschen, die sich von einer Schulter-Sehnenreparatur erholen. Sie verbindet manuelle Techniken mit aufbauenden Übungen, um Beweglichkeit, Kraft und Alltagsfunktion der Schulter wiederherzustellen. Das Programm nutzt einfache Hilfsmittel – einen Tennisball, eine Knieschiene, eine Langhantel und ein Wackelbrett – und stützt sich auf Belege mittlerer Qualität. Da es sich um ein Aufbauprogramm handelt, wird davon ausgegangen, dass Sie die früheste Schonphase hinter sich haben und bereit für eine schrittweise, angeleitete Belastung sind.
Für wen dieses Programm gedacht ist und welches Ziel es hat Dieses Programm eignet sich für Menschen mit einer heilenden Schulter-Sehnenreparatur, die von ihrem Behandlungsteam grünes Licht für den Beginn einer weiterführenden Rehabilitation erhalten haben. Das Ziel ist, schmerzfreie Schulterbewegungen wieder aufzubauen, die Kontrolle der Rotatorenmanschette und des Schulterblatts (Skapula) zu verbessern und Sie schrittweise zu Alltagsaktivitäten und leichter Kräftigungsarbeit zurückzuführen. Am besten funktioniert es in enger Abstimmung mit Ihrer Physiotherapeutin oder Ihrem Physiotherapeuten, der jeden Schritt an Ihren Körper und Ihren Fortschritt anpassen kann.
Bevor Sie beginnen
Sicherheitshinweise und wann Sie aufhören sollten Dieses Programm ist nicht geeignet, wenn Sie einen frischen Bruch haben, wie im Plan beschrieben – das muss zuerst von Ihrem Behandlungsteam abgeklärt werden. Wärmen Sie sich vor jeder Übung auf und kühlen Sie danach ab, und hören Sie auf, wenn der Schmerz zunimmt statt nachzulassen. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei plötzlich starken Schmerzen, neuer Schwellung, Taubheitsgefühl oder einer verformt aussehenden Schulter. Rufen Sie Ihr Behandlungsteam an, wenn der Schmerz stark bleibt, Sie Beweglichkeit verlieren, die Sie schon zurückgewonnen hatten, oder sich die Beschwerden über mehrere Einheiten hinweg verschlechtern.
Wöchentlicher Aufbau
Wie der 10-Wochen-Plan aufgebaut ist Sie machen zehn Wochen lang fünf Einheiten pro Woche, jeweils etwa 20 Minuten. Der Plan durchläuft zwei Phasen: Anfangs liegt der Schwerpunkt darauf, die reparierte Sehne zu schützen, mit passiven und sanft unterstützten Bewegungen; später kommen aktiv unterstützte Bewegungen, leichter Widerstand und Übungen zur Stabilität des Schulterblatts hinzu. Hilfsmittel wie Tennisball, Knieschiene, Langhantel und Wackelbrett unterstützen Aufwärmen, Positionierung und schrittweise Belastung, während Sie vorankommen.
So sieht eine typische Einheit aus
Aufwärmen, Hauptteil und Abkühlen Jede Einheit folgt einem einfachen Muster. Beginnen Sie mit einem Aufwärmen, bei dem Sie den Tennisball zum leichten Rollen des Weichteilgewebes und sanfte Pendel- oder unterstützte Armschwünge nutzen. Der Hauptteil umfasst passive und aktiv unterstützte Bewegungen, Mobilisation des Glenohumeralgelenks, PNF-Muster und Übungen für das Schulterblatt wie Bauchlage-Y-T-W und Wand-Liegestütze, wobei leichte Langhantelarbeit erst eingeführt wird, wenn Sie dafür freigegeben sind. Beenden Sie die Einheit mit einem Abkühlen aus sanftem Dehnen und entspanntem Atmen, damit sich die Schulter beruhigt.
Fortschritt verfolgen
Wie Fortschritt und Ergebnismessungen funktionieren Ihr Therapeut nutzt bestimmte Meilensteine – etwa eine angenehme passive Beweglichkeit, stabile Gelenktests und einen niedrig bleibenden Schmerz –, um zu entscheiden, wann Sie von der Schonphase zu aktiv unterstützter Arbeit und darüber hinaus wechseln. Außerdem verfolgen Sie Ergebnismessungen wie die Schulter-Scores ASES und WORC, den Simple Shoulder Test, Schmerzwerte, Bewegungsmessungen und Muskeltests. Diese zeigen, ob Sie sicher weiterkommen können, und helfen, Rückschritte früh zu erkennen.
Genesung und Selbstfürsorge
Schmerz, Ruhe und Warnsignale Leichter Muskelkater, der sich mit Ruhe legt, ist normal, doch zunehmender Schmerz ist ein Signal, kürzerzutreten und sich mit Ihrem Behandlungsteam abzustimmen. Schützen Sie Ihre Ruhetage, vermeiden Sie schweres Heben oder Überkopfbelastung, bis Sie dafür freigegeben sind, und lagern Sie die Schulter beim Schlafen unterstützt, wenn Ihnen das hilft. Achten Sie auf Warnsignale – plötzlich stechender Schmerz, Schwellung, Fieber, Taubheitsgefühl oder Funktionsverlust – und wenden Sie sich umgehend an Ihr Behandlungsteam, statt weiterzumachen.
Genesungsphasen
Passive glenohumeral flexion to 90 degrees without pain,Minimal glenohumeral translation (<25% translation on anterior drawer),Scapular mobility without compensatory patterns,Pain less than 3/10 at rest,AC joint stable to palpation,Biceps tendon without tenderness over bicipital groove
→ Weiter zu: Phase II
Passive glenohumeral abduction to 90 degrees achieved,External rotation to 30 degrees in scapular plane,Rotator cuff contraction visible on ultrasound without pain,Scapular rhythm maintained during passive elevation,Pain less than 2/10 with passive motion,No exacerbation of labral symptoms with humeral head compression
→ Weiter zu: Phase II
Active-assisted flexion to 120 degrees,Active-assisted external rotation to 45 degrees at 90 degrees abduction,Glenohumeral rhythm 2:1 scapulohumeral ratio achieved,Subscapularis activation without compensatory external rotation,Scapular stabilization against gravity for 10 seconds,Pain less than 2/10 with active-assisted motion
→ Weiter zu: Phase IV
Active flexion to 120 degrees with proper scapular control,External rotation to 45 degrees at 90 degrees abduction with good posterior capsule pliability,Infraspinatus and teres minor activation isolated,Supraspinatus submaximal isometrics without impingement,Active scapular protraction and retraction against gravity,No labral irritation with diagonal patterns
→ Weiter zu: Phase IV
Full active glenohumeral range of motion achieved,External rotation strength 4/5 against manual resistance at 0 degrees abduction,Internal rotation strength 4/5 against manual resistance,Scapular strengthening: middle trapezius and rhomboid 4/5 grade,Biceps tendon isometrics at 90 degrees elbow flexion without anterior shoulder pain,Pain less than 1/10 with resisted exercises
→ Weiter zu: Phase V
External rotation strength 4+/5 at 90 degrees abduction,Supraspinatus resisted elevation against gravity without subacromial impingement,Scapular stabilization: serratus anterior recruitment during arm elevation,Internal rotation strength 5/5 at 90 degrees abduction,Biceps curl with resistance without bicipital groove tenderness,Glenohumeral translation within normal limits on posterior drawer
→ Weiter zu: Phase V
External rotation at 90 degrees abduction 5/5 grade,Internal rotation at 90 degrees abduction 5/5 grade,Supraspinatus full resistance without impingement signs,Scapular proprioception: wall push-up plus without scapular winging,Biceps tendon: resisted elbow flexion 4+/5 without proximal humerus pain,AC joint: no pain with cross-body adduction
→ Weiter zu: Phase VI
Rotator cuff endurance: 3 sets of 15 external rotations without fatigue,Scapular control: prone Y-T-W exercises with good posterior tilt,Biceps tendon: resisted supination without anterior shoulder pain,Glenohumeral proprioception: proprioceptive drills at 90 degrees flexion,Pectoralis major: push-up plus progression without shoulder girdle compensation,Functional reach behind back to T12 level
→ Weiter zu: Phase VI
Full rotator cuff strength 5/5 all directions,Scapular stability: single arm plank 30 seconds without scapular dyskinesis,Biceps tendon: full strength without tenderness,AC joint: asymptomatic with functional overhead activities,Glenohumeral stability: negative sulcus sign under load,Subjective shoulder value greater than 70%
→ Weiter zu: Phase VII
Full active range of motion in all planes,Isokinetic rotator cuff testing within 90% of contralateral side,Scapular symmetry on functional movement assessment,Biceps tendon: sport-specific loading without symptoms,Patient cleared for progressive return to activity,Shoulder Outcome Scores: ASES greater than 80 or WORC greater than 80%
→ Weiter zu: Discharge
Meilensteine der Aktivitätswiederaufnahme
Pain-free basic activities of daily living
Week 3Patient adherence to home exercise programme ≥ 5 days per week
Light functional activities and conditioning
Week 4Able to perform light overhead reaching for objects at eye level
Moderate activity and sport-specific conditioning
Week 6Grip strength ≥ 50% of unaffected side on dynamometry
Full return to sport, occupation, and recreation
Week 10Patient reports ≥ 30% improvement in upper limb functional score
Vorsichtsmaßnahmen
- Vorher aufwärmen
- Bei zunehmenden Schmerzen stoppen
- Danach abwärmen
Gegenanzeigen
- Frische Fraktur
Schmerzmanagement
- Cryotherapy: ice pack to anterior and posterior shoulder 15-20 minutes post-session
- Non-steroidal anti-inflammatory medication as prescribed
- Subacromial bursal injection if inflammatory response exceeds clinical threshold
- Gentle soft tissue mobilization to posterior capsule and infraspinatus
- Modalities: electrical stimulation for pain modulation (IFC or TENS)
Geräte & Modalitäten
Häufige Fragen
Kann ich das Aufwärmen weglassen, wenn ich wenig Zeit habe?
Woran erkenne ich, wann ich zur nächsten Phase übergehen kann?
Warum nutze ich bei einem Schulterprogramm eine Knieschiene und ein Wackelbrett?
Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung.
Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat, keine Diagnose und keine Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung immer an eine qualifizierte medizinische Fachkraft, und ignorieren Sie professionellen medizinischen Rat nicht und schieben Sie ihn nicht auf, weil Sie hier etwas gelesen haben.
Wenn Sie einen medizinischen Notfall vermuten, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an oder begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme.
Medizinisch geprüft von WellAlly-Redaktionsteam Zuletzt geprüft 6. Oktober 2026. · Unsere redaktionelle Richtlinie lesen